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BuchTipp: Das Küstengrab von Eric Berg

Und wieder konnte ich mir ein gutes Buch auf Blog-dein-Buch sichern! Manchmal habe ich aber auch einfach zu viel Glück;) Diesmal habe ich mich wieder für einen Krimi beworben.bücherecke

*Kriminalroman*

Limes Verlag (Hier gehts zum Shop)

Das Küstengrab

von Eric Berg

© Derek Henthorn
© Derek Henthorn

Zum Autor:
Seit Jahren zählt der Autor Eric Walz zu den erfolgreichsten deutschen Autoren auf dem Gebiet der historischen Romane. Mit seinem Buch „Das Nebelhaus“ erfüllte er sich 2013 einen persönlichen schriftstellerischen Traum, einmal einen Kriminalroman zu schreiben und veröffentlichte diesen unter dem Pseudonym Eric Berg. Sein letztes Werk, „Das Küstengrab“, ist bereits die zweite Krimiveröffentlichung unter diesem Namen.

Zur Story: [Quelle: Limes Verlag]
„Eine abgelegene Insel. Eine verschworene Gemeinschaft. Eine gemeinsamedasküstengrab Vergangenheit, die sie verbindet.

Zum ersten Mal nach 23 Jahren kehrt Lea in ihr winziges Heimatdorf auf der Insel Poel zurück. Doch der Besuch endet in einem schrecklichen Unglück. Bei einem rätselhaften Unfall kommt Leas Schwester ums Leben, Lea selbst wird schwer verletzt und leidet seither an Amnesie.

Vier Monate nach dem Unfall reist Lea gegen den ausdrücklichen Rat ihrer Ärztin erneut nach Poel. Sie will herausfinden, was sie im Mai auf die Insel führte und wie es zu dem Unfall kommen konnte. Sie selbst kann sich an diese Zeit auf Poel nicht erinnern und ist auf die Hilfe ihrer alten Freunde angewiesen – doch deren Berichte widersprechen sich. Die Jugendfreunde scheinen ein Geheimnis vor Lea zu verbergen, das weit in ihre gemeinsame Vergangenheit reicht … „

Zum Buch/ meine Meinung:
Ich muss es gleich zu Anfang sagen: Bei Krimis versucht man als Leser oft den (eventuellen) Mörder bzw. den Ausgang der Geschichte schon vor der Enthüllung zu erraten. Mir ist es beim Lesen des „Küstengrabes“ nicht anders ergangen und habe Theorien gesponnen wie das Ende wohl aussehen würde. Zu meiner Überraschung lag ich am Schluss sehr weit daneben, was für mich auf jeden Fall schon mal ein dicker Pluspunkt für das Buch ist!

Die bildhaften Beschreibungen der Umstände zur Zeit des Mauerfalles versetzten mich wirklich zurück in diese Zeit, ohne je in ihr gelebt zu haben. Ich konnte mir die alten Häuser mit ihrer altmodischen Einrichtung, genau wie das spätere persönlliche Elend der ehemaligen besten Freunde und die bedrückende Stimmung unter ihnen lebhaft vorstellen.

Der Schreibstil ist auch eine interessante Mischung aus Ich-Erzählsituation und personaler Erzählform. Eigentlich bin ich nicht wirklich ein Fan der Ich-Perspektive, weil das meistens bedeutet daß das ganze Buch nur „durch die Augen einer einzigen Person“ erzählt wird. In diesem Roman fiel mir das aber nicht mal unangenehm auf. Der Grund dafür war das die Geschichte nur teilweise von „Lea“ selbst erzählt wurde und der Rest aus objektiverer Sicht.

Die Geschichte selbst springt immer zwischen zwei Zeitpunkten hin und her: der Vergangenheit, kurz vor dem geheimnisvollen Unfall und der Gegenwart, in der die Hauptperson herauszufinden versucht was geschehen war. Der Autor hat es dabei trotzdem geschafft die Spannung zu erhalten und noch nicht zu viel zu verraten, damit man sich nicht alles gleich zusammenreimen kann. Die Handlung selbst ist durchdacht, die Schlüsselszenen gut eingebaut, nur irgendwann kam ich etwas mit der Reihenfolge der Vorfälle im berühmten Jahr 1990 durcheinander. Nämlich was die Tode von „Julian“ und Lea’s Eltern betrifft. Je näher ich dem Ende der Geschichte kam, desto stärker hatte ich das Gefühl etwas überlesen oder nicht ganz mitbekommen zu haben. Das ist aber nur eine Kleinigkeit was keinen ganzen Punkt Abzug rechtfertigt. Also gibt es als Fazit für „das Küstengrab“ volle Punktzahl! 10/10 Sterne!

