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Als ursprünglich gelernte Bautechnische Zeichnerin, arbeite ich zur Zeit als Büroassistentin und tobe mich privat gern an Hammer, Schlageisen & Co aus.

Tattoo: Suprasorb F im Test

Hallo allerseits!

Ist schon etwas länger her das ich hier gebloggt habe, aber jetzt ist es mal wieder an der Zeit einen Tattoo Post zu verfassen.

Natürlich war ich in den letzten Jahren, auch ohne es hier großartig breitzutreten, das eine oder andere Mal tätowieren. Genaugenommen habe ich seit September 2013 30 Sitzungen hinter mir. Ja da ging ein wenig weiter, aber da ist immer noch zu viel nackte Haut übrig.

Vor allem aber lernt man so die eigene Haut mit ihren „Heilskills“ kennen. Zeit also um neue Möglichkeiten zu testen!

20161227_180651Jetzt zum eigentlichen Thema: Suprasorb F. Dabei handelt es sich um eine flächig klebende Folie/ Membran die ursprünglich für Brandwunden und dergleichen entwickelt wurde, jedoch auch bereits bei Tattoos Anwendung findet. Suprasorb F ist luftdurchlässig, sodass Wundflüssigkeit verdunsten kann, wärend der Schmutz draußen gehalten wird. Das nennt man dasnn anscheinend „Nassheilung“.
Außerdem ist die Folie so hauchdünn das sie (je nach Körperteil) nicht stört. Man kann die Folie bei großen Motiven auch überlappend anwenden um alles Nötige abzudecken.
Man gibt die Folie ohne vorheriges Cremen auf das frische, gereinigte und abgetupfte Tattoo, streicht sie glatt, sodass keine Luft darunter eigeschlossen wird und lässt sie dort die ersten 2-3 Tage (maximal!). Danach wird die Folie vorsichtig abgezogen und das Tattoo ganz normal mit Creme weiter versorgt.
Soweit zur Theorie also.

So weit so gut! Das Erste Mal…

Das erste Mal bekommen habe ich sie schon vor einem Jahr, direkt nach dem Tätowieren. Meine damalige Tätowiererin war gerade selber noch in der Testphase und da ich ja auch gerne Neues ausprobiere, hab ich sie mir gern nach dem Stechen verpassen lassen. Leider fand ich sie damals nicht gerade hitverdächtig. Einerseits weil das betreffende Tattoo sich vom Oberarm auf die Schulter rauf zog und die Folie doch wegen der Spannung beim Heben des Armes störte… andererseits weil so frisch nach dem Stechen der ganze überschüssige Farbschmodder mit ner Menge Wundwasser rauskam, sich massig unter der Folie sammelte und das Tattoo dadurch verschmiert und ziemlich arm dran aussah. Nach 4Stunden hatte ich dann die Nase voll und das Ding wieder runtergerissen um zu meiner bewährten Pflegemethode zurück zukehren…

Später habe ich dann noch von 2 anderen Tätowierern gehört das sie es ebenfalls bereits an Kundschaft getestet haben und auch nicht besonders davon überzeugt waren. Damit war das Thema also für mich abgeschlossen… vorerst.

Viele Sitzungen und ein paar Stecher Tätowierer später, bei meinem letzten Tattoo, einer Kombizange am Unterarm (ja ihr lest richtig) wollte ich es doch noch mal in Eigenregie probieren. Einfach weil das gegenwärtige Wetter nicht zulässt es die ganze Zeit unbedeckt zu lassen, ich in der Arbeit oft mit staubigen Plänen in Kontakt komme und mich der scheuernde Stoff bei jedem Tattoo sowieso irre macht. Am Unterarm, wo die Ärmel meist eher enger sitzen und sich die Creme sofort im Stoff verflüchtigt noch eine Stufe nerviger.

