Archiv der Kategorie: Other

BodyArt: BodySuspension

Guten Abend!

Für alle Körpermodifikationsfreunde habe ich hier ein weiteres Kapitel der sogenannten BodyArt:

Die Suspension

Unter Suspension verseht man ein altes Ritual das auch heute noch oft in Indien und Thailand praktiziert wird. Hierbei werden an Seilen befestigte Haken unter Muskel oder in das Fleisch getrieben und die Person mit Flaschenzügen in die Luft gezogen. Hierzu werden die „Löcher“ mit Hilfe von „Needle Blades“ gestochen um die Haken hinterher einfacher einsetzten zu können.

Auch hier kann man zwischen einer horizontalen und einer vertikalen Suspension unterscheiden.

Unter die vertikalen Suspenisonen fallen zum Beispiel „Chest Suspensionen“

„Chest Suspensionen“

Hier werden die Haken in der Brustmuskulatur verankert.

„Suicide Suspensionen“

Hier werden die Haken am Rücken, zwischen den Schulterblättern angebracht.

und „Knie Suspensionen“

Was soll man noch groß erklären? Die Haken werden an den Knien platziert.

(Unter „Points“ versteht man die Anzahl der Haken die verwendet werden)

Unter die horizontalen Suspensionen fallen zum Beispiel die „Koma Suspension“

„Coma Suspension“

Der gesamte Körper wird an der Vorderseite mit Haken versehen und anschließend in die Höhe gezogen.

und die „Superman Suspension“

Bei dieser Möglichkeit werden die Haken an der Körperrückseite angebracht, sodass man an den Seilen hochgezogen wie Supermann hängt;)

Für diese Körpermodifikationsart gibt es eigene Suspensions-Seminare oder auch Camps (Berlin). Die Suspensionsnarben sollten in der Regel auch relativ bald wieder verschwinden oder kaum zu sehen sein.

Die Methode ist, wie man sich vorstellen kann weit umstritten, dennoch unterziehen sich auch in Europa viele Menschen dieser Prozedur. Ich kann nur sagen, das ist nichts für mich. Finde es aber interessant was Menschen alles bereit zu sind zu machen. Außerdem bewundere ich die Leute, wie sie ihren Schmerz ignorieren.

Nun gut!

Ich wünsche euch eine gute Nacht!

SVdL

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BodyArt: Lip Sewing

Guten Tag, allerseits!

Und noch einmal darf ich mit einem BodyArt Post aufwarten. Diesmal dreht sich alles um das Thema „Lip Sewing“. Der Vorgang ist sehr simpel, also seht euch die Videos genau an, da bekommt ihr den besten Eindruck von dieser Art der Körpermodifikation.

Im Internet findet man viele kunstvolle Photographien, die (meist) eine Frau zeigen, deren Lippen zusammen genäht sind.

Hierbei handelt es sich nicht um einen geschickten Fake oder Photoshop Kreationen sondern wird als „Lip Sewing“ bezeichnet. Diese Verzierung ist natürlich nur temporär und wird wie gesagt ausschließlich zu Photozwecken oder auch im Zuge von Shows und Austellungen (oder auf Lip Sewing Partys) durchgeführt und nach ein paar Stunden wieder entfernt.

Die Art wie die Stiche geführt werden und die Anzahl der Einstiche bleiben natürlich dem Künstler und seinem Objekt überlassen. Wie auf den Videos zu sehen, wird die Nadel durch das Fleich knapp über der Lippenkontur gestochen – selten direkt durch die Lippe – und dann der Faden durchgezogen.

Wie man sich vorstellen kann ist dazu ein wenig mehr Selbstbeherrschung oder eine Vorliebe für Schmerzen von Nöten da die Prozedur etwas dauern kann. Das Endergebnis kann sich sehen lassen. Der fertig vernähte Mund.

Hier werden sicher die meisten Leute geteilter Meinung darüber sein, – es ist ja auch nicht Jedermanns Sache. Ich muss ehrlich zugeben das sich während der Videos mein Mund etwas zusammengezogen hat. Aber es bleibt wie immer jedem selbst überlassen weilchen Eingriffen er sich unterzieht und ich kann nur sagen das einige der Fotos wirklich spitze aussehen;)

Lg,

SVdL;)

BodyArt: Implantate

Ah! Guten Abend! Und schön das ihr wieder da seid;)

Ich hoffe ihr habt alle schön gefeiert und hattet Spaß! Und da dies mein erster Post im neuen Jahr und ein wirklich… schönes Thema ist… – nehmt euch doch die Zeit, und lest schön langsam um es euch besser bildlich vorstellen zu können.

