Archiv der Kategorie: Office Girl

Tage wie dieser…

Der Kopierer staut und braucht gleich 2 Neustarts, Outlook verabschiedet sich um die 20 mal, natürlich mit Vorliebe immer genau dann, wenn ein Anrufer dran ist und ich Einsicht in die Kalender und Termine der Kollegen benötige. Der Pc stürzt gleich 3 mal ab und braucht dann noch einen Reset zusätzlich. Anna stolpert über den kleinen Hocker in meinem Büro und vergisst das Mittagessen auf meinen Tisch. Meine Maus spinnt und wertet jeden Klick- und Drag&Drop-Versuch als Doppelklick – was auf die Dauer ziemlich lästig ist, wenn man Dateien nur verschieben möchte anstatt sie zu öffnen. Ein Batterientausch macht die ganze Sache natürlich auch nicht besser. Die Serveranmeldung funktioniert nicht automatisch und der Rollendrucker scheint sich ebenfalls zu denken „hey, da mach ich auch mit!“ und bleibt auf Abbruch hängen. Tage wie dieser sollten sich am Besten schon 2 Wochen im Voraus anmelden damit Meinereiner sich rechtzeitig Urlaub nehmen kann. Hellseher müsste man sein!

Euer armes Office Girl

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Szenen zum Kopfschütteln #2

Sagt Kollege A zu Kollege B:

„Ich möchte wirklich wissen welcher [beliebige Beschimpfung hier einfügen] diese Liste so…“

Kollege B kuckt schon.

A: „…warst das du?“

B: „Ja.“

A: „Ups.“

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Das Telefon klingelt.

Anrufer: „Sex! Grüß Gott!“

und ich frage mich war das der Name oder eine Aufforderung? – Es war natürlich der Name;)

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Anna und eine weitere Sekretärin warten schon gespannt auf Kollege Jan, der ihnen ein paar Schreiben auszuhändigen hatte.
Es wird 8.
Es wird 9…
Gegen halb 10 Uhr kommt dann der Anruf.
Ein Kollege hebt ab: „Was? Dir gehts nicht gut? Hahahaha! Hangover? Hahaha! Urlaub? Ja, ist wohl besser so. Warte, ich geb dir den Sepp der sieht heut ungefähr so aus wie du klingst hahaha… hey Sepp, hör dir das an!“

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Kollege Jans Privatschublade ist eine Kombination aus Rümpelkammer, Vorratsschrank und Badezimmer.
Handcreme? – Fragen Sie Herrn Jan.
Streichhölzer? – Fragen Sie Herrn Jan.
Kajal? – Fragen Sie Herrn Jan.
Obst?– Fragen Sie Herrn Jan.
Klopapier? – Fragen Sie… ach ihr wisst schon.

Neulich habe ich ein weiteres Utensil entdeckt. Nachdem er die Nacht (mal wieder) durchgemacht hatte, zog er eine Zahnbürste aus einem Winkel seiner Rümpel-Vorrats-Bade-Lade und verzog sich in die 4m² Küche um die allmorgendliche Mundhygiene nachzuholen…

So gehts bei uns zu, aber anders wärs ja auch langweilig;)

Euer geplagtes Office Girl.

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Szenen zum Kopfschütteln

Das Telefon klingelt.

Van Lure: „Büro Bündig & Flink, Van Lure am Telefon.“

Anrufer (mit Akzent): „Guden Dag! Spresche ich mid Herrn Bündig?“

(Was zum Teufel?)

Van Lure: „Nein, Sie sprechen mit Frau Van Lure.“ (Ich war schon Frau Bündig und Frau Flink, aber Herr Bündig? So tief ist meine Stimme auch wieder nicht.)

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Ein Kollege druckt ein Dokument aus.

Kollege (als er zum Kopiergerät kommt): „Ich will es aber 2mal. Kann man das kopieren?“

Van Lure: „Sicher, einfach oben einlegen und ‚Start‘ drücken.“ (Als ob wir das nicht jede Woche wieder hätten)

Kollege: „Mit der Schrift nach oben?“

Van Lure: „Ja.“ (Schon schwer sich die Bilder am Einzug anzusehen)

Zum Glück beobachte ich ihn aus den Augenwinkeln als er schließlich versucht das Dokument da reinzustopfen wo eigentlich die gescannten Blätter wieder raus kommen. Also gut, ich mache es noch ein (hundertstes) Mal vor. Ob die Bemühungen irgendwann fruchten? *Facepalm*

schönes Wochenende!

Euer Office Girl.