Und so habe ich es mir am Tag des Termins gleich mal in die Apotheke bestellen lassen. Mit etwa 7,- pro Rolle (1mx10cm) verschmerzbar. Vor dem Stechen habe ich noch mit dem Chef des Körperkunstladens darüber geredet. Mir war schon vorher klar, das er warscheinlich auch nicht viel davon halten wird – so wars auch. Auch in seinem Laden wurde die Folie bereits getestet und für nicht gut befunden – der Schmodder, das Wundwasser etc. (O-Ton: Das ist für Leute die zu faul zum Cremen sind)

Und trotzdem! Ich hatte es bereits in der Tasche und irgendwas muss ja dran sein wenn einige Berichte darauf schwören!

Und so lief das dann bei mir ab:

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Unterarm mit Suprasorb F

Die 0815 Frischhaltefolie, die man nach dem Stechen draufbekommt, ließ ich wie immer 4h oben, reinigte das Tattoo wie gewohnt mit Seife und lauwarmen Wasser, tupfte es vorsichtig mit Küchenrolle ab und schnitt ein entsprechendes Stück von der Suprasorb F Rolle ab. Mein Mann half mir anschließend die neue angebliche Superfolie anzubringen (2 Hände nötig, Anweisung auf der Verpackung)

Sie schmiegte sich perfekt an die Haut, fiel nicht sonderlich auf, löste sich auch an den Rändern nicht ab und auch am nächsten Tag sah man kaum Farbschmodder und keine Wundwasser gefüllten Blasen. Logisch dass das Tattoo nicht mehr so klar aus sah wie nach dem Stechen, aber ich ließ mich davon erst mal nicht weiter beirren.

Das Ablösen

Nach den max. empfohlenen 3 Tagen machte ich mich also ans Ablösen. Huijuijui, das hat schon ganzschön geziept – wie Gewebepflaster das schon ein paar Tage an der Haut klebt und nicht mehr weg will.
1Ich bekam Schiss mir da was mit runterzureißen, was eigentlich noch oben bleiben sollte. Erst recht unangenehm fand ich es als ich dann die abgelöste Folie in Händen hielt. Ein kurzer Schreckmoment, ob ich da einen Haufen Kruste runtergerissen hatte… nein, das war zum Glück alles nur der Farbschmodder, der nach dem Aufkleben noch raus kam und das Tattoo blurry aussehen hat lassen. (Die „Kruste“ ist in dem Fall noch weich und bildet sich mit der Zeit erst richtig an der Luft). Und genau an den tätowierten Stellen war das Entfernen der Folie auch nicht so… ziepend… wie auf der intakten Haut rundherum.

Jedenfalls habe ich nach dem Entfernen alles vorsichtig gewaschen und seit dem normal gecremd. Zwei Tage später, also am Abend des 5. Tages (nach dem Stechen) hat es sich dann bereits zaghaft angefangen zu häuten – was in meinem Fall eine Verzögerung der Heilung um einen ganzen Tag bedeutet, da bei mir die „Häutung“ meist nach 4 Tagen einsetzt. (Das bedeutet das ich die Folie auf jeden Fall nochmal testen werde und sie dann nach 2 statt 3 Tagen entfernen werde)

Fazit:
Direkt
nach dem Stechen eher nicht zu empfehlen! Da muss erst mal die überschüssige Farbe und das erste Wundwasser raus und wer weis ob die ganze Vaseline, die beim Stechen verwendet wird, sich ohne genug Wasser und Seife überhaupt rückstandslos (genug) entfernen lässt. Ein paar Stunden nach dem Stechen, wenn es bereits vom Träger selber zu Hause in Ruhe gereinigt wurde durchaus eine gute Möglichkeit das frische Tattoo an gewissen Körperstellen einfach zu handeln. Natürlich nach wie vor nur die  ersten 2-3 Tage!

Die Vorteile der Folie sind das man sich in den ersten kritischen Tagen nicht viel um das Tattoo scheren muss, was eben je nach Körperstelle und Aktivität mal mehr mal weniger Sinn macht. Sollte man sich zb. was am Rücken stechen lassen und ist nicht so gelenkig kann man sich viel Frust ersparen. Ausnamslos jedes Mal werde ich sie in Zukunft nicht verwenden. Aber gerade im Winter finde ich es eine sehr praktische Alternative zu festgesifften Pulloverärmeln und Dergleichen.

