Archiv der Kategorie: EigenArt

CREATIVERUS startet durch!

Im letzten Post schon mal nebenbei erwähnt, hier nochmal der Hinweis mal auf

CREATIVERUS

vorbeizuschauen.

In den nächsten Wochen wird dort noch viel mehr on gehen. Hier ein kleiner Auszug was ich die letzten Tage alles eingestellt habe:

Etui „MehndI“
Geldbörse „Ahorn“
Etui „Ahorn I“

Noch hat der Blog noch nicht recht viele Klicks und das wird sich jetzt hoffentlich bald mal ändern;) Also ihr Lieben, wenn euch meine Sachen auf Creativerus interessieren/gefallen dann aboniert mich, liked mich, kommentiert aber vor allem: beehrt mich doch mal mit eurer Anwesenheit auf der Seite;)

In dem Sinne, einen schön-schräg-lustigen Faschingsdiestag euch allen!

Van Lure

Mein Wochenende in Zahlen

Angenommen mein Wochenende hat bei 2 Tagen exakt 48h gedauert:

  • 16h harte, anstrengende Arbeit bei der Verarbeitung von Leder

  • 8h Autofahrt um dort hin und zurück zu kommen

  • 14h Schlaf

  • 2h Morgens frisch machen

  • 8h Freizeit

Und wer jetzt wissen möchte was zum Henker ich da bitte wieder getrieben habe, kann es sich hier auf meinem CREATIVERUS Blog ansehen;)

stay creative!
Van Lure.

Was mach ich mit dir?

Was mach ich nur mit dir?… Für mich sind Tierknochen, -horn und -haar schöne Materialien zum anfertigen kleiner Schmuckstücke… So ein kleines Blockhölzchen Ebenholz, oder eine polierte Hornplatte bringen immer meine Augen zum leuchten und meine Hände zum zucken, aber wie stünde es denn da mit einem menschlichen Zahn?

Das ist die miese kleine Sau von Weisheitszahn, den sie mir heute vor einer Woche rausoperiert haben. Ich konnte richtig das Rausbrechen hören, als der Chirurg noch rief „er kommt schon!“  (wobei ich an typische TVKreissaalsprüche denken  musste)… und da war er.  Es hatte schon irgendwas von einer Geburt, wie sie den da rausgeholt haben. Noch dazu der Anblick wie die Assistentin den letztn Rest der blutigen Masse von Zahnfleisch runtergeschabt hat, damit ich ihn einpacken kann. …Sorry für die makabere Beschreibung…XD

Aber die Frage bleibt… was mach ich mit dir?

Oder viel eher, weis jemand wie man ein Loch in einen Zahn bohrt, ohne ihn kaputt zu machen?

Ideen, irgendwer?

CREATIVERUS

 „We are CREATIVERUS
and Creative R Us.“

Vor etwa 2 Wochen habe ich einen zweiten Blog gestartet, genauer gesagt sogar einen Gemeinschaftsblog, der sich u.a. mit meinen selbsterstellten Werk- und Handarbeitsstücken befasst. Außerdem mimt Meister Wöx als handwerklich geschickter Naturbursche den CoAutor. Das Projekt umfasst vorerst die Werke von uns beiden und soll nach und nach um wenige handverlesene „Mitwerker“ aus unserem näheren Umfeld erweitert werden. Ziel ist ein kleiner, freundschaftlicher wie künstlerischer Kreis aus begeisterten >Hobbywerkern< zur gemeinsamen Presentation und Austausch ihrer Ideen.

Zum Blog

Neben dem BlogBereich für Bilder und Erklärungen zu unseren Stücken, befindet sich der „Know How“-Bereich im Aufbau, der auch später immer wieder erweitert werden wird und nützliche Tipps im Umgang mit den Materialien und Werkzeugen, Nachschlagewerke und Verweise anführt. Es müssen noch viele bereits bestehende Werkstücke abfotografiert werden, aber innerhalb der nächsten 2 Monte wird es dort bald rund gehen;)

Van Lure.