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Kacke! Das Handy liegt in der Scheiße!

[Bürokratie („Herrschaft der Verwaltung“) ist die Wahrnehmung von Verwaltungstätigkeiten im Rahmen festgelegter Kompetenzen innerhalb einer festen Hierarchie. Eine Übersteigerung der Bürokratie wird als „Bürokratismus“ bezeichnet: eine bürokratisch überzogene Handlungsorientierung, welche die Vorschrift über den Menschen stellt und ihn weitgehend als Objekt behandelt…] Wikipedia [firma, lat. dauerhaft, fest, feststehend]

Au Backe, au Backe und Kacke obendrauf! Da stapft Kollege Ralph sichtlich angepisst und fluchend aus der Toilette: „Scheiße! Jetzt ist mir das Handy ins Klo gefallen! So ne SCHEIßE!“

Nicht so schlimm, heutzutage halten Handys doch ein bisschen Wasser (bzw. Pisse) aus, oder? Tja, leider hat der Kollege ein etwas gröberes Geschäft verrichtet und als er die Hose wieder rauf zieht, rutscht das Teil aus der Arschtasche raus – und wie das auch so mit Butterbroten ist, landet das gute Stück natürlich mit der Oberseite (sprich: Tastatur und Display) nach unten in der Soße!
Da grölt natürlich das ganze Stockwerk und Kollege Jan hat nichts besseres zu tun als sofort sein Handy zu zücken um das Malleur per Handycam zu dokumentieren. Schließlich sollen ja alle was davon haben. So bin ich dann auch noch in den Genuss dieses schokoladigen Anblicks gekommen. Mir ist der Appetit auf Nutella die nächsten Wochen vergangen…

Aber was macht man in so einer Situation mit einer vollgeschmierten Tastatur? Schließlich kann man sie – sofern nicht ausbaubar wie bei den fast schon antiken Nokia3410 -Teilen – nicht einfach in Wasser einweichen und abschrubben!  – Antwort: Man wischt und wischt und wischt ewig lang mit angefeuchtetem Klopapier daran herum bis zumindest die Farbe wieder stimmt. Aber ob ich das Teil je wieder guten Gewissens an mein Ohr halten könnte?

Ralph marschiert jedenfalls eine halbe Stunde später schon wieder fröhlich telefonierend durch die Räumlichkeiten als ob nix gewesen wäre. Da kann man nur den Kopf schütteln. Wäre mir so etwas passiert… ich weis nicht was ich getan hätte. Vielleicht das Ding unauffällig in Papier gewickelt, luftdicht eingetütet, mir zu Hause mit der Zange die Sim-Card geholt und das Ding entsorgt… (oder auch mit Handschuhen gereinigt und zur Handybörse gebracht) anstatt das Missgeschick gleich breit zutreten. Männer!

Aber immerhin habe ich die wertvolle Lektion aus SEINEM Fehler gezogen, mein Handy niemals nimmer nicht auch nur in die Nähe einer Toilette mitzunehmen wenn ich es nicht 100% absturzgesichert habe. Amen.

Euer Office Girl;)

Van Lure.

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Eine kurze, aufschlussreiche Konversation mit dem Chef

[Bürokratie („Herrschaft der Verwaltung“) ist die Wahrnehmung von Verwaltungstätigkeiten im Rahmen festgelegter Kompetenzen innerhalb einer festen Hierarchie. Eine Übersteigerung der Bürokratie wird als „Bürokratismus“ bezeichnet: eine bürokratisch überzogene Handlungsorientierung, welche die Vorschrift über den Menschen stellt und ihn weitgehend als Objekt behandelt…] Wikipedia [firma, lat. dauerhaft, fest, feststehend]

Endlich! Nach etwa 2 Monaten bekomme ich per Mail das fehlende Skript zum Abschluss eines bestimmten Projektes, das sich seit dem auf meinem Tisch gestapelt hat. Inklusive 2 Austauschplänen, von denen keiner bisher wusste das die alten fehlerhaft waren. Freudig wie eh und je wusele ich also mit den Ausdrucken in der Hand zum T-Rex:

„Mein Imperator! Ich habe freudige Kunde von Kollege (X) erhalten! Das fehlende Skript ist endlich fertig!“

Der T-Rex föllig perplex: „Nein!“

„Ja!“

„Nein!“

„Ja!“

„Nein!“

„Nein?“

„Ja, doch! JA!“

„…und hier sind 2 Austauschpläne zur Durchsicht weil was nicht gepasst hat…“

„NEIIIIN!“

Ich hätte Tränen lachen können!  Es sind oft die kleinen Dinge im Büro die einen zwischendurch aufheitern;)

Euer Office Girl,

Van Lure.