Van Lure.

Das Küstengrab auf Amazon.de

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BuchTipp: Flammenwüste von Akram El-Bahay

Da war ich letztens wieder mal auf Blog-dein-Buch schmöckern und habe mich – zack! – spontan für einen Fantasy-Roman beworben und den Zuschlag erhalten! Yeah! Auch wenn ich hier zuvor noch keine Fantasy-Romane rezensiert habe, ist dies trotzdem immer noch mein Lieblingsgenre!

bücherecke

*fantasy*

Bastei Lübbe

Flammenwüste

von Akram El-Bahay

Zum Autor/ bzw. Autoren:
Akram El-Bahay hat seine Leidenschaft, das Schreiben, zumimage001 Beruf gemacht: Er arbeitet als Journalist und Autor. Als Kind eines ägyptischen Vaters – von dem er seinen orientalischen Namen erhalten hat – und einer deutschen Mutter ist er mit Einflüssen aus zwei Kulturkreisen aufgewachsen. Dies spiegelt sich auch in seinen Romanen wider: klassische Fantasy-Geschichten um Drachen und Magie, die ebenso sehr an den Herrn der Ringe wie an orientalische Märchen erinnern.

Zur Story:
Wegen der sich häufenden Funde verbrannter Karawsereien verbreiten sich die Gerüchte ein Drache wäre aus seinem tiefen Schlaf im Sand wiedererwacht um nun Tod und Zerstörung in die Wüste zu tragen wie ein Lauffeuer. Doch der Sohn des Sultans vermutet hinter den Angriffen den Anführer des Wüstenvolkes der Haschirim, Sarraka, den er mit seiner Garde vergebens zu fassen versucht. Währenddessen sind der Geschichtenerzählerlehrling Anûr und sein Großvater Nûr ed-Din aus der nördlich gelegenen Wasserstadt in die Wüstenstadt Nabija gereist um mit ihren Geschichten über die alten Fabelwesen ein wenig Geld zu verdienen. In einer Schenke kommt es zu einer Verwechslung weswegen Anûr mit Hilfe einer kleinen Lüge anstatt seines Großvaters in den Palast zum Sultan berufen wird um ein altes Familienrätsel zu lösen. Die Lösung dieses Rätsels hinterlässt für den jungen Anûr jedoch mehr Fragen als Antworten und beschert ihm gleichzeitig eine Drachenjagd wie sie noch in keiner seiner Geschichten vorkommt. Zusammen mit dem Prinzen Nabija’s, Masul, und einigen seiner Krieger zieht er in die Wüste um den Drachen aufzuspühren und zu töten. Durch einen Sandsturm wird er zwischendurch von der Gruppe getrennt, was ihm eine erste Begegnung von vielen mit einem unheimlichen Wüstenbewohner einbringt und er sich das erste Mal auf seiner langen Reise beweisen muss…

Zum Buch:
Die erste Hälfte habe ich mir etwas schwer getan mit den orientalisch angehauchten Namen und den Bildern der Umgebung die beim Lesen der Beschreibungen im Kopf entstehen. Diese Geschichte findet eben im Gegensatz zu vielen anderen Fantasy-Epen in der heißen Wüste anstatt grünen Wäldern statt und bleibt auch dort.

Neben Drachen wird man auch mit allerlei unbekannten magischen Wesen konfrontiert, die manchmal etwas besser beschrieben werden hätten können, wie zb. das Aussehen der Nori. Hier wird leider nur die Figur „Sarakka“ beschrieben, später, als klar wird das er dem Volk der Nori angehört, nicht mehr darauf eingegangen. Das hätte man sich gerne etwas detaillierter wiederholen lassen können um die Andersartigkeit besser zu verdeutlichen. Ebenso bei dem Volk der „Sammler“. Sie sind klein, sie sind nicht menschlich, aber wie sie denn nun aussehen kam leider nicht wirklich deutlich heraus, – genau wie bei „dem Ifriten“.

