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Kritik zu „High Tension“

Film Flopp

High Tension

Genre: Horror/ Splatter

Bei „High Tension“ (Originaltitel „Haute Tension“) handelt es sich um einen französischen Horror/Splatter-Film aus dem Jahr 2003 von dem gebürtigen pariser Regisseur, Produzent und Drehbuchschreiber Alexandre Aja.

Die Handlung im Groben:

Zu Anfang beobachtet man eine vermeintlich noch relativ normale Szene. Ein Trucker steht mit seinem Wagen im Nirgendwo. Er stöhnt und läßt sich augenscheinlich gerade von einer Frau oral verwöhnen. Nachdem er jedoch fertig ist und den Wagen startet, wirft er einen abgetrennten Frauenkopf aus dem Fenster und fährt seines Weges…

Darauf beginnt erst die eigentliche Story:

Die Studentinnen Alex und Marie besuchen das abgeschieden gelegene Landhaus von Maries Eltern um sich in Ruhe auf ihre Examen vorzubereiten und sich ein wenig Erholung zu gönnen. Doch in der Nacht taucht plötzlich jener unbekannter Irre vom Anfang des Filmes auf, der Maries Eltern und ihren kleinen Bruder aufs Brutalste abschlachtet, nur um ihre Tochter anschließend in seinen abgewrackten Lieferwagen zu verschleppen. Das zweite Mädchen, Alex kann sich vor dem Mörder in Sicherheit bringen und schafft es unbemerkt im Wagen mitzufahren. Als sie an einer Tankstelle halten, flieht sie heimlich in die Verkaufsräume um beim Tankwart Hilfe zu holen. Doch der Entführer tötet diesen und fährt weiter seines Weges. Weil Alex der Polizei am Telefon keine Auskunft darüber geben kann, wo sie sich befindet, beschließt sie alleine die Verfolgung mit dem Wagen des Toten und dessen Pistole aufzunehmen. Sie holt ihn schnell ein und verliert ihn wieder im nächsten Wald. Plötzlich tauchen im Rückspiegel die Scheinwerfer des Lieferwagens auf und der Fahrer läßt aus dem Fenster aus seiner Hand Patronen fallen, worauf Alex feststellt das ihr Widersacher an alles gedacht hat und ihr Magazin zuvor geleert hat. Ihr Wagen wird von der Straße abgedrängt. Schwer verletzt kann sie sich in ein verwahrlostes Gewächshaus retten, wo es schließlich zum Showdown zwischen Verfolger und Gejagter kommt, bei der der sadistische Hinterwäldler stirbt. Alex befreit ihre Freundin aus dem Wagen, die jedoch alles andere als dankbar über die Rettung ist. Es stellt sich raus, das Alex sich den Unbekannten nur eingebildet hat, weil sie in Marie verliebt ist und selbst die grausamen Taten begangen hat. Es entwickelt sich ein finaler Kampf zwischen den beiden ehemaligen besten Freundinnen, den Alex verliert.

Am Ende wird sie in eine Psychiatrie untergebracht, während Marie mit ein paar Verletzungen davon kommt…

Meine Meinung:

“High Tension” soll im Horror/Splatter Genre ja so was wie Kult sein. Gerade eben habe ich mir den Streifen zum ersten Mal reingezogen und ich muss schon sagen, der Regisseur versteht wirklich Spannung aufzubauen, wie der Titel zu deutsch „hohe Spannung“ schon verspricht… aber ALTER FALTER das Ende dieses Filmes ist mit Abstand das Beschissenste und Mieseste das ich jemals über mich ergehen lassen musste! Ohne Scheiß, dieses Ende schafft es tadellos einen bis dato super Film rückwirkend als absolut beschissen in die Erinnerung zu brennen. So ein Verhau! Warum ist so ein Mist Kult?

Der Titel passt ja ganz gut, ich hatte genug Nervenkitzel… aber ich kann nicht aufhören auf dem Miserablen Schluss rumzureiten. So viel Unlogik kann man nicht verzeihen. Wer ihn sich ansehen will, sollte abschalten sobald der Irre tot ist. Alles was danach kommt ist Bullshit!

Ein paar Beispiele gefällig?

  • Wenn der Mörder eigentlich immer das Mädchen war, warum läßt sich am Anfang der Typ einen von einem abgetrennten Kopf einen blasen?
  • Wie kann sie im Laderaum des Wagens mitfahren, wenn sie ihn eigentlich steuern sollte?
  • Wie kann sie später den Wagen mit einem zweiten Auto verfolgen, wenn Derjenige, der da vor ihr fährt gar nicht existiert?
  • Wieso gibt es zu Hauf Szenen in denen sie sich vor dem Kerl versteckt, jedoch beide zur selben Zeit im Bild zu sehen sind?
  • Wie kann sie bei der festgeketteten Marie im Zimmer sein, während der kleine Bruder vor dem Fenster im Feld erschossen wird und sie zusieht?
  • Und warum zum gottverdammten Henker verwandelt sich Alex vor dem Kampf mit ihrer Freundin plötzlich in einen abgefuckten Hinterwäldler und verwandelt sich dann wieder zurück, als Marie sie belügt, sie würde sie auch lieben?

Ist schon klar, das man damit so eine Jekyll & Hyde Nummer abziehen will, aber Marie dürfte die Hyde-Version nicht wirklich sehen können, sonst hätte sie auch zuvor nicht wissen können das ihre Freundin der Mörder ist.

Bei Fight Club hat die „eingebildete Person-Methode“ super funktioniert, aber hier gibt es einfach zu viel dumme Anschlussfehler, auf dessen Behebung man einfach gelinde gesagt geschissen hat. Schade, hätte man eindeutig besser machen können.

Fazit:

Ich finde das Ende lächerlich. In der Van Lure Wertung gibt’s darum für einen anfänglich guten Film deswegen nur ***** 2 von 5 Sternen. Ich empfehle ihn nicht anzusehen, doch wenn – wie bereits erwähnt – nur bis zum Tod des eingebildeten Mörders. Bis hier hin und nicht weiter, kann man die herrlich bedrückende Atmosphäre, brutale Blutbäder und Nervenkitzel genießen.

Van Lure.

P.S.: Auch wenn ich jetzt über den Streifen hergezogen bin, gibts für euch trotzdem den Trailer, damit ihr auch einen visulellen Reiz habt;)

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