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1. kommt es anders und 2. als man denkt… Kategorie „dumm gelaufen“

Bereits als ich das Treppenhaus im Erdgesschoss betrete laufe ich dem Hausmeister über den Weg, der mir mit bedeutungsvollem Blick mitteilt das mein Chef schon im Haus ist. Hui, dachte ich bei mir, zurück aus dem Urlaub und schon wieder voll in der Materie vergraben. Das sieht ihm ähnlich.

Ich betrete das Büro fröhlich summend und gut gelaunt wie selten. Donnerstag, Donnerstag! Am Balkon meine ich zu Kollege Max, dass ich heute so gut gelaunt bin, dass sie mich bald erschießen werden wollen. Was für eine Ironie, gerade mal 30Minuten später will ich  mich selbst erschießen…

Aber zurück zum Anfang. Es ist Viertel vor 8 und das Telefon klingelt. Weil ich schon am Klingeln höre, dass es sich um ein internes Gespräch handelt,tippe ich mal auf Kollege Steve, einer der wenigen, die es wagen mich vor offiziellem Arbeitsbeginn schon zu belästigen.

Beim Abheben kippe ich schon mal mit der Telefonschnur mein Red Bull über die bereits feinsäuberlich zurechtgelegte Liste, über die ich mich ab 8 Uhr hermachen wollte. Shit. Am Tele erklärt mir Steve, es geht um Leben und Chef… äh Tod. Er hat gerade 2 Pläne für den Senior Rex an den Drucker geschickt und in 3 Minuten würde dieser die Pläne brauchen um sie auf einen Termin mitzunehmen. Okay, ein Notfall also. Das bedeutet Vollgas, statt zuerst meine Mails zu checken. Sind ja nur 2 Pläne. Alles easy…

Ich falte den ersten Plan, ich schneide gerade den zweiten als der Chef auch schon auftaucht. Durch seinen freundlichen Gesichtsausdruck ermutigt, lächle ich ihn an, wärend meine Hände wie automatisch das Papier durch die Luft wirbeln und meine noch ganz keck „Fersengeld am Morgen“. (bezüglich dessen ob das nun den Kummer und die Sorgen bringt oder vertreibt, habe ich mich nicht festgelegt, es sollte ersteres werden) Auch er ist guter Dinge und nickt mir zu.

Der 2. Plan ist fertig und es kommen schon die nächsten Pläne aus dem Plotter, sieht ja nach einem arbeitsreichem Tag aus! Als ich ihm die bestellten Stücke in die Hand drücke, frage ich mit einem Blick auf den Plotter noch zur Sicherheit nach ob er wirklich nur diese beiden benötigt, da ja noch was rauskommt. Er ist zufrieden mit dem was ich ihm gebe und bricht auf in einen Tag voller Termine. Ich habe die erste Hürde des Tages gemeistert und sage Chefsekretärin Anna bescheid, das die Luft rein ist.

Kollege Bammer ruft kurz danach an und fragt nach Plänen betreffend der Gemeinde Freistadt. Ich flitze zu den neu angekommenen Plänen. Nein, ist was ganz anderes, Freistadt nix da. Tut mir leid. Das kommt dem Kollegen zwar spanisch vor, weil der Jun.Chef sie ihm versprochen hatte, wird aber von mir kurzerhand ignoriert da ich jetzt auch nix deswegen machen kann. Es schlägt Punkt 8 und öffne erst mal den Outlook am Pc . 2 Mails vom Junior Rex trudeln herein. Aha! Der Betreff lautete „Pläne für Hr. Bammer“. Rätsel gelöst… oder doch nicht? Denn der Anhang fehlt und auch sonst liefern beide Mails keinen Hinweis wo besagte Pläne abgespeichert sein sollen weil komplett leer. Hmpf. Wie zum Henker soll ich Herrn Bammers Pläne plotten, wenn mir keiner ein File gibt? Und überhaupt! Mir am Vortag ne Mail schicken, wenn ich schon aus dem Büro bin, und die Pläne haben wollen, bevor ich wieder im Dienst bin… das klappt nicht so ganz. Naja, werd ich später fragen müssen wenn der Jun. Chef kommt. Indes kommt Herr Bammer einen Stock unter mir ins Schwitzen weil sein Termin bereits da ist und gern die Pläne hätte.