Beim „fliegenden Teppich“ scheiden sich für mich dann die Geister. Einerseits passt er für meinen Geschmack ganz gut zum 1001 Nacht-Flair des Buches aber weniger ins eigentliche Fantasygenre, wo man bärtige Zauberer und tote Teppiche gewohnt ist. Leider war dieser Teppich m.o.w. wichtig für die Story und darum nicht ignorierbar.

Die Geschichte selbst braucht eine Weile um richtig interessant zu werden – bis man irgendwann merkt das man schon mitten drin und am Mitfiebern ist. Auf dem Weg dort hin nimmt die Story ein paar unerwartete Wendungen, was ich sehr gut finde, weil es etwas Abwechslung mit sich bringt. Es gibt immerhin nichts Schlimmeres als wenn man nach ein paar Seiten schon seine End-Theorie hat, die sich dann auch noch bestätigt.

Auf jeden Fall klingt das Ende des Buches nach einem nächsten Band und ein Wiedersehen mit Anûr und seinen Freunden!

Fazit:
Das Buch hat mir wirklich sehr gut gefallen und ich würde/werde mir auch auch eventuell darauff folgende Bände besorgen. Ich gebe dem Roman von Akram El-Bahay 8 vom 10 Sternen! Lediglich einen Stern habe ich abgezogen weil im Buch einige Schreib- und Satzzeichenfehler (eher mehr Satzzeichenfehler) zu finden sind, die mich immer mal etwas gebremst haben und einen Stern für die oben erwähnten Beschreibungen die etwas genauer hätten sein können;)

8-sterne

Van Lure.

Flammenwüste auf Amazon.de

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BuchTipp: Mit Blut signiert von Matt Beynon Rees

bücherecke

*caravaggio-roman*

C.H.Beck

Mit Blut signiert

von Matt Beynon Rees

Und wieder habe ich  bei Blog dein Buch ein interessantes Buch gefunden, das mir die Abende versüßt hat. Diesmal habe ich mir “Mit Blut signiert” von Matt Beynon Rees herausgepickt, für das sich sonst nur wenig Blogger interessiert haben, was mich eigentlich gewundert hat. Wahrscheinlich weil ein Roman über den Künstler Michelangelo Merisi (Caravaggio) nach schwieriger Kost klingt und es kein (gekennzeichneter) historischer Roman ist (auch wenn Fakten übernommen wurden). Lange Rede – kurzer Sinn, die Rezension:

mit blut signiertZum Autor:
Matt B. Rees wurde 1967 in South Wales geboren. Er studierte Englische Literatur an der University of Oxford und Journalismus an der University of Maryland bevor er nach New York zog. 1996 verschlug es ihn weiter nach Jerusalem, wo er anfangs für Nachrichtenmagazine schrieb. AB 2000 leitete er 6 Jahre lang das Jerusalemer Büro des Time-Magazins, für das er auch heute noch tätig ist.

2008 erschien sein erster Roman „Der Verräter von Bethlehem“. Er wurde mit dem New Blood Dagger Award ausgezeichnet worauf 3 weitere Teile folgten.

Zur Story:
Italien, 1605: Michelangelo Merisi, genannt Caravaggio, ist auf dem Weg, zum berühmtesten Maler Roms zu werden, und ihm wird Zugang zum innersten Kreis der Borghese gewährt, einer der mächtigsten Familien der ewigen Stadt. Aber seine Liebe zu den einfachen Menschen, gerade auch zu den Frauen aus der Unterschicht, die er als Modelle in seinen Bildern verewigt, trägt ihm immer wieder Konflikte ein. Er gibt nicht nach, wird in einen Straßenhändel verwickelt und tötet einen Adligen. Caravaggio muss Rom verlassen, aber seine künstlerische Auffassungsgabe und Unabhängigkeit bleiben für die Mächtigen aus Klerus und Adel eine Provokation. Was ist das Geheimnis dieses kurzen, genialischen Lebens und wer trägt die Schuld an Gewalt und frühem Tod?