 BodyArt: Implantate

Implantate werden heutzutage nicht nur mehr aus medizinischen Gründen angebracht, sondern auch zur Körperverschönerung. Ob als einzelnes Element unter der Haut, oder zur Erzielung eines 3D Effektes unter einem Tattoo, die Formen und Möglichkeiten sind vielseitig. Die Implantate selbst bestehen meist aus Teflon, Titan, Silikon oder Chirurgenstahl.

Zum Vorgang: Nach dem gründlichen Desinfizieren (wie vor jedem verschönernden Eingriff) wird mittels einer Spritze die Hauptpartie betäubt, unter der das Schmuckstück angebracht werden soll.

Danach unterscheidet man in der Vorgehensweise zwischen zwei Arten von Implantaten. Diese, die gänzlich unter der Haut liegen um einen 3DEffekt zu bekommen und jene, bei denen ein Teil des Implantates außerhalb bleibt (transmerdale Implantate).

Zuerst letztere Variante:

Der Schmuck besteht meist aus einem Titaniumplättchen, auf dem der Stecker und das Gewinde sitzen. Ähnlich einem Labret-Piercingstecker, nur das das Plättchen meist etwas größer ist. Die Austrittsstelle des Implantates, wo auch im Nachhinein der Schmuck sichtbar bleiben soll, wird zu erst zur Hilfe markiert. Anschließend wird etwa 3 cm neben der Markierung ein Einschnitt von etwa 1 – 1,5cm vorgenommen, der alle Hautschichten durchtrennt. Danach wird die Haut (meist mit einem Stumpfen Werkzeug) vom Gewebe gelöst um eine „Hauttasche“ und damit Raum für das Implantat zu schaffen. Mit einer Art Zange wird der Fremdkörper dann unter die Haut geschoben, bis er richtig liegt und etwas nach oben gegen die Haut gedrückt. Es folgt ein kleiner Schnitt*( an Stelle der Markierung um den Teil, der Außen liegen soll durch die Wunde hinaus zupressen. Danach wird der erste Schnitt, neben dem eigentlichen Implantat nur noch vernäht. Fertig.

*(Wahlweise kann der Ausgang für das Gewinde auch mittels eines „Dermal Punch“ – eine Art Locher mit der auch Ohren für Flah-tunnels mit einem Durchmesser von bis zu 8mm gelocht werden können – gestanzt werden. Hierbei hat man den Vorteil, dass der Heilungsprozess weniger kompliziert wird, da das ausgestanzte Loch exakt dem Durchmesser des Steckerst entspricht und das umliegende Fleisch weniger Druck ausgesetzt ist.)

Für die Heilung wird zuerst ein kurzer Aufsatz aufgesetzt. Nach der Heilung können die Applikationen auf dem Gewinde natürlich beliebig ausgetauscht werden. Meist sind es einfache Kugeln, doch auch Spikes oder Kegel sind gängige Elemente. Mit dieser Methode kann man zum Beispiel auch kleine Hörner auf der Stirn imitieren. Der Abheilprozess selbst wird in der Regel von Schwellungen, Schmerzen und Hautverfärbungen begleitet.

Die Variante, bei der das gesamte Implant unter der Haut liegt ist ähnlich der anderen, mit dem Unterschied dass abschließend kein Schnitt erfolgt um einen Teil nach Außen stehen zu lassen. Nach Abschluss der Prozedur wird der Fremdkörper einige Tage mit einem Verband fixiert und verheilt relativ schnell.

Nun denn;)

Zugegeben, der Ablauf klingt etwas makaber. Aber es ist so gut wie jede Körpermodifikation mit Schmerzen und Unannehmlichkeiten verbunden. Was letztendlich zählt, ist das Endergebnis und es wird ja keiner dazu gezwungen.

Danke an meine treuen Leser;)

Ich hoffe es hat euch gefallen!

Lg,

SVdL

BodyArt: Cutting/Scarification

So, guten Abend!

Heute warte ich mit einem weiteren BodyArt Post auf. Das heutige Theama ist Cutting oder auch Scarification genannt.

Scarifizierungen oder auch Schmucknarben ganannt, zählt heute nach Piercings und Tattoos zu den beliebtesten Arten der Körpermodifikation. Ursprünglich stammt dieser Brauch aus afrikanischen Völkern und diente zur Zuordung zu Clans, als Schmuck oder auch als Zeichen für Mädchen die in das heiratsfähige Alter eintreten.  Damals wurde auch das sogenannte „Packing“ praktiziert. Die Haut wurde schräg und etwas tiefer eingeritzt so das sich eine kleine Hauttasche bildete. Anschließend gab man etwas Ton (oder anderes) hinein und ließ die Wunde verheilen. Das Ergebnis war eine massive Narbenbildung. Der Fremdkörper wurde entweder vom Körper ausgestoßen oder verblieb unter der Haut. Diese Methode zählt damit zu den ältesten Möglichkeiten seinen Körper zu schmücken.