Da ich also in dem Fall gerade nicht helfen kann, richte ich zuerst die nächsten beiden Pläne her, die der Rollendrucker ausspuckt. Als ich den ersten gerade frisch geschnitten in die Höhe halte kommt Anna vorbei. Sie kneift die Augen zusammen und meint mit einen Blick auf den Plantitel „Ausführungsplan Wels… ist das nicht der, den der Chef braucht?“

Das Grinsen fällt mir runter, ich sehe sie wie vom Donner gerührt an „Nein.“

„Doch, doch, ich hab doch erst grad die Männer oben noch über Wels reden hören.“

„Neiiin.“ (In meinem Kopf zerbricht gerade eine Glasscheibe. *klirr*)

Danach durchlebe ich die 4 verschiedene Phasen des… Versagens: Leugnen, Frust, Angst und Panik. Ich rufe Kollege Steve an und schildere ihm die Katastrophe.

„Scheiße“ kommt es vom anderen Ende der Leitung.

„Fuck“ bestätige ich das Malleur.

Danach das vorhersehbare Geplänkel wie aus einer schlechten TV-Soap:

„Ruf ihn an.“

„Nein, ruf du ihn an.“

„Ich will nicht!“

„Ich auch nicht!“

„Ich hab Angst!“

„Ich auch!“

Ich ziehe die Arschkarte-.-

„Grüß Gott ‚mein Imperator‘, Van Lure hier. Ich habe den Verdacht Sie haben die falschen Pläne mitgenommen.“ (Nämlich die, von Kollege Bammer, der noch immer am Schwitzen ist weil er nicht weis, wo die Scheißteile gelandet sind.)

„Super“ vernehme ich es verwunderlicher weise relativ gelassen aus dem Hörer. Natürlich ist das alles andere als ’super‘ und man sollte sich nie durch vermeintliche Gelassenheit täuschen lassen. Allerdings ist er auch schon zu weit weg um umzudrehen. Waaaahhhh! Warum!!! Warum!!! Nagut, informiert ist er zumindest mal.

Jetzt gehts an die Schadensbegrenzung. Der Jun.Rex hat inzwischen das Bammer-Plan-Problem gelöst und die Pläne erneut abgeschickt. Die Mails die ich von Ihm erhalten hatte waren nur zur Info das eben jene Pläne für Hr. Bammer sind, die bereits bei  mir herumliegen hätten sollen als ich ins Büro gekommen bin.

Als ich mit den richtigen Exemplaren nach unten sprinte um wenigstens eine Sache wieder hinzubiegen finde ich neben Bammer und dem Termin-Herrn auch noch den Jun.Chef  vor, der natürlich auch wieder mal schon ALLES weis und mich schief angrinst. „Hast dem Chef die falschen Pläne mitgegeben?“ Es war keine Frage. Hmpf, die 2te.

Danach 2 Stockwerke nach oben geflitzt zu Steve um uns einen Schlachtplan zurecht zu legen. Im Endeffekt schaffen wir es besagte Pläne mit viel Brimborium in Einzelteilen gleich direkt an den Treffpunkt für den Termin des Imperators zu senden. Da kommt schon der nächste Tunichtgut daher. „Hast dem Chef die falschen Pläne mitgegeben“. (jaja, lach nur)

Es war ja wiedermal sooo klar das sich solche Sachen sofort herum sprechen. Insgesamt höre ich diesen Satz heute 5mal  und alle haben ihren Spaß daran. Mittlerweile kann auch ich schon wieder darüber lachen weil es im Grunde nur eine Verkettung wirklich, wirklich dämlicher Zufälle war und eigentlich keinen so richtig die Schuld trifft… außer vllt. den Imerator höchst persönlich, der sich die Teile nicht mehr angesehen hat, bevor er sie in seine Tasche gestopft hat, denn wenn man weis welchen Plan man braucht, sieht man schon von weitem das es die falschen waren.

Zum Abschluss des Dramas kippe ich die selbe Dose Red Bull nochmal über die selbe Liste auf meinem Tisch und kann mich endlich an die Arbeit machen, die ich mir für heute vorgenommen habe… klatsch nass und mit süß-klebrigem Aroma.

Aber ‚wir‘ wissen jetzt schon, morgen wirds noch genug Witze seitens des Sen. Rexes auf meine und Steve’s Kosten geben. Wenigstens ist bald Wochenende.