Auf der Minusseite steht dann wieder die um einen Tag verlängerte Heildauer durch das verzögerte Häuten, wobei hier nochmal ein Test mit 2 Tagen Folie ansteht. Die Qualität der Tätowierung wurde jedenfalls nicht beeinflusst und die Heilung ist bis jetzt problemlos recht smooth und ohne Juckreitz verlaufen. Es häutet sich jetzt quietschfidel wie immer und zeigt mir Stück für Stück die neue Hautschicht.

Also mein Resüme:

  • Es ist eben situationsbedingt sinnvoll
  • Besser als erwartet
  • ich würds wieder machen

Zum Vergleich, ich habe mir 3 Tage vor der Zange bereits eine Ahle stechen lassen (=ebenfalls Werkzeug) und die Heilung war… abenteuerlich wie niemals zuvor. Ich weis auch nicht was da los war aber meine Haut hat deutlich gezickt, wärend die Kombizange… nunja, steht ja alles oben da ;)

Ich hoffe das hat euch nicht gelangweilt und die Tätowierten unter euch (bzw. die, dies noch werden wollen ;) ) konnten etwas von der Info für sich mitnehmen.

Stay tuned!
Van Lure.

2
Frisch nach dem Entfernen der Folie.

Viele Fragen, kaum Antworten

Leute, es ist krank. Es ist einfach krank mit was wir uns in der heutigen Zeit herumschlagen müssen. 

In Frankreich diskutiert man über das Burka-Verbot, Videospiele verrohen und manipulieren die Jugend, Lehrer sind weltfremde Idioten und alles was du gerne tust, machst du doch nur weil es von dir erwartet wird obwohl uns alles offen steht.

Aber fangen wir von vorne an.

Als Bücher erschwinglich wurden hieß es sie würden die Jugend verderben. Junge Leute würden nur noch lesen und nicht mehr nach draußen gehen, sich zurückziehen und auf dumme Gedanken kommen. Klingt bekannt, nicht? Die selben Diskussionen haben wir nun mit Videospielen.

Also alles eigentlich kein Grund zur Sorge weil sich die Geschichte sowieso immer wiederholt – wäre da nicht die Frage: Wiederholt es sich oder entwickelt es sich (in eine negative Richtung oder nicht?) weiter?

Burkiniverbot: Frauen mussten sich das Recht Hosen tragen zu dürfen hart erkämpfen. Wiederholt sich dieser Kampf nun um das Recht sich zu verhüllen oder will das (verpönte und vom Matriachart angeprangerte) Patriarchat die Verhüllung? 

Wo ist der Konsens zwischen Tradition  (=weils schon immer so war [=die letzten 100 Jahre]) und Weiterentwicklung?

Besteht die Möglichkeit das eine Frau gerne für ihren Mann kocht/ putzt/ Kinder großzieht oder wurde sie nur so erzogen bis sie es selbst glaubt?

Hat eine Frau überhaupt eine beachtenswerte Meinung die sich nicht mit Gehirnwäsche oder Fehlleitung „erklären“ oder interpretieten lässt?

Kämpf wir nicht nach wie vor einen Kampf zwischen „ich will“ und „ich mach dich wollen“ zwischen den Geschlechtern?

Sind Lehrer heute wirklich so anders als zu unserer eigenen Schulzeit und warum hegen die heutigen Eltern solch Groll gegen diesen Berufsstand? Sind wir mit unserem Werdegang wirklich so unzufrieden das wir späte Rache nehmen müssen indem wir unseren Kindern Absolution erteilen und Fehler immer nur bei anderen suchen?

Müssen wir wirklich davon ausgehen das Menschen in unserem Umfeld so denken wie wir und jede andere Ansicht in Frage stellen weil WIR andere Antworten gefunden haben?

Warum ist es selbstverständlich das Frau die Pille nimmt und warum werden die Nebenwirkungen  (Emotionalität, Stimmungsschwankungen) als „typisch weiblich“ kritisiert, als Tatsachen akzeptiert oder ignoriert weil die Konsequenz des Protestes wäre unangenehme Verantwortung auf das andete Geschlecht zu übertragen?