Zum Buch:
Ich habe mich letztendlich dann ein wenig überwinden müssen mit dem Lesen zu beginnen, weil sich so wenige beworben hatten und ich nicht wusste was mich Rom, 1605 erwartet. Aber nachdem ich begonnen hatte, war das Buch mit seinen 327 Seiten nach 3 Tagen auch schon ausgelesen. Der Schreibstil ist angenehm flüssig und die Geschichte spannend erzählt. Mit den italienischen Namen findet man sich teilweise etwas schwer zurecht, aber dafür gibt es am Anfang des Buches bequemer Weise gleich ein Verzeichnis der Hauptfiguren. Der Roman ist auf jeden Fall nicht nur für Kunstkenner interessant, sondern auch für Laien die nichts mit Kunst am Hut haben lesbar fesselnd. Michelangelo  Merisi wird als leicht reizbarer und etwas Störrischer Geselle dargestellt, der es bei allem Wohlgefallen der Auftraggeber immer wieder schafft sich mit seinem Mundwerk oder der Wahl seiner Modelle (welche meinst einfache Leute und Prostituierte waren) Ärger einzuhandeln. Das macht ihn dem Leser irgendwie schnell sympathisch;)

Ich möchte außerdem empfehlen am Ende auch die Anmerkungen des Autors zu lesen. Es beeindruckt doch sehr, wie intensiv Rees bei seinen Recherchen Merisis Spuren verfolgt hat und Fakten und Fiktion ineinanderfließen ließ. Laut dem Autor handelt es sich sogar bei den gesamten Figuren im Buch um reale Personen, von denen mindestens die Todesursache auch historisch nachgewiesen werden kann, während der Tod Caravaggios gezwungener Maßen rein fiktiv ist, da es über sein Ableben nur Theorien gibt. Trotzdem hat Rees ein traurig-schönes passendes Ende gefunden, seine Antwort auf die Frage nach Michelangelo Merisis Tod.

Fazit:
Ein sehr lesenswerter und vielleicht etwas unterschätzter Roman mit der Richtigen Mischung aus Kampf, Kunst  und Leidenschaft;)

9 sterne

Van Lure.

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BuchTipp: Fortunas Schatten von Anja Marschall

Hallo Leute! Ich habe mich vor einer Weile wieder mal bei Blog Blog dein Buch auf ein – was sonst – Buch beworben und dieses zu meiner Lesefreude auch prompt bekommen. Also hier nun meine Rezension zu Anja Marschalls „Fortunas Schatten“.

bücherecke

*historischer Roman*

DRYAS Verlag

Fortunas Schatten

von Anja Marschall

fortunas-schatten-marschallZur Autorin:
Anja Marschall ist gebürtige Hamburgerin und lebt in Schleswig-Holstein. Sie ist studierte Diplom-Volkswirtin und organisierte bereits Lesungen, Schreib- und Kreativworkshops. Weiter arbeitet sie als freie Journalistin für Zeitungen und Magazine und schreibt u.a. Kurzgeschichten. 2009 gründete sie den Deich-Verlag auf dem sie 2011 ihre Kurzgeschichtensammlung „Nord Mord West“ veröffentlichte.

Letztes Jahr erschien ihr erster historischer Roman, den wir nun hier in Händen halten: Fortunas Schatten.

Zur Story:
Glückstadt an der Elbe, 1894
Kapitän Hauke Sötje hat als einziger den Untergang seines Schiffes überlebt und sinniert trotz eines Freispruches vor Gericht darüber seinem Leben ein Ende zu setzen. Davor reist er nach Glückstadt um sich vom Grab seiner Frau zu verabschieden. In der Stadt wird er vom Graf von Lahn abgefangen um für ihn einen Auftrag zu erfüllen. Schließlich wird Hauke in eine Intrige verwickelt die weite Kreise zieht und die ganze Stadt bedroht. An seiner Seite Sophie, die Tochter eines Geschäftsmannes der des Betruges beschuldigt wird. Leider kann dieser nicht mehr dazu befragt werden, weil er sich das Leben nimmt und ein Teil der Dokumente aus seinem Arbeitszimmer fehlen…

Zum Buch:
Bei Fortunas Schatten handelt es sich um einen historischen Roman, weswegen ich mich auch für das Buch beworben habe. Anfangs wirkt die Geschichte fast als ob es sich um einen 2. Teil einer Bücherreihe handeln könnte. Das liegt zum einen daran das die Vorgeschichte des Kapitän Sötje, die der Leser kennen muß, sehr schnell erzählt ist und zum anderen daß das Buch mit seinen 285 Seiten, im Taschenbuchformat einfach danach aussieht als würde da noch mehr kommen.