Euer geplagtes Office Girl

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Ein langweiliger Tag im Büro

Als ich heute Morgen aufgestanden bin war ich voller Überzeugung das heute Donnerstag ist. An und für sich ja nicht tragisch, weil ich ja so oder so in die Arbeit muss… Allerdings die Freude beim Aufwachen. Es ist Donnerstag, morgen ist Freitag! Die Ausgelassenheit, dass die Woche bald um ist! …und die niederschmetternde Erkenntnis dann später beim Zähneputzen. Warte mal, gestern.. war da nicht Dienstag? * Hmpf*

Ich und Kollege Jan sind heute die einzigen in unserem Stockwerk. Alle restlichen Leute sind krank, im Urlaub oder ausgeflogen, weswegen ich irgendwann beginne Jan mit einer schrägen Mischung aus Bob Marley, Ostkreutz, Fiddlers Green, Arkona und Richard Cheese zubeschallen, damit wenigstens irgendeine Geräuschkulisse zustande kommt, wärend ich auf meinem Arbeitsplatz dahinvegetiere. pffft.

Als ich ihn am Nachmittag gerade wiedermal anjammere, dass der Feierabend noch so weit entfernt ist, flitzt Sekretärin Anna, vom Nikotinentzug getrieben, durch unsere Arbeitsräume auf den Raucherbalkon. Ist schon gemein den ganzen Tag beim ketten-rauchenden  Senior Rex zu sitzen, wärend man selbst stundenlang auf seine Chance wartet irgendwann 5 Minuten zu entwischen. Da haben wir es in unserer Abteilung um Hausecken besser, denn hier ist das Rauerareal. Das heißt allerdings auch das verzweifelte Seelen wie Anna ‚ihr Leben‘ riskieren müssen um hier einen Abstecher zu machen;)

Wir nehmen ihr Hereinstürmen gleich als Aufforderung auf uns dazu zu gesellen, obwohl wir nicht unbedingt scharf auf die Kälte sind. Anna hat gelernt eine Zigarette in einer gefühlten halben Minute durchzureißen. Ich weis nicht wie sie das macht, ich würde kotzen. Sie düst meistens schon wieder zurück zu ihrem Herrn und Diktier-meister, während ich grade mal bei der Hälfte bin. Chefsekretärinnen sind eben oft nicht unbedingt besser dran als Hilfskräfte;)

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Peinlich, peinlich…

Kommt ein Kollege zu mir und fragt mich ob sein Plan letzte Woche noch gedruckt wurde.  Ich kann mich spontan nicht erinnern und bitte ihn das File nochmal an den Plotter zu senden.  Als er schon wieder gehen will, frage ich ihn noch etwas zum Dateiformat, weswegen wir den Plan kurz auf meinem Pc öffnen. Als ich das Bild sehe entfährt mir ein-.- „Oh!“ und springe auf Richtung Mülleimer. „Entschuldigung“ murmle ich im Eimer wühlend und ziehe ein zusammengefaltetes Stück vermeintlichen Müll von ganz unten heraus. Ich hatte genau jenen Plan 10 Minuten zuvor aussortiert und weggeworfen…-.-

Van Lure.

Männer!

Lange Rede kurzer Sinn: ich habe momentan als Übergangslösung für ein paar Tage überlange PTFE-Stecker in meinen beiden Labretpiercings, ohne Kugeln. Warum, ist grad egal. Jedenfalls hab ich damit keine Probleme und bin so auch ins Büro. Heute starrt mich Kollege Mai plötzlich ganz schockiert an und fragt was ich da denn habe. Ich erkläre ihm warum ich gerade keine kurzen Stecker tragen kann. Da fragt er mich allen ernstes, warum ich mir das hab machen lassen..

Was? Wie?

Ja, warum ich mir die Piercings hab machen lassen.

Ähh… die hatte ich schon?

Was? Wirklich? Seit wann?

seit 4 Jahren…

also… irgendwo stimmt das Klischee, das Männern nichts auffällt wirklich. Immerhin kennen wir uns seit 1,5 Jahren und sehn uns fast jeden Tag auf der Arbeit. Piercings im Gesicht bemerkt er nicht, aber meine bedruckten T-Shirts registriert er sehr wohl XD Aber er ist schwer in Ordnung… und ich schulde ihm immer noch besagten Kaffee.

Van Lure.

Kein Kaffee!

Ich stehe im 6.Stock bei Kollege Mai, der mir ein paar Kleinigkeiten zu erledigen gibt. Nachdem er mich instruiert hat, frage ich frech wie eh und je: „sonst noch einen Wunsch?“ und bewege mich Richtung Ausgang.

