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BuchTipp: Flammenwüste von Akram El-Bahay

Da war ich letztens wieder mal auf Blog-dein-Buch schmöckern und habe mich – zack! – spontan für einen Fantasy-Roman beworben und den Zuschlag erhalten! Yeah! Auch wenn ich hier zuvor noch keine Fantasy-Romane rezensiert habe, ist dies trotzdem immer noch mein Lieblingsgenre!

bücherecke

*fantasy*

Bastei Lübbe

Flammenwüste

von Akram El-Bahay

Zum Autor/ bzw. Autoren:
Akram El-Bahay hat seine Leidenschaft, das Schreiben, zumimage001 Beruf gemacht: Er arbeitet als Journalist und Autor. Als Kind eines ägyptischen Vaters – von dem er seinen orientalischen Namen erhalten hat – und einer deutschen Mutter ist er mit Einflüssen aus zwei Kulturkreisen aufgewachsen. Dies spiegelt sich auch in seinen Romanen wider: klassische Fantasy-Geschichten um Drachen und Magie, die ebenso sehr an den Herrn der Ringe wie an orientalische Märchen erinnern.

Zur Story:
Wegen der sich häufenden Funde verbrannter Karawsereien verbreiten sich die Gerüchte ein Drache wäre aus seinem tiefen Schlaf im Sand wiedererwacht um nun Tod und Zerstörung in die Wüste zu tragen wie ein Lauffeuer. Doch der Sohn des Sultans vermutet hinter den Angriffen den Anführer des Wüstenvolkes der Haschirim, Sarraka, den er mit seiner Garde vergebens zu fassen versucht. Währenddessen sind der Geschichtenerzählerlehrling Anûr und sein Großvater Nûr ed-Din aus der nördlich gelegenen Wasserstadt in die Wüstenstadt Nabija gereist um mit ihren Geschichten über die alten Fabelwesen ein wenig Geld zu verdienen. In einer Schenke kommt es zu einer Verwechslung weswegen Anûr mit Hilfe einer kleinen Lüge anstatt seines Großvaters in den Palast zum Sultan berufen wird um ein altes Familienrätsel zu lösen. Die Lösung dieses Rätsels hinterlässt für den jungen Anûr jedoch mehr Fragen als Antworten und beschert ihm gleichzeitig eine Drachenjagd wie sie noch in keiner seiner Geschichten vorkommt. Zusammen mit dem Prinzen Nabija’s, Masul, und einigen seiner Krieger zieht er in die Wüste um den Drachen aufzuspühren und zu töten. Durch einen Sandsturm wird er zwischendurch von der Gruppe getrennt, was ihm eine erste Begegnung von vielen mit einem unheimlichen Wüstenbewohner einbringt und er sich das erste Mal auf seiner langen Reise beweisen muss…

Zum Buch:
Die erste Hälfte habe ich mir etwas schwer getan mit den orientalisch angehauchten Namen und den Bildern der Umgebung die beim Lesen der Beschreibungen im Kopf entstehen. Diese Geschichte findet eben im Gegensatz zu vielen anderen Fantasy-Epen in der heißen Wüste anstatt grünen Wäldern statt und bleibt auch dort.

Neben Drachen wird man auch mit allerlei unbekannten magischen Wesen konfrontiert, die manchmal etwas besser beschrieben werden hätten können, wie zb. das Aussehen der Nori. Hier wird leider nur die Figur „Sarakka“ beschrieben, später, als klar wird das er dem Volk der Nori angehört, nicht mehr darauf eingegangen. Das hätte man sich gerne etwas detaillierter wiederholen lassen können um die Andersartigkeit besser zu verdeutlichen. Ebenso bei dem Volk der „Sammler“. Sie sind klein, sie sind nicht menschlich, aber wie sie denn nun aussehen kam leider nicht wirklich deutlich heraus, – genau wie bei „dem Ifriten“.

Beim „fliegenden Teppich“ scheiden sich für mich dann die Geister. Einerseits passt er für meinen Geschmack ganz gut zum 1001 Nacht-Flair des Buches aber weniger ins eigentliche Fantasygenre, wo man bärtige Zauberer und tote Teppiche gewohnt ist. Leider war dieser Teppich m.o.w. wichtig für die Story und darum nicht ignorierbar.

Die Geschichte selbst braucht eine Weile um richtig interessant zu werden – bis man irgendwann merkt das man schon mitten drin und am Mitfiebern ist. Auf dem Weg dort hin nimmt die Story ein paar unerwartete Wendungen, was ich sehr gut finde, weil es etwas Abwechslung mit sich bringt. Es gibt immerhin nichts Schlimmeres als wenn man nach ein paar Seiten schon seine End-Theorie hat, die sich dann auch noch bestätigt.

Auf jeden Fall klingt das Ende des Buches nach einem nächsten Band und ein Wiedersehen mit Anûr und seinen Freunden!

Fazit:
Das Buch hat mir wirklich sehr gut gefallen und ich würde/werde mir auch auch eventuell darauff folgende Bände besorgen. Ich gebe dem Roman von Akram El-Bahay 8 vom 10 Sternen! Lediglich einen Stern habe ich abgezogen weil im Buch einige Schreib- und Satzzeichenfehler (eher mehr Satzzeichenfehler) zu finden sind, die mich immer mal etwas gebremst haben und einen Stern für die oben erwähnten Beschreibungen die etwas genauer hätten sein können;)

8-sterne

Van Lure.

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