Lederschmuckknüpferei

…und am siebten Tag des Jahres melde ich mich mit Neuigkeiten zurück…

Zu allererst möchte ich euch heute meine Lederknüpfereien vorstellen. Nachdem ich meine Schätze nun über ein Jahr hergestellt und gehortet habe, könnt ihr hier endlich einen Teil meiner Kollektion begutachten.

Als erstes habe ich ein paar Fotos von meinem Bastelschlachtfeld mit allerhand noch unfertigen Stücken.

Die erste Kette besteht aus 4 x ~ 2m langen Bändern aus 1,6mm Antilopenleder und Perlen mit Blattmuster, Kette Nummer 2 besteht aus 6m gewachster Nylonschnur und windet sich in einem regelmäßigen, fortlaufenden, keltischen Band um den Hals. Die dritte Kette ist aus 3 Kumihimo(seiden)bändern geknüpft und umwickelt. Damit ist sie eine meiner ersten farbigen Kreationen.

Meine Lieblingsstücke sind eindeutig die Steindonutketten. Sie sind wieder aus 1,6mm Antilopenleder gefertigt und tragen an ihrem Ende in zwei Schlaufen den Stein.

Die Knüpfvariante ist ähnlich dem breiteren Ledercollier mit dem Blattmuster in den Perlen.

Diese Beiden sind etwas enger am Hals anliegende Ketten. Rechts Antilopenleder und Knochenperlen, links gewachste Nylonschnur und rote Achatperlen. In beide Stücke habe ich ein paar dreidimensionale keltische Knoten mit hineingeknüpft.

Dies sind meine Stücke aus denen noch Broschen gefertigt werden. Die Muster und Ornamente bestehen dabei wieder aus 1,6-2,5mm Antilopenleder und bestehen je aus einem langen Lederstrang den ich je nach Länge und Laune 2-3mal um das Motiv rumgeführt habe.

Zu guter letzt die Ohrringe: Fürs Erste habe ich diese 4 Vatiationen abgelichtet. Leider waren meine Lieblingsstücke zum Fotoshoot nicht auffindbar. aber sobald sie wieder in meinem Werkstückchaos auftauchen werde ich sie auch reinstellen.

Und damit habe ich auch das Geheimnis gelüftet um was sich mein Blog in Zukunft (zusätzlich) drehen wird: Meine Werkstücke. Das umfasst jedoch nicht nur hübsche  Knüpfereien. Ihr dürft also gespannt sein das ich als nächstes aus meinem Ärmel zaubere;)

Natürlich findet ihr auch in Zukunft noch genügend andere Themen in meinen Blog. Die Gliederung wird nur vollkommen neu gemacht.

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Liebe Grüße & bleibt kreativ!

Sarah


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Chaostheory

Ich bin ein Mensch der allgemein hin nicht viel von strenger Ordnung hält. Jedenfalls in den meisten Fällen.

Ein übersichtliches und organisiertes Chaos ist mir sehr viel lieber als unüberschaubare Ordnung. Mein Leben ist ein Chaos, war ein Chaos und wird auch immer eines beleiben.

Ein einziger Tropfen Wasser verursacht schobn hektische Bewegung wenn er in stilles Wasser fällt, ich bevorzuge den Sturm, den tausende Tropfen nicht beeinflussen.

Ich bin die Chaostheory.

Van Lure.

„Bug Grinder“

jajaja, bla bla bla. Ich weis du wartest auf einen Post, Schatz;)

So also… letztes Wochenende, Sonntag hat auch gleich die Langeweile wieder zugeschlagen. Also haben Wöx und ich wiedermal ein wenig Bullshit produziert, der hier gleich eucher Auge penetrieren wird:

„Bug Grinder“

Ist unser erster StopmotionVERSUCH, also regt euch nicht über die Kameraführung auf, habt ihr eine Ahnung wieviele Bilder benötigt wurden?;)

Und falls es einem von euch gefallen sollte, rate, comment, subscribe;) (oh gott, wie ich den Satz, am Ende von YouTube Videos hasse)

Lg,

Van Lure.