In der Geschichte kommen auch viele Fachbegriffe die Seefahrt betreffend vor. Anfangs fand ich es blöd das man als Laie nur Bahnhof versteht, bis ich darauf gekommen bin das sich am Ende des Buches ein Glossar findet, das Licht in die Sache bringt. Trotzdem hätte es mir besser gefallen wenn man die Fremdwörter einfach mit einem * markiert am jeweiligen Ende der Seite erklärt hätte. Das spart das lästige Herumblättern. Aber wenn man sich erst mal etwas reingelesen hat kommt man ganz gut zurecht;)

Zu Beginn neuer Kapitel sind meist original Zeitungstexte (bis auf die mit * markierten, wie man auf den letzten Buchseiten erfährt) aus der damaligen Zeit eingefügt, was ich nur verwirrend finde, weil sie nicht in Zusammenhang mit der Geschichte stehen und auch auf die Handlung keinen Einfluß haben. Der Leser erfährt nichts Wichtiges dadurch und ich finde das hätte man auch getrost weglassen können. Die Daseinsberechtigung ergibt sich einzig durch die Tatsache daß es sich dabei großteils um echte Artikel und einen historischen Roman handelt. Dazu muß man das allerdings erst mal wissen und wer bitte beginnt am Buchende zuerst zu lesen?

Und jetzt kommt das ABER:

das tut der Story keinen Abbruch. Mir gefiel der Schreibstil und auch die Charaktäre fand ich sehr sympatisch. Alles wird sehr genau und detailgetreu beschrieben um die damalige Zeit wiederzugeben. Es ist eine sehr spannende Story und auch wenn das Buch nicht besonders dick ist lesenswert. Jetzt finde ich es schon irgendwie schade das es keine Buch-Reihe ist;) (dürfte wohl auch etwas schwer sein bei einem historischen Roman)

Fazit:
Man braucht ein paar Seiten um in den Jargon und die Zeit von 1894 reinzufinden und das richtige Bild im Kopf aufzubauen. Doch die Figuren wecken schnell Neugier auf die Geschichte und man beginnt recht bald mitzufiebern!

Dafür gebe ich 9 von 10 Sternen9 sterne

Van Lure.

Fortunas Schatten auf Reisebuchladen
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BuchTipp: Dunkler Schnee von Barbara Klein

Vom Roman zum Krimi. Es ist mal wieder an der Zeit ein Buch für Blog dein Buch zu rezensieren. „Dunkler Schnee“ ist vor gut einem Monat am 15. August erschienen und hat mich durch seine Beschreibung auf der Seite neugierig gemacht. Wo die Liebe hinfällt … wächst kein Gras mehr …

bücherecke

*krimi*

Edition Oberkassel

Dunkler Schnee

von Barbara Klein

Zur Autorin:
Die in Köln geborene Autorin Barbara Klein veröffentlichte bis 2008 unter dem Namen Barbara Penski. Innerhalb des letzten Jahrezehnts erschienen von ihr bereits zahlreiche Werke in den Kategorien Anthologie, Prosa, Kinderromane, Erfahrungsberichte, Sach- und Reiseliterarur. Mit „Dunkler Schnee“ bringt sie nach „Nebelgrab“ (2011) nun ihren 2 Krimiroman heraus.

Zur Story:
Die gebürtige Kölnerin und Physiotherapeutin, Marisa Demmer, ist beinahe 30 Jahre alt und überglücklich als sie von ihrem Freund und Kollegen, Laurens, nach einem Jahr einen Heiratsantrag bekommt, während sie gemeinsam in Canada Urlaub machen. Doch ihre Freude bekommt einen kleinen Dämpfer, als ihre Eltern von ihr verlangen hierzu einen Ehevertrag zu unterzeichnen, um sich gegen einen Betrug abzusichern. Auch ihr Verlobter ist darüber alles andere als glücklich. Anstatt die Hochzeitsvorbereitungen voranzutreiben und endlich einen Termin festzulegen, zögert er die Planung immer weiter hinaus bis Marisa bei ihrer Arbeit Volker begegnet. Dieser lässt nicht locker bis sie sich schließlich auf eine Affäire einlässt. Bald darauf bekommt Frau Demmer ein anonymes Erpresserschreiben, sie an ihren zukünftigen Ehemann zu verraten, wenn sie nicht zahlen würde. In ihrer Verzweiflung besucht sie ihre beste Freundin, Yvonne, in Achen um sich ihr anzuvertrauen, doch der Unbekannte folgt ihr und versetzt sie immer weiter in Angst und Schrecken. Als sie keinen anderen Ausweg mehr sieht, weiht sie auch ihre Eltern ein in ihre Probleme. Gemeinsam versuchen sie eine Lösung zu finden…