Warum werden Schwule Männer von Gleichgeschlechtlichen dafür angefeindet weil sie keine „Mitbewerber“ sind? Wird die Angst einer theoretisch möglichen Vergewaltigung plötzlich zu real? Und warum ist heterosexuelle Vergewaltigung noch immer ein Kavaliersdelikt wärend im Straßenverkehr ein halbwegs berechtigter Stinkefinger schon ein Bußgeld nach sich ziehen kann?

Warum muss die Welt in Patriarchat und Matriachart aufgeteilt werden?

Warum wird sie im Alltag nochmal nach Glaubensrichtung aufgeteilt?

Warum muss der Glaube omnipresent in Erscheinung treten? Warum muss ich mein Innerstes auf Sozial Media nach außen tragen wenn ich gerade mal 50% (wenn überhaupt) meiner „Friends“ persönlich kenne?

Warum muss ich hinter jeder Ecke Intrigen vermuten sobald sie mit meiner heilen Welt kollidieren und warum sind Fakten irrelevant wenn ich anderer Meinung bin?

Chemtrails, Transgender, Religion, Kiffen…

Warum ist es nicht genug sich die eigene Meinung auf Grund von FAKTEN zu bilden? 

Warum bringen Landsleute und Polizisten auf den Philippinen Menschem um, nur weil sie Entscheidungen gefällt haben die mit den eigenen nicht konform gehen ohne Dritten zu schaden?

Warum?

MEINE Wahrheit ist: Es wird immer Menschen geben die gegen meine Ansichten handeln sowie meine Taten gegen die Prinzipien anderer verstoßen werden. So wenig wie ich mir mein Leben von anderen diktieren lassen möchte, so wenig habe ich über andere zu richten solange sie niemandem emotionalen oder physischen Schmerz verursachen. Etwas gesellschaftliche, äußerliche Anpassung dient dem Zusammenleben. Alles darüber hinaus ist meine Sache. 

Und sind wir mal ehrlich, wenn jeder in sich geht findet jeder einen Part in sich den „die Gesellschaft“ nicht akzeptieren würde. Ob es jetzt die Tatsache ist, sich als Frau partout nicht zu reproduzieren zu wollen, HausMANN zu sein, homosexuell zu sein, gerne zu kiffen oder seinen Lebtag vorm Pc oder unter der Burka/ im Kloster sein Leben zu verbringen.

Wir haben uns über die Jahrhunderte Vielfalt, freie Meinungsäußerung und Individualismus eingebrockt – also müssen wir nun auch damit ferig werden und andere akzeptiertieren. Und auch wenn wir manche Beweggründe schwer nachvollziehen können – egal wie „common“ unsere eigenen Verhaltensmuster sind, keiner von uns ist das sog. Alpha & Omega. Also: shut the fuck up – und lasst die scheiß Hetze gegen Menschen mit denen ihr nie zu tun haben werdet/ nicht tangieren und lebt euer Leben mit Toleranz und weniger Stress allgemein. Das Leben ist zu kurz um nur mit dem Finger auf andere zu zeigen.

Bezwingt euren irrelevanten Ordnungszwang die Welt betreffend. Geht wählen und werdet erwachsen. Es gibt so viele Wahrheiten. Warum soll eure/ deine/ meine die einzige sein die funktionier?

Nicht richtig gegendert…

Eigentlich habe ich diesen Post in meinem Beziehungsblog veröffentlicht, da dieser aber noch recht wenige Leser hat, veröffentliche ich ihn auch hier, weil mich eure Ansichten interessieren würden:

 

Heute morgen musste ich seit langem mal wieder den Zug in die Arbeit nehmen. Da kam mir am Bahnhof ein viel zu fröhlicher 20-Jähriger entgegen, der jeden fröhlich grüßte und einfach generell ein bisschen überdreht war. Und weil ich ja auch kein kalter Klotz bin und er offenbar nach einem kleinen Tratsch suchte ging ich ein Gespräch mit ihm ein.