In der heutigen Zeit und in diversen Tattoostudios wird dies natürlich anders gehandhabt. Hierbei handelt es sich nicht bloß um das Zufügen von Narben, sondern um das kunstvolle Verzieren des Körpers.

Wie der Name schon sagt, wird das Motiv, unter Verzicht auf Farbe, in die Haut eingeritzt. Dabei werden jedoch nur die Außenkanten der Kontur eingeritzt und die Haut dazwischen anschließend entfernt, um breitere und schmalere Linien zu erzielen. Mittels des Skalpells und etwas Fingerspitzengefühl lässt sich auch sehr fein und sauber arbeiten. Größere Flächen werden zum Beispiel durch Hautentfernung (Skin-Removal) erzeugt.

Eine weitere Methode zur Erzielung von Schmucknarben ist die, mit Hilfe eines Tattoogerätes. Hier wird ebenso komplett auf Farbe verzichtet. Die gespreizte Tattoonadel wird weiter aus der Maschiene gelassen um so tiefer stechen zu können. Dies ergibt aber oft nur eine schwache Narbenbildung.

Der Schmerz im Allgemeinen bei den verschiedenen Varianten soll dem, beim Tätovieren gleichkommen.

Nach der „getanen Artbeit“ beginnt ein etwa 3-6 Wochen langer Heilungsprozess, in dem sich die Narben vollständig ausbilden. In dieser Zeit kann auch ein ähnlicher Juckreiz entstehen, wie bei einem frisch gestochenen Tattoo. Solange sich auf den Wunden Krusten bilden, müssen sie gut gepflegt werden. Zu Anfang sind die Narben noch sehr tief und werden erst mit der Zeit (was ein halbes Jahr und auch länger dauern kann)  höher bis sie sich zu den gewollten schönen Narben entwickelt haben…

Und schon wieder sind wir am Schluss. Ich kann nur sagen, das mich Cutting auch in der Praxis interessieren würde. Demnach das es nicht wirkich schlimmer sein kann als Tätovieren, es auch richtig gut aussehen kann, wenn es preziese gemacht wird und ich mit meinen ganzen Piercings und Tattoos nicht unbedingt zu der wehleidigen Sorte gehöre, werde ich diese Möglichkeit mal im Hinterkopf behalten;)

Vielleicht haltet ihr mich jetzt für ein bisschen „abnormal“, aber was ist schon normal;)

SVdL

BodyArt: Das Augenpiercing

Guten Tag, Leute!;)

Wenn euch das Oberflächenpiercing interessiert hat, so werden euch hier die Augen aus den Köpfen rollen, sofern ihr es noch nicht kennt:p

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Das AugenbrauenPiercing

Diese Methode – und auch das Piercing selbst – wurde von Gerrit Melles, Augenarzt und Leiter des Instituts für innovative Augenchirurgie, in Rotterdam, Niederlande erfunden und gilt dort bereits als letzter Schrei. Das Augenpiercing wird – im Gegensatz zum Augenbrauenpiercing – direkt in die oberste Schicht der Bindehaut des Auges implantiert. Der Schmuck besteht meist aus wenigen Millimeter großen Platinplättchen.

Der Vorgang wird mittels eines chirurgischen Eingriffes und unter Lokalanästhesie (örtlicher Betäubung) innerhalb etwa 15 Minuten unter mikoskopischer Kontrolle durchgeführt und kostet in etwa 500 bis 1200 Euro. Im Angebot stehen Halbmonde, Sterne oder Herze als Motive die neben der Iris plaziert werden. Der Erfinder selbst versichtert, ein solcher Eingriff ziehe keine gesundheitlichen Folgen nach sich und der Schnuck selbst könne leicht wieder entfernt werden.

Andere Augenärzte raten dringen davon ab, da Nebenwirkungen wie Blutungen, Augenreizungen, Vernarbung, Schielen, Fremdkörperreaktionen,  oder Lochbildung in der Bindehaut auftreten können. Weiters wird befürchtet das Auge könnte erheblichen Schaden nehmen, wenn das Implantat zum wandern beginnt.

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Recht viel mehr Informationen lassen sich noch nicht finden da der Ansturm auf diese neue Erfindung im deutschsprachigen Raum noch nicht besonders groß ist. Ich kann nur sagen das mich der Gedanke etwas auf oder in dem Glaskörper meines Auges zu haben entsetzt. Mir graut vor der Vorstellung das das Implantat wirklich immer weiter hinein wandert.

Hat jemand von euch schon mal von dem sogenannten Augenpiercing gehört? Was denkt ihr dabei? Top oder Flop?;)

Lg,

SVdL