„Ja!“ ruft er mir hinterher und fuchtelt große Augen machend herum um Worte für sein schwieriges Anliegen zu finden.

Ich ahne bereits was kommen könnte und hole aus zum Präventivschlag: Mit strengem Blick und seinen Unterlagen in der Hand zeige ich anklagend auf ihn: „kein Kaffee!“

Da sinken die Mundwinkel wieder und es kommt unausweichlich die Frage „warum?“ Denn er hätte gerne 2 Tassen vom 7.Stock runter geliefert, wenn sein Termin da ist.

Ich erkläre ihm mein Prinzip bezüglich des braunen Getränks: Ich koche keinen Kaffee. Punkt. Ich habe das Ritual „Frau kocht Kaffee“ an vorherigen Arbeitsplätzen schon gehasst wie die Pest und weigere mich seit dem mit den Tassen wie ein Kellner herumzulaufen. Wenn, dann ist das Sekretärinnensache (also sowieso nicht meine) und in diesem Betrieb hier kocht sich jeder vom Chef bis zum Angestellten das Zeug selber. Davon abesehen habe ich keinen Plan vom Bedienen der Machine weil ich selbst kein Fan des dunklen Gebräus bin. Soll vorkommen.

So weit so gut, weil es sich allerdings um einen wirklich netten Kollegen handelt bin ich dann doch gewillt diese eine einzige Ausnahme für ihn und seinen 15°°Uhr Termin zu machen.

Da er allerdings weis dass das danach nie wieder vorkommen wird, einigen wir uns schließlich darauf, das er seinen Freibrief vorerst behält,um ihn irgendwann für einen wirklich, wirklich lebensrettenden, dringenden need 4 Speed Koffeinnotfall einzulösen;)

Na bitte, das ist doch ein Kompromiss!

Van Lure.

Ein Montagmorgen aus dem Bilderbuch

Heute war es so weit: Hatte mich mein neuer Wecker die letzten 2 Wochen schon alleine durch sein penetrantes Ticken durch die Nächte gefoltert, musste das Scheißding heute morgen auch noch 10 Minuten vor der Zeit läuten. Das war dann auch sein endgültiges Todesurteil!
Also, das Arschloch wagt es zu früh zu klingeln, die Hand schießt vor und pfeffert das verdammte Ding gleich mit richtig Schmackes gegen die Wand, dass die Einzelteile nur so durch den Raum jagen. Der wird mich nicht mehr bis an den Rand des Wahnsinns treiben – so viel ist sicher!
An der Stelle hätte auch eine Slowmotionaufnahme richtig was hergemacht, wie die Stückchen so durch die Gegend segeln als befände sich mein Schlafzimmer im Weltraum.
Das stellt mich jetzt allerdings vor das Problem möglichst bald einen neuen besorgen zu müssen. Auf jeden Fall einer der nicht tickt, am Besten mit Vibrafunktion anstatt dem stressigen Gepiepe…

Irgendwer vielleicht eine nicht-tickende, sanft-vibrierende Empfehlung? Ich wäre für Tips bezüglich preiswerter Modelle dankbar!

Naja, nachdem ich schon mal wach war und den ersten Adrenalinschub des Tages bereits hinter mir hatte, bin ich dann auch aufgestanden anstatt mich nochmal in die Decken zu wickeln. Danke, dämliches Mistding!

Aber mit dem Weckdrama noch nicht genug. Am Fußweg zur Arbeit riss mir doch glatt der Trageriemen meiner heute extra prall (und schwer) bepackten Tasche und als ich mein Hab und Gut vom Gehsteig wieder aufsammelte, bemerkte ich ein paar Schritte vor mir einen schaulustigen Bauarbeiter, der sich das dämliche Grinsen über meine missliche Lage kaum verkneifen konnte. Montag was sonst! Ich überspielte also den peinlichen Vorfall in dem ich mit einem sonnigen Lächeln in seine Richtung sah und meinte „das ist mal wieder ein richtiger Montag“ und verzichtete selbstlos darauf meinem Frust mit einem „grinsen Sie nicht so dämlich, Sie Arsch!“ Luft zu machen. Schnell die Tasche unter den Arm geklemmt – was nicht funktionierte weil sie einfach zu prall war, weswegen ich sie dann mit beiden Händen vor mir hertragen musste bis mir die Arme lahm wurden – und eilte weiter Richtung Büro.