Selbst genähtes Buch [Ein kleines Bildchen]

Eigentlich sollte es ja weniger um das Bild hier selbst gehen. Mein kreatives Alter Ego hat sich wieder mal gemeldet. Ich wollte meine Spiegelreflexkamera ein wenig testen (wobei es auch nicht um die Kamara geht) und habe mir dazu einfach ein selbstgenähtes Buch hergenommen (jetzt sind wir beim Thema), in das ich immer in der zackigen „Old Englisch“ Schrift hineingeschrieben und gezeichnet habe. Das hier ist eine kleine Zausammelnstellung wie mein Werk (= also das Buch jetzt) so im Großen und Ganzen aussieht. Es ist natürlich noch lange nicht ausgeschrieben;)

buch-klein

Aber so im Allgemeinen vom Gesamteindruck her, kann ich, denke ich, schon recht stolz darauf sein was ich gemacht habe. Ich bin ja auch ein leidenschaftlicher Bastler, auch wenn ich mir dazu meist extra viel Aufwand mache. Aber zu den Fakten:

Das Buch ist Bogenweise genäht, geleimt und in Kunstleder gebunden. Die Schrift besteht aus Tusche, für jede Seite wurden zuerst ein Bleistiftrahmen und 7mm Zeilen gezogen, anschließend beschrieben, radiert und ein neuer Tuscherahmen und Seitenzahlt hinzugefügt.

Ich habe keine Ahung ob sie hier jemand für das Herstellen von Büchern im „Old Look“ interessiert, aber sollte ich mal Zeit haben, oder eine Anfrage dies bezüglich auftreten, werde ich gerne eine Anleitung dazu verfassen. Es ist einfacher als es vielleicht klingt und sieht wirklich super aus.

Das wars schon wieder von meiner kreativen Seite.

Also, bis denne!

Van Lure.


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Erster Versuch mit Photo Shop

So geschafft, ich habe meine erste Arbeit in Photo Shop fertig. Die Flügel habe ich eigentlich schon vor gut 4 oder 5 Monaten gemacht, und das Herz habe ich auch vor ca. 3 Monaten schon gehabt, aber bis ich mir endlich die Zeit genommen habe daraus auch etwas halbwegs herzeigbares zu machen vergingen eben die Monate… Obwohl sich in APH Fachkreisen warscheinlich auch wieder über die Definition von „vorzeigbar“ diskutieren lässt. Aber, wie gesagt, es ist mein erster richtiger Versuch mit dem Programm mehr zu machen als Strichmännchen, oder fröhliches Effekte-Ausprobieren.

wingssure-kopieklein

Deshalb dürfen auch kleine Fehler drin sein. Darüber braucht sich mal gleich gar keiner aufzuregen versuchen, sondern soll mir das erst mal nachmachen, wenn er vorher noch nichts mit Photo Shop gemacht hat.

Ich habe das Bild nicht in voller Auflösung reingegeben da ich nicht will das es sich alle möglichen Leute runterspeichern und dann in bester Qualität besitzen. Deshalb auch der durchscheinende Schriftzug in der Mitte;)

Und wehe ich höre das Argument das Programm ist nur zum Foto-bearbeiten. Diese Aussage setzt  Gründe und einen Beweis voraus, und in diesem Fall ist dieser hinfällig da ich hier den Gegenbeweis erbracht habe: PH ist sehr wohl nicht nur zum Kaschieren und Retouschieren verwendbar;)

Nun denn, ich hoffe es gefällt euch. Ich beschäftige mich seit einiger Zeit bereits mit einer neuen Idee, und wer weis, vielleicht wird auch dieses Motiev hier noch einmal verändert bzw. verbessert.

Gute Nacht, also!