Zum Buch:
In Canada beginnend, wechselt die Geschichte immer zwischen den bereits vergangenen Ereignissen in Deutschland und der Gegenwart im Ferienhaus von damals, in das die Hauptfigur am Ende zurückgekehrt ist. Oder am Anfang?;) Zugegeben fand ich diesen Wechsel der Perspektiven eher lästig. Die in der Gegenwart beschriebenen Vorfälle plätschern zwar nicht unbedingt ereignislos vor sich hin, doch fand ich den Beginn dieses Abschnitts der Story weniger spannend. Ich bevorzuge eher Bücher mit einer Erzählung von Anfang bis Ende, ohne zeitliche Sprünge.

Nochdazu störten mich im Buch ein paar Details, die nicht ganz ausgearbeitet wirkten, bzw. glaubte ich auch ein paar kleine Fehler in der Geschichte zu finden. (Zum Beispiel: Im Jahrbuch ist der echte Name von Marisas Verlobten unkenntlich gemacht, doch man stellt fest das Volker seinen realen Namen angegeben hat. Wieso brauchte man den Glücksgriff mit dem Namen der Lehrerin um den Namen der Schule herauszufinden, wenn Marisas‘ Vater, einem Anwalt, doch Zugang zu Polizeidaten, also auch Akten, hatte? – Oder: Wie konnte der vom Erpresser zugeschickte Zeitungsartikel von einem prügelnden Verlobten handeln, wenn sich später herausstellte „Marco“ habe die Schwerster von Volker und deren Freund so zugerichtet?)

Aber diese Kleinigkeiten sind im Gesamtwerk nebensächlich und ich will nicht lange darauf herumreiten;)

Fazit:
Obwohl ich wegen der wechselnden Perspektiven so meine Differenzen mit dem Buch hatte, entpuppte es sich unerwartet als äußerst fesselnd. Teilweise habe ich sogar bemerkt wie meine Hände beim Lesen von spannenden Stellen zu zittern begannen. Ich habe gerade mal einen einzigen Tag gebraucht bis ich es ausgelesen hatte. Weglegen ging einfach nicht, daher gibt’s *****(4/5) Sterne in meiner Van Lure Wertung. Dieses Buch ist für Krimiliebhaber, die sich nicht an Rückblenden stören sehr zu empfehlen!

Van Lure.

Dunkler Schnee auf Librando.de
Dunkler Schnee auf Amazon.de

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BuchTipp: Das Lied von Eis und Feuer 09: Der Sohn des Greifen von George R. R. Martin

Der Kampf um den Eisernen Thron geht weiter! Band Nummer 9 des umfangreichen Fantasy-Epos, an dem besonders eingefleischte Fans und Leseratten ihre Freude haben werden, wurde mir von  Blog dein Buch zur Verfügung gestellt. Auf 832 Seiten findet sich die Fortsetzung von Jon Schnee, Deanerys, Tyrion, König Stannis, Bran Stark und und und…

bücherecke

*fantasy*

Penhaligon Verlag

Das Lied von Eis und Feuer 09: Der Sohn des Greifen

von George R. R. Martin

Zum Autor:
George R. R. Martin ist ein US amerikanischer Sience Fiction-, Horror- und Fantasyautor, der 1948 in New Jersey geboren wurde und heute in Mexico lebt. Neben seinen schriftstellerischen Tätigkeiten war er auch Drehbuchautor der Fernsehserie Twlight Zone und übernahm, neben anderen Projekten, ab 1988 die Produktion der erfolgreichen Dramaserie „The Beauty and the Beast“, die wenig mit der Disneyversion der Geschichte gemeinsam hat.

