Schlagwort-Archive: Insel Poel

BuchTipp: Das Küstengrab von Eric Berg

Und wieder konnte ich mir ein gutes Buch auf Blog-dein-Buch sichern! Manchmal habe ich aber auch einfach zu viel Glück;) Diesmal habe ich mich wieder für einen Krimi beworben.bücherecke

*Kriminalroman*

Limes Verlag (Hier gehts zum Shop)

Das Küstengrab

von Eric Berg

© Derek Henthorn
© Derek Henthorn

Zum Autor:
Seit Jahren zählt der Autor Eric Walz zu den erfolgreichsten deutschen Autoren auf dem Gebiet der historischen Romane. Mit seinem Buch „Das Nebelhaus“ erfüllte er sich 2013 einen persönlichen schriftstellerischen Traum, einmal einen Kriminalroman zu schreiben und veröffentlichte diesen unter dem Pseudonym Eric Berg. Sein letztes Werk, „Das Küstengrab“, ist bereits die zweite Krimiveröffentlichung unter diesem Namen.

Zur Story: [Quelle: Limes Verlag]
„Eine abgelegene Insel. Eine verschworene Gemeinschaft. Eine gemeinsamedasküstengrab Vergangenheit, die sie verbindet.

Zum ersten Mal nach 23 Jahren kehrt Lea in ihr winziges Heimatdorf auf der Insel Poel zurück. Doch der Besuch endet in einem schrecklichen Unglück. Bei einem rätselhaften Unfall kommt Leas Schwester ums Leben, Lea selbst wird schwer verletzt und leidet seither an Amnesie.

Vier Monate nach dem Unfall reist Lea gegen den ausdrücklichen Rat ihrer Ärztin erneut nach Poel. Sie will herausfinden, was sie im Mai auf die Insel führte und wie es zu dem Unfall kommen konnte. Sie selbst kann sich an diese Zeit auf Poel nicht erinnern und ist auf die Hilfe ihrer alten Freunde angewiesen – doch deren Berichte widersprechen sich. Die Jugendfreunde scheinen ein Geheimnis vor Lea zu verbergen, das weit in ihre gemeinsame Vergangenheit reicht … „

Zum Buch/ meine Meinung:
Ich muss es gleich zu Anfang sagen: Bei Krimis versucht man als Leser oft den (eventuellen) Mörder bzw. den Ausgang der Geschichte schon vor der Enthüllung zu erraten. Mir ist es beim Lesen des „Küstengrabes“ nicht anders ergangen und habe Theorien gesponnen wie das Ende wohl aussehen würde. Zu meiner Überraschung lag ich am Schluss sehr weit daneben, was für mich auf jeden Fall schon mal ein dicker Pluspunkt für das Buch ist!

Die bildhaften Beschreibungen der Umstände zur Zeit des Mauerfalles versetzten mich wirklich zurück in diese Zeit, ohne je in ihr gelebt zu haben. Ich konnte mir die alten Häuser mit ihrer altmodischen Einrichtung, genau wie das spätere persönlliche Elend der ehemaligen besten Freunde und die bedrückende Stimmung unter ihnen lebhaft vorstellen.

Der Schreibstil ist auch eine interessante Mischung aus Ich-Erzählsituation und personaler Erzählform. Eigentlich bin ich nicht wirklich ein Fan der Ich-Perspektive, weil das meistens bedeutet daß das ganze Buch nur „durch die Augen einer einzigen Person“ erzählt wird. In diesem Roman fiel mir das aber nicht mal unangenehm auf. Der Grund dafür war das die Geschichte nur teilweise von „Lea“ selbst erzählt wurde und der Rest aus objektiverer Sicht.

Die Geschichte selbst springt immer zwischen zwei Zeitpunkten hin und her: der Vergangenheit, kurz vor dem geheimnisvollen Unfall und der Gegenwart, in der die Hauptperson herauszufinden versucht was geschehen war. Der Autor hat es dabei trotzdem geschafft die Spannung zu erhalten und noch nicht zu viel zu verraten, damit man sich nicht alles gleich zusammenreimen kann. Die Handlung selbst ist durchdacht, die Schlüsselszenen gut eingebaut, nur irgendwann kam ich etwas mit der Reihenfolge der Vorfälle im berühmten Jahr 1990 durcheinander. Nämlich was die Tode von „Julian“ und Lea’s Eltern betrifft. Je näher ich dem Ende der Geschichte kam, desto stärker hatte ich das Gefühl etwas überlesen oder nicht ganz mitbekommen zu haben. Das ist aber nur eine Kleinigkeit was keinen ganzen Punkt Abzug rechtfertigt. Also gibt es als Fazit für „das Küstengrab“ volle Punktzahl! 10/10 Sterne!

Van Lure.

Das Küstengrab auf Amazon.de

Alle Artikel

Advertisements