Van Lure;)

Goblin aus Langeweile

Wöx-Goblin_aus_LangeweileHier zur Abwechlung mal eine kleine Zeichnung von mir. Es ist nur eine comichafte Skizze die ich im AutoCad angefertig habe und anschließend mit der Schraffurfunktion zur bessren Darstellung ausgefüllt. Ich hatte leider noch keine Zeit den „Goblin“ artgerecht in Photoshop zu behandeln, bzw. zu überarbeiten. Die Hände sind zwar bereits korrigiert aber für Weiteres mangelt es momentan durch Schule einfach an Zeit.

Jedenfalls… Die Idee zum kleinen Goblin ist dadurch entstanden das ein sehr guter Freund von mir und gleichzeitig großer Fantasyfan total verrückt nach den kleinen Goblinbiestern ist. Also habe ich kurzerhand für ihn den „kleinen Goblin Wöx“ gemacht.

Ich hoffe er freut sich wenn er irgendwann das endgültige Endergebnis in Händen hält, bis dahin wird es leider jedoch noch ein Weilchen dauern.

Van Lure.

Moderne Zeiten/ KirchenReform [FUN]

„Guten Tag!

Wollen Sie mit mir über Gott, ChartBuisness und die Welt sprechen?

Oh, nicht doch! Nein! Sehen Sie, ich habe den Fuß schon in der Türe. Wenn Sie sie mit Gewalt zuschlagen, brechen Sie mir das Bein – und im Namen der Wildecker Herzbuben, das wird teuer! Geben ist zwar seliger als Nehmen, aber wenn es darum geht die Hände aufzuhalten statt nur fromm zu falten, hat sich die Kirche noch nie geniert.

Also bleibe ich im Türrahmen stehen. Das kommt Ihnen billiger, denn die Kirchensteuer ist hoch genug…

~~~

Der Papst hat die Vorhölle abgeschafft. Zugegeben, keine Neuigkeit mehr. Aber war das nicht ein Wink das die Kirche in Zukunft etwas moderneren Zeiten entgegen sieht?

Ich hätte da noch ein paar Vorschläge um den Glauben etwas aufzupolieren! – Nachdem sich Papa Razzi schon die VORhölle VORgenommen hat, könnten wir doch als Ausgleich noch die Stelle mit dem Himmel etwas modernisieren, oder meinen Sie nicht? Himmel – Hölle! Nach Redewendungen und endlos gehörten Lyrics mit Inhalten wie „auf Wolke 7„, „im 7ten Himmel“ oder die Frage die wohl auch den einen oder anderen nicht so keuschen Priester beschäftigen dürfte: warum schickst du mich in die Hölle?“, klingt das doch schon etwas abgedroschen.

Keiner will heute noch ernsthaft solche Kitschmusik hören. Ja, ich weis, SIE schon garnicht! Sie wollten ihren Sonntag auch weder in der Kirche noch mit mir an der Tür verbringen.

Aber hören Sie mir zu! Es war eben einfach alles nur schon 100ert mal da und ist bei Ihnen wie mir in das eine Ohr rein und durch das andere wieder entschwunden.

Worauf ich hinaus will? Seien Sie doch nicht so UNgeduldig! Lassen Sie mich lieber etwas weiter ausholen.

~~~

Wie im Musikbuisnes braucht man neue Klänge, neue Ideen. Wer nicht mit der Zeit geht, verschwindet aus den Charts. Das hatgesottene Kirchenpublikum lechzt nach neuen Hits von den Beichtstuhllabels, im Sakristeistudio glühen die Köpfe vom Messwein um die Masse mit neuen Altarschlagern zu leutern, und in der ChurchmusicMetropole Vatikan arbeiten Darth Vader DJ DopePope & seine Backgroundpfaffen unter massieven Einfluss von zu viel Weihrauch an ihrem Comeback.

Um das kirchliche Mittelschiff also wieder in scheinheilger Manier zum Rocken zu bringen braucht es in diesem Fall etwas mehr als eine Höllenetage weniger.

Ich muss zugeben ich verstehe ebensowenig warum immer nur die Rede von der 7ten Wolke ist. Was ist an der 7 bitte so toll? Haben sie eine Ahnung wie viele Zahlen wir zur Auswahl haben? Die 1, die 2, die 12893478475 ? Warum also ausgerechnet 7? Man muss mit der Zeit gehen!

Und weil sich die Kirche leider nur millimeterweise bewegt, müssen wir wohl auch gleich hier den ersten Kompromiss eingehen. Von nun an schweben wir auf Wolke 69 8! …Was mich nun gerade zu der Vorstellung des Himmels als riesiges Stundenhotel bringt…

Auf einer einzigen Wolke 7 haben nie genug sich verlustierende Seelen Platz. Freier Gruppensex wird auch im Leben nach dem Tod nicht auf christliche Art legal und da sowieso alle Menschen gleichgestellt sein werden bleibt wohl nur eins übrig. Zieh eine Nummer von dem Automaten und stell dich hinten an!

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Weiter bin ich dafür das wir Petrus Wachtposten am goldenen Tor auflassen und das Tor aus den Angeln hebeln. Haben Sie die Goldkurse beobachtet? Damit hätten wir die Gage des Papstes auch wieder drin. Seine Gigs und italienesches Leder sind ja nicht unbedingt billig in diesen Zeiten.

Ja, ja… sündige Seelen aussperren und so weiter – schön und gut… aber jetzt mal ehrlich! Ich bin überzeugt, Sünder kämen garnicht so weit! Denn dazu bräuchten sie erst mal Flügel. Und wenn sie Flügel hätten wäre die Himmelspforte sowieso unnütz, denn sie können ja darüber hinweg fliegen.

Wollen Sie allen Ernstes in den Himmel kommen um sich hinter einem goldenen Vogelgitter einsperren zu lassen? Vielleicht haben sie bereits Urlaub im Ausland gemacht, wo man sich nicht von der Hotelanlage entfernen durfte weil die Straßen zu gefährlich waren. Kein Problem – sollte es so weit kommen können wir zur Beruhigung zur Rundumdieuhrverteidigung unsere Veteranen der Kinderkreuzzüge abstellen.

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Und wenn wir schon dabei sind, BibelTV könnte auch eine Generalüberholung vertragen. Ich habe mal über ein paar nette Konzepte nachgedacht. Was halten sie von „Beichtstuhlgeflüster (heute)“ – FSK18, für die wahren Hardcorechristen? Die Werbeblöcke enthalten zusätzlich ein farbiges Angebot von Online-Beichthotlines, Predigen nur zum Lauschen oder Kontaktanzeigen zum gemeinsamen Beten oder mehr im Teletext.

Nein? Moment! Ich glaube ich hab da noch was. Wie wäre es mit einem Programm für die ganze Familie. „[~insert Country~] sucht den SuperPapst“… Auch nicht? „Die Klostergirls?“…

Sie haben Recht, das können wir uns alles auch noch später überlegen. Vielleicht haben sie selbst ein paar gute Einfälle und verfassen ihre eingene 10 Gebote…“

Sprachspiel

Ich bin wiedermal in eigenartiger Stimmung, doch dabei sollte man meinen das genau die Stimmung es ist, die immer stimmt. Denn von wo hat sie denn ihren Namen? Wenn die Stimmung nicht stimmt, ist sie dann überhaupt eine Stimmung? Vielleicht doch eher eine Unstimmung? Eine kleine unbedeutende Unstimmigkeit in Anbetracht des Einzelnen, des Bruchteiles vom Ganzen, an dem sich Politiker im Bruchrechnen üben? Vielleicht das schon eher. Wen kümmert es, wenn sich das Sein um 3 Millimeter verschiebt. Oder 3 Zentimeter. Es fällt ja ohnehin nicht viel auf. Viel mehr fällt man auf die Fresse, sollte man das Gegenteil erwarten. Die 3 symbolisiert die heilige Dreifaltigkeit, groß genug um alle ihre Priester unter dem Rock zu verstecken. Und auch selber tragen sie Röcke, denn sie haben ja sowieso nichts in der Hose. Was sollten sie auch haben, dürfen sie es doch nicht benützen? Es ist schon schwer genug der Sünde zu wiederstehen, deshalb wage dich nicht an sie heran.