1996 brachte er den ersten Band seines großangelegten Fantasy-Epos ‚A Song of Ice and Fire‘ heraus, der insgesamt 7 Teile umfassen sollte und bis heute nicht abgeschlossen ist. Aufgrund ihres Umfangs wurden die einzelnen Bände jedoch (nicht nur) im deutschsprachigen Raum auf je 2 Bücher aufgeteilt. So veröffentlichte er 2011 seinen 5. Band unter dem Titel „A Dance with Dragons“, dessen erster Teil im Deutschen, 2012, als „Band 09: Der Sohn des Greifen“ bekannt ist, um den es heute geht.

Zur Story/Klappentext:
Das Spiel der Trone geht weiter:

Die Sieben Königreiche zerfallen weiter im Machtkampf der großen Adelshäuser, die einander eifersüchtig belauern in ihrer Gier nach dem Eisernen Thron. Einigkeit finden sie nur in ihrem Misstrauen gegen Daenerys Targaryen, der rechtmäßigen Erbin der Krone. Gemeinsam mit ihren drei Drachen und einer stetig wachsenden Armee greift sie vom Osten aus nach der Herrschaft über Westeros. Die größte Gefahr droht derweil jedoch aus dem Norden, wo schreckliche Geschöpfe sich erheben, um die Menschen des Südens zu überrennen. Allein Kommandant Jon Schnee und seine wenigen tapferen Männer von der Nachtwache stemmen sich verzweifelt gegen diese finstere Übermacht…

Zum Buch:
Daenerys Targaryen, neue Herrscherin vom Meereen, hat sich den Zorn der Hyäne zugezogen indem sie dem Sklavenhandel in der Stadt ein Ende gesetzt hat. Nun hat sie alle Hände voll damit zu tun ihr Volk von den Übergriffen der Handlanger der Hyäne zu schützen. Eine Rückkehr nach Westeros ist vorerst nicht möglich, da die Stadt in ihrer Abwesenheit schnell in alte Muster zurückfallen würde. Noch dazu sind ihre Drachen mittlerweile zu groß um sie im Freien zu halten und müssen weggesperrt werden. Leider konnten  nur zwei von ihnen einfangen werden, der dritte ist am Horizont verschwunden und die ‚Mutter der Drachen‘ beginnt sich die Frage zu stellen welches Unheil sie damit auf die Menschheit losgelassen haben könnte…

Tyrion, fest entschlossen sich Deanerys anzuschließen, wird in einem Fass nach Pentos geschmuggelt um den Klauen seiner Schwester zu entgehen. Über einen Freund von Varys gelangt er zu einer kleinen Gruppe, bestehend aus dem Ritter Greif und dessen Sohn, einer Septa und anderen Gesellen, von denen jedoch keiner das zu sein scheint was er vorgibt zu sein…

Der querschnittsgelähmte Bran Stark zieht mit seinen Freunden, geführt vom unheimlichen „Grenzer“ durch endlose Schneelandschaften. Immer umgeben von der Angst zu verhungern, zu erfrieren oder entdeckt zu werden. Als sie von Untoten attackiert werden, treffen sie auf eines der ‚letzten Kinder des Waldes‘, das sie schließlich zur dreiäugigen Krähe führt. Diese zerstört Brans Hoffnungen je wieder gehen zu können, verspricht ihm jedoch Hilfe dabei seine anderen Fähigkeiten zu erforschen…

Natürlich hat auch Jon Schnee, mittlerweile Kommandant der Krähen, ebenfalls seine ganz eigenen Sorgen. Um die Mauer ausreichend zu besetzen und gegen die Untoten zu verteidigen fehlt es an ausreichend Männern. Darum überzeugt er König Stannis ihm die Wildlinge zu überlassen, die sich ihm zumindest teilweise anschließen…

Fazit:
Die Geschichten und Schicksale der einzelnen Charaktäre sind wie immer sehr verschlungen und manchmal schwer im Überblick zu behalten. Manche Einzelgeschichten, wie zb. die von Tyrion Lannister und der Gruppe um den Ritter Greif und seinen Sohn, Deanerys Targaryen und ‚Stinker‘ als Gefangener von Ramsay Bolton (in meiner Rezension nicht erwähnt) gehören für mich zu den spannenderen Abschnitten des Buches, während sich andere dahinziehen wie Gummi.