Beim Einfahren des Zuges fragte er ob er sich zu mir setzen dürfe und freute sich darüber das er mal jemanden zum Reden hat. Wärend der Fahrt sprach er dann etwas aus, wo ich jetzt noch nicht weis wie heftig ich den Kopf schütteln soll:

“Du bist nicht richtig gegendert”

WTF? Ich bin ihm jetzt aber nicht wirklich böse wegen der Aussage, aber… WTF? Er hatte es weder lustig noch gemein gemeint – einfach eine neutrale Feststellung. Und sie bringt mich zum Nachdenken. Zwar nicht in die Richtung das ich mich ändern sollte – nix da, ich bin viel zu bequem dafür mich in weniger bequeme, hübschere Klamotten zu schmeißen. Mein bevorzugter Stil ist: stilvoll abgefuckt aber sauber und schwarz. Dazu komm ich später noch ;)

Die Fragen über die ich eigentlich nachdenke sind:

  • Was sagt das dem, dem das aufgefallen ist über mich?
  • Hätte er auf irgendeinen bestimmten Hintergrund gehofft?

Und:

  • Denkt er an mir ist was faul deswegen?

Denn wenn es schon eine Erwähnung wert ist, entspreche ich nicht der Norm. Entspreche ich nicht dem Bild das er sonst hat. Undzwar so sehr das es ihm 1) auffällt 2) dem einen Namen geben kann.

Ich habe mir noch nie Gedanken darüber gemacht ob ich mich jetzt eher männlich oder weiblich kleide. Schließlich kaufe ich ja auch meine Klamotten in der Damenabteilung und nicht bei den Herren. Das die Klamotten, die ich kaufe meist nicht das sind was der Großteil an Frauen trägt – ok. Aber deswegen ist das doch nicht “falsch gegendert” ?

Was ich übrigens getragen habe, als ich dieses eigenartige Feedback bekam:

  • Einen kurzen Damenmantel mit Flokatikragen
  • Damenstiefel bis zum Knie, etwa 5cm Absatz
  • Eine Jogginghose in die Stiefel gesteckt (zu meiner Verteidigung: Ich habe die Bürohose drunter und ziehe die Jogging im Büro aus. Ich hasse die Kälte so sehr…)
  • Einen Zipper Hoodie

Alles schwarz schwarz schwarz und aus der Damenabteilung div. Onlineshops.

Vielleicht sieht man auch einfach nur auf den ersten Blick das ich mich nicht für die Öffentlichkeit herausputze. Das ich nicht versuche für Wildfremde oder Arbeitskollegen “hübsch” im klassischen Sinne zu sein.

Frühling, Herbst und teilweise Sommer trage ich sonst eine fette Bikerjacke. Dazu am Liebsten ein ärmelloses (Band)Shirt in schwarz – oder eins das mal schwarz gewesen ist (der selbstgemachte Used-Look gefällt mir immer noch am Besten)  DA hätte mich diese Aussage viel weniger gewundert, aber doch nicht wenn ich mich winterkleidungsbedingt schon an das angenähert habe, was andere als “Frau” bezeichnen.

Oder ist es der Umstand das ich nicht so weiblich dasitze? Wie sitzt man eigentlich weiblich? Warscheinlich nicht so wie ich, denn ich bekomme die Beine kaum zusammen. Meist sitze ich breitbeinig und in den Sitz gesunken da. Sind die Beine überschlagen ruht mein Knöchel oder die Wade auf dem Knie. Nicht gerade die Grazie, mit sittsamer Körperhaltung also, aber das wäre auch nur dann ein Problem wenn ich auch Röcke tragen würde…

Ich quietsche manchmal wie ein Girlie Girl wenn mein Freund und ich Rangeln, trage lange Nägel und Schmuck, komme bei Tierbabys nicht mehr aus den “Oh’s” und “Aw’s” heraus und gebe zu das ich mal einen Bollywood Fim gesehen habe bei dessen Ende mir die Tränen kamen – und ich habe mir erlaubt über diesen Kitsch zu heulen. Ich finde es sieht im Resturant auch immer besser aus wenn der Mann bezahlt (auch wenn er das bei der Hälfte der Gelegenheiten mit meiner Börse macht, da wir uns