Die penetrante Depressivität des Altages raubt durch ihr Vorhandensein die Nerven. Doch die kann man ja über Bord werfen, die Nerven. Sie freiwillig weg zu geben ist besser als sie zu verlieren. Denn ein anderer könnte ja den Nerv finden und Unsinn anstellen. Aber aufpassen, das man nicht mit den Fingern in eine Nervensäge gerät, sonst sind sie ab. Das wäre doch schade, denn die 10 ist so eine schöne Zahl. Die 9 doch auch, nochdazu ist sie die Zahl der Weisheit. Und wer die nicht mit Löffeln oder anderem Besteck gefressen hat, sollte sich vielleicht den kleinen Finger abhacken um intelligenter zu werden. Wer weis? Keiner! Denn Wissen ist begrenzt. Jeder stößt an die Grenzen seines eigenen Universums, wenn es um das Wissen geht. Deshalb denken die Menschen auch nur anstatt zu wissen. Jedenfalls, ein paar von ihnen. Es sprechen zu viele Dinge gegen den Verstand, doch den muss ja kein anderer Verstehen, ist man doch nur dem eigenen Gewissen gegenüber verpflichtet.

Wie eine Kugel jagen Gedanken duch Köpfe, nur sind sie meist weniger ergebnisreich als eine Patrone. Diese findet schneller ihr Ziel. Und sie lässt sich nicht bei Seite schieben. Schuss. Es tut nicht weh, es geht ganz schnell wenn man es richtig macht. Schuss. Einfach stehen bleiben, nicht das man sich verzielt. Schuss. Etwas unterlegen nicht vergessen, denn der Teppich war teuer. Treffer sind gut fürs Geschäft. Sie sind auch nur Ziele, die es zu erreichen gilt. Das ist bei großen Konzern genau so.

Wie sollte man sein Geld auch sonst verdienen? Ist es doch so viel bequemer schneller als Gedanken zu schießen. Und für die Skeptiker malen wir viele bunte Bilder in das städtische Farbenmeer. Denn dies spielte schon im ältesten Gewerbe der Welt eine wichtige Rolle, das Bewerben. Und auch heute wird noch gut beworben, um dir deine Gefühle zu gestehen was du immer haben wolltest. Da Fragt sich wer, nach Sinn, doch denken verursacht nur Schmerzen und deshalb denkt heut keiner mehr.

Der Staat wacht mit Adleraugen über das Ameisenvolk, nein, mit Glasaugen. Denn die Kameralinsen sind überall. Irgendwann werden sie kommen und dich holen. Sie werden alle holen, denn der Weltuntergang wurde schon oft genug prophezeit, irgendwann muss er endlich da sein. Mit der Pünktlichkeit hat er es nicht so, das wissen wir schon, aber es heißt doch das Beste kommt immer erst zu letzt.

Also stellt den Sekt kalt, und nehmt nicht alles wörtlich.

 SVdL

Sonnenuntergänge

Wenn der Tag stirbt, sich zum Ende neigt

Malt sein Tod seine Geschichte als buntes Farbenmeer an den Himmel.

Jeder Tod, jeden Tages..

Einer schöner als der andere

Sodass man sie auf ewig bannen möchte.

Doch warum einen Sonnenuntergang auf Leinen bannen

Wenn keiner es betrachten will?

Warum auch?

Erlebt man doch jeden Abend Tod und Geburt schöner als zuvor

Direkt unterm Himmel, draußen vor der Tür.

SVdL

“Von der Phantasie Besiegt” /Teil II

Abend, wieder zurück. Ohne gefrühstückt zu haben, noch zu Abend gegessen saß ich sogleich wieder in meinem privaten Arbeitszimmer. Ich brütete gerade über einer weiteren Passage als der Wind mein Fenster aufwehte und mir die Seiten verblätterte. Die klapprigen Fensterläden endlich niet und nagelfest verriegelt fiel mein Blick auf die aufgeschlagene Federzeichnung.

Hätte ich doch an dieser Stelle das Buch zugeschlagen und nie wieder geöffnet.

Doch ich verlor mich regelrecht zwischen den Zeilen. Bis zum Wochenende war ich mit den in den Seiten beschriebenen Fabelwesen bestens vertraut und malte mir in meinem Kopf selbst Geschichten darüber aus.

Eines Nachts als ich ausnahmsweise doch ein paar Stunden Schlaf fand riss mich ein lautes Donnern zurück ins Bewusstsein. Der Wind hatte erneut einen Weg gefunden die Läden zu entriegeln und mir wieder Dreck und Blätter ins Schlafzimmer zu wehen. Als ich an das Parapet trat, warf ich einen Blick in den klaren sternenübersäten Himmel und verweilte einen Moment, da mich wiedereinmal diese unerträgliche Leere und Gedankenlosigkeit befiel. Unten von der Straße drang der lallende Gesang zweier Betrunkener zu mir herauf und irgendwo einen Block weiter zelebrierte eine Katze ihre eigene misstönende Ouvertüre, bevor sie auf Mäusejagd ausziehen würde. Die Kälte nagte an meinen Knochen, doch mir war wie immer alles egal. Ich weis nicht wie lange ich da stand, doch nach einer Zeit kam es mir vor als ob gut die Hälfte der Sterne trotz der Tatsache das keine einzige Wolke in Sicht war, verschwunden war. Die Trinklieder und das Katzengejammer waren inzwischen verstummt und es herrschte eine Totenstille, in der sogar die Grillen wie peinlich berührt schwiegen. Ein weiterer Knall ließt mich herumfahren, denn der dicke Lederwälzer war von meinem Nachttisch auf die Dielen geknallt und die herausgelösten Blatter verteilten sich im Raum. Mit dem Wind im Rücken sammelte ich die verstreuten Kleinode wieder zusammen, als sich ein Unwetter aus dem Himmel löste und rasch zu wüten begann und mir die Gardienen samt Stange von der Decke riss. Durch den Unrat am Boden behindert versuchte ich dieser boshaften Naturgewalt Heinhalt zu gebieten, doch rings um mich tobte und pfeifte es als wären die Hunnen bei mir eingefallen. Ich war nahe daran mich für verrückt zu erklären, sammelten sich vor meinen Augen tatsächlich Windhosen die durch mein Zimmer tanzten. Völlig perplex stand ich still mit geneigtem Kopfe da als ein sich immer weiter ausdehnenderes Exemplar sich Stück für Stück auf mich zuarbeitete und bereits Blätter, Tücher und anderen Kram in sich tanzen ließ.

„Von der Phantasie Besiegt“ /Teil I

Ich muss anmerken das ich nicht wirklich in der besten Verfassung war. Es war einer jener typischen Wochen in denen man gern vor Langeweile das Zeitgefühl verliert. Der Stimmung nach befand ich mich in einem grauen Montag wobei mir der Kalender versicherte es sei Dienstag. Im Grunde nicht viel Unterschied. Genaugenommen nicht ein bisschen für mich. Zur Zeit waren eben alle Tage gleich und nichts, weder Arbeit noch persönliche Dinge waren von Belang. Man konnte es lebensmüde nennen, denn ich war müde. Weniger körperlich als geistig. Die nagende Leere in meinem Hirn drohte mir durch die Schädeldecke zu brechen und zweimal erwischte ich mich bei dem irrwitzigen Gedanken mit einer harten Wand dabei nachzuhelfen.

Es war eine endlos monotone Aneinanderreihung von sinnlos gelebten Momenten meines Lebens. Wäre mir nur ein halbwegs plausibler Gedanke gekommen, was ich mit der mir gegebenen Zeit Besseres anzufangen hätte, es hätte mich kein Sturm bremsen mögen. Mir fehlte nur jegliche Kreativität zum Leben – und der nötige Funke um die Lust eben auf jenes erneut zu entfachen.