Im Schutz meines Schreibtisches angekommen stellte ich fest das die Putzfrau – ungefähr so unberechenbar wie Wirbelsturm Irene – am Freitag noch über mein kleines Reich und die unschuldigen Unterlagen die sich darin aufhielten hergefallen war. Irgendwie ist nichts vor ihr sicher – bis auf den Schmutz versteht sich! So begab ich mich auf die Suche nach meinen Notizen von letzter Woche und holte die zuvor sorgsam versteckten Schreibutensilien wieder aus ihrem Versteck hervor. Wenigstens – sagte ich mir – sind heute beide Chefs nicht im Haus.

Van Lure aka Office Girl.

Und das nächste Debakel folgt auf dem Fuße

[Bürokratie („Herrschaft der Verwaltung“) ist die Wahrnehmung von Verwaltungstätigkeiten im Rahmen festgelegter Kompetenzen innerhalb einer festen Hierarchie. Eine Übersteigerung der Bürokratie wird als „Bürokratismus“ bezeichnet: eine bürokratisch überzogene Handlungsorientierung, welche die Vorschrift über den Menschen stellt und ihn weitgehend als Objekt behandelt…] Wikipedia [firma, lat. dauerhaft, fest, feststehend]

Ich stehe gerade bei Kollegin Katja im 6.Stock zum Tratsch weil bei ihr alle ausgeflogen sind. Das Telefon klingelt und es ist Anna aus dem 8., die wissen will ob im Büroartikellager noch schwarze Ordner sind. Während Katja nachsieht, nehme ich den Hörer und gebe die Antwort durch. Dann höre ich meine Kollegin weiter aus der Kammer: „Der Boden ist nass!“ Ich lege mit einem „Moment, wir haben ein Problem“ auf und eile zu ihr.

Ich stelle fest, dass der Anschluss der Klimaanlage, welcher sich in diesem Raum befindet (Überraschung!) undicht ist… und die Klimaanlage ist auch schon die ganze Woche in Betrieb… Ich rufe Anna an und bitte sie dem (Senior)T-Rex bescheid zu sagen. Danach flitze ich schnellst möglich zurück in den 7ten um mich nicht erwischen zu lassen, wenn er hier auftaucht.
Es dauert nicht lange da steht Katja bei mir. „Ich soll ihm einen Lappen hohlen“ schnattert sie sichtlich nervös los. Jeder wird nervös, wenn der Chef – bzw. unser Chef –  auf jemanden oder etwas wartet. Es ist ein Wettlauf gegen die Zeit, und dass nicht des Wassers wegen! Da stehen wir nun beide vor dem geöffneten Putzschrank und haben peinlicher Weise so gar keine Ahnung was wir nehmen sollen, da wir beide keinen Haushalt zu führen haben. Im Nebenraum johlen schon die männlichen Kollegen ob unserer Unerfahrenheit – als ob die wüssten an welchem Ende man einen Besen packt! Wir wühlen uns weiter durch die Putzutensilien. Die Uhr tickt. Zu dünn, zu klein… WAS IST DAS DENN? und halte eine undefinierbare Mischung aus Wischmob und Hockeyschläger hoch. Aber die Rettung ist nahe, als wir Lisa am Kopierer entdecken.
„Lisa! Lisa! Komm her! Du hast doch eine eigene Wohnung, du kennst dich aus!“
Unsere Erlöserin kommt herüber und zupft nach einer kurzen Einführung in unser Klimadebakel genau das aus dem Schrank, wonach wir eigentlich genau an der Stelle zuvor gesucht haben. Ich könnte schwören der war vor 10 Sekunden noch nicht da drin! Katja ist erleichtert, sie schnappt sich den Stoff und ist nur noch ein Wölkchen.

Unheil abgewendet. Mission complete & back to work.

Van Lure.

Nicht schon wieder der Kopierer…

[Bürokratie („Herrschaft der Verwaltung“) ist die Wahrnehmung von Verwaltungstätigkeiten im Rahmen festgelegter Kompetenzen innerhalb einer festen Hierarchie. Eine Übersteigerung der Bürokratie wird als „Bürokratismus“ bezeichnet: eine bürokratisch überzogene Handlungsorientierung, welche die Vorschrift über den Menschen stellt und ihn weitgehend als Objekt behandelt…] Wikipedia [firma, lat. dauerhaft, fest, feststehend]

Ich bin in der Arbeit neben anderen Tätigkeiten auch für diverse technische Geräte in mein meinem direkten Umfeld, sprich: Büro, zuständig. Darunter fallen 2 Plotter, ein Planscanner, ein CD Drucker und natürlich unser Allroundgenie von Kopierer, dieses Miststück!