Der Prolog zieht sich ebenfalls etwas zu langatmig dahin – was sich jedoch später noch erklärt – und stellenweise bekam ich einfach das Gefühl das sich die Geschichte im Kampf um den Eisernen Thron ein wenig im Kreis dreht. Vielleicht hat sich Martin in diesem Band auch ein wenig durch überflüssige Beschreibungen und teils sinnlos wirkende und endlose Dialoge verrant. Daher gibt es trotz aller Spannung und Aufregung *****(3/5) Sternen in meiner Van Lure Wertung. Trotzdem weckt „der Sohn des Greifen“ bereits Lust auf Band nummer 10;)

Van Lure.

Der Sohn des Greifen  auf Amazon.de

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BuchTipp: Mörderisches Wiedersehen von Olivia Meltz

Hallo erstmal, es ist wiedermal so weit und eine neue Buchrezension steht an. Das hier ist zwar nicht der erste BuchTipp auf meinem Blog, aber trotzdem sehrwohl eine Premiere. Denn diese Rezension wurde für Blog dein Buch geschrieben. Für bloggende Leseratten und solche die’s noch werden wollen lohnt sich ein Blick auf die Seite auf jeden Fall;)

bücherecke

*krimi*

hansanord Verlag

Mörderisches Wiedersehen

von Olivia Meltz

Zum Autor/ bzw. Autoren:
Hinter dem Synonym ‚Olivia Meltz‘ steht ein international erfolgreiches Autorenteam, das bereits Werke in den verschiedensten Sparten veröffentlicht hat. Nach ihrem Krimidebüt „Die verkaufte Schwester“ findet die Geschichte von Louis und Leah in „Mörderisches Wiedersehen“ nun ihre Fortsetzung.

Zur Story:
Die ehemaligen Polizisten Louis Schneider und Leah DeMarco führen in Heidelberg recht erfolgreich ihre gemeinsame Dedektei. Beide sind es jedoch leid den untreuen Ehepartnern ihrer Klienten nachzujagen. Ihr Arbeitsalltag wird aber schnell wieder spannend als Karin Rütter, die wenig Vertrauen in die Polizei besitzt, sie mit einem neuen Fall betraut. Ihr Mann Maik ist seit Kurzem spurlos verschwunden und es besteht der Verdacht auf Entführung. Zuerst deutet alles auf den Racheakt eines unzufriedenen Kunden hin, doch als einer seiner ehemaligen Schulfreunde Selbstmord begeht und ein weiterer ermordet aufgefunden wird, wird schnell klar, das diese Ereignisse einen Zusammenhang haben müssen…

Zum Buch:
Auch wenn ich den ersten Teil der Louis & Leah-Reihe nicht gelesen habe, hatte ich dennoch keine Schwierigkeiten dabei mit dem zweiten Teil zu beginnen da die Story in sich geschlossen ist. Dabei finde ich gut, dass der Hauptteil nicht auf vorangegangenen Geschehnissen aufbaut weil so neuen Lesern der Einstieg leichter gemacht wird. Ein paar Ereignisse aus dem vorigen Band finden zwar Erwähnung, erklären sich aber bereits aus dem Kontext und machen wiederum neugierig auf das Vorgängerbuch.

Was mir besonders gut gefällt, ist die Unterteilung in mehrere kurze Kapitel. Das sorgt für einen guten Lesefluss und man kann sich als Leser zeitlich innerhalb der Geschichte orientieren. So hat man dann mehr Gefühl für den Zeitraum indem sich alles abspielt. Die Charaktere kommen sehr real rüber und wecken mit ihrem Wortwitz schnell Sympathien. Anfangs wirkt die Handlung noch recht einfach, weil man sofort beginnt sich seine eigenen Theorien auszudenken, wird aber immer komplexer und spannender. Gegen Schluß, wenn man bereits glaubt die Lösung zu kennen, nimmt alles noch mal eine unerwartete Wendung.

Fazit:
Das Buch war spannend und hat mich, einmal angefangen, nicht mehr losgelassen bis ich es durch hatte. Auf jeden Fall macht es Lust auf einen dritten Teil;)  Ich fand es sehr angenehm für zwischendurch (zwischen 2 Wälzern) zu lesen, da es nur etwa 280 Seiten umfaßt und langwierige, überflüssige Szenen ausbleiben. Ich gebe dem Krimi daher *****(4/5) Sternen in meiner Van Lure Wertung und kann das Werk allen Lesern weiter empfehlen, die gerne einen guten Krimi mit Aussicht auf weitere Bände lesen möchten;)

Van Lure.

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