So begab es sich, das ich bei der Erledigung der lebensnotwenigen Einkäufe von einem Ausverkaufsschild angelockt, in einen muffigen Antiquitätenladen stolperte, in dem die Luft vom alten Geruch vergilbter Bücher und hässlichen Möbelstücken – die wohl seit Jahrzehnten kein Besucher haben wollte – geschwängert war. Der Besitzer wollte den Laden aufgeben da er ihm nie das erhoffte Glück gebracht hatte und da er mir leid tat ließt ich mir einen alten foliant-artigen Ledereinband mit herausfallenden Seiten um ein halbes Pfund aufnötigen.

Wieder in meiner kleinen schäbigen Mietwohnung angekommen warf ich meine neuerworbenen Sachen erst einmal nur achtlos auf den Küchentisch – was eigentlich nur eine wurmstichige Holzplatte auf zwei Holzstützen war und mache mich endlich wieder im Schutz meiner kargen vier Wänden auf Zeit daran, mein ereignisloses Dasein weiter zu fristen.

Erst so gegen Abend drängte sich das zerfallene Buch wieder zurück in meinen Kopf und da ich dieser Tage nur recht wenig tiefgründige Gedanken hegte, schwirrte es mir von da an pausenlos durch meinen Schädel. Es schien mich geradezu magisch anzuziehen und trieb mich schließlich gegen Geisterstunde aus dem Bett in die Küche wo ich es Nachmittags unter Brot und Butter liegen gelassen hatte. Hier herrschte sowieso das Chaos. Beim Schein einer erbärmlich weit heruntergebrannten Kerze wuchtete ich es auf meinen Schreibtisch und starrte gebannt auf das brüchige Leder. Doch da es sich nicht aufregender Weise durch Zauberhand selbst aufschlug, musste ich nach eingehender Betrachtung des vielversprechenden Äußeren nach dem ersten Blick in das Innere feststellen, dass es vollständig in Latein verfasst war und kaum Illustrationen vorhanden waren. Frustriert dachte ich an meinen früheren Lateinlehrer der mir schon damals bei jeder Gelegenheit gesagt hatte ich sei auf diesem Gebiet ein hoffnungsloser Fall. Was mich in diesem Augenblick am härtesten niederschlug, war das es auch stimmte. Doch ich begann mich mit meinen geringen Sprachkenntnissen und einem alten Schulbuch hartnäckig durch die Nacht und Seite für Seite zukämpfen. Gegen Sonnenaufgang – etwa 6°°Uhr früh zu dieser Jahreszeit, hatte ich tiefe Furchen unter den Augen, sie schmerzten mir und ich war todmüde – aber seit Tagen zierte mein Gesicht zum ersten mal wieder ein Anflug von einem Lächeln. Der Inhalt bestand größtenteils aus blasphemischen Texten, verworrenen und veralteten Weltbildern und phantastischen Geschichten soweit ich verstand. Alles in allem eine recht ansehnliche Sammlung und ich brannte darauf weiter in die Materie einzudringen. Ich war außerstande alle Wörter zu übersetzen, einige Endungen bereiteten mir nach wie vor Kopfzerbrechen, auch nachdem ich den Sinn eines Absatzes bestmöglich entschlüsselt hatte und so beschloss ich mein dünnes Schullexikon baldmöglichst durch eine umfangreicheres Exemplar auszutauschen.

Der hallende Gong der Turmuhr hinter meinem verhangenen Fenster gemahnte mich jedoch zur Eile. Ich hatte die Zeit vergessen, ohne ihrer vorher bewusst zu sein, und war sowieso schon zu spät wegen meiner Arbeit dran. Noch lustloser als sonst begab ich mich in das kleine Büro Ecke Mall-Street 23 um meine Acht Stunden frühestmöglich dort abzusitzen und mich von wütenden Anrufern anbrüllen zu lassen.