Es ist ja nicht so, dass nur der Kopierer hin und wieder so seine Zicken macht, aber wenn es erst einmal anfängt, dann reicht ein Besuch vom Techniker oft nicht aus…
Eigentlich hat alles schon letzte Woche angefangen, als das Gerät einen Papierstau meldete, wo keiner war. Alles vorerst bürointerne Herumdoktorn mit vereinten Kräften half natürlich nichts und als der Techniker schließlich aus einem anderen Fach einen winzigen Papierschnipsel zog, kam ich mir wie immer herzlich dumm vor. Aber damit nicht genug, denn Montag ging es gleich munter weiter:

Montag Abend: Kollegin Lisa möchte kopieren – Kopierer streikt. Ich rufe den Service an, damit gleich Dienstag Morgen wer anrückt.
Dienstag Morgen: Der Kopierer funktioniert! Ich bestelle den Techniker wieder ab.
Dienstag Abend: Der Kopierer streikt! Ich rufe den Techniker wieder an.
Mittwoch: Der Techniker kreuzt entgegen seiner Versprechen gleich garnicht auf.
Donnerstag Morgen: Der Techniker kommt, der Kopierer funktioniert. Er repariert ihn trotzdem.
Eine Stunde später: Der Kopierer… ihr könnt es euch denken.
Der Servicemann verspricht am Telefon noch am Vormittag zurück zu kommen… daraus wird 2Uhr Nachmittag. Toll. Ab 3Uhr ist das Gerät dann wieder nutzbar und ich hoffe innständig das sich daran zumindest bis morgen nichts ändert…

Van Lure.

Montag eben, was sonst?

[Bürokratie („Herrschaft der Verwaltung“) ist die Wahrnehmung von Verwaltungstätigkeiten im Rahmen festgelegter Kompetenzen innerhalb einer festen Hierarchie. Eine Übersteigerung der Bürokratie wird als „Bürokratismus“ bezeichnet: eine bürokratisch überzogene Handlungsorientierung, welche die Vorschrift über den Menschen stellt und ihn weitgehend als Objekt behandelt…] Wikipedia [firma, lat. dauerhaft, fest, feststehend]

Das war heute mal wieder ein typischer Montag Morgen im Büro. Diesmal hat es die chefische Toilette erwischt. Aus irgendeinem Grund stand im Wc unten kein Wasser mehr und durch die Hitze am Wochenende hatte sich in der gesammten Büroeinheit im 8.Stock, in der neben dem (Senior)Chef auch Sekretärin Anna ihren Schreibtisch geparkt hat, ein besonders penetranter und wiederlicher Geruch verbreitet. Anna, ihres Zeichens eigentlich sogar Chefsekretärin und mit beinahe allen Wassern gewaschen, hatte gegen halb 7 die unerfreuliche Entdeckung gemacht, worauf sie beinahe auch noch dazugekotzt hätte… Also könnt ihr euch vorstellen wie „gottelendig“ dieser Gestank war!
Wie schon so oft war ich froh, dass sich mein Büro in einem anderen Stockwerk befindet. Frei nach dem Motto: Wer zu nahe an die Sonne fliegt, läuft erhöhte Gefahr sich zu verbrennen… oder wie heute: zu ersticken. Als erste Gegenmaßnahmen rissen wir sämtliche angrenzende Fenster und Türen auf – sogar die Eingangstür zum Treppenhaus. Sollten die anderen Mieter der Etage ruhig auch etwas von dem herben Aroma abbekommen, das wir hier drin hatten. In Phase 2 verteilten wir mit vereinten Kräften Unmengen an Lufterfrischer im Raum. Leider waren wir auch mit unseren Sprühdosen relativ machtlos gegen den Fäkalmuff. Zum Glück war Herr Bündig noch nicht da…

Meine Kollegin hat mir richtig leid getan als ich wieder in mein Büro im Siebten verschwunden bin, in dem es heute nur nach Klimaanlage und Zigaretten gerochen hat. Den ganzen Geruch sind wir leider nicht losgeworden und unser hartgesottener Brötchengeber ordnete nach seinem Erscheinen wegen der Hitze von draußen die sofortige Schließung aller offenstehenden Bauteile an. Im Muff gefangen schrieben sie dann in trauter Zweisamkeit Diktate für den Rest des Montages… und ich habe vorsichtshalber keinen Fuß mehr hinein gesetzt.

Also drückt mir die Daumen das sich das Disaster morgen nicht wiederhohlt, ich habe jedenfalls nichts von einem Klemptnerbesuch mitbekommen!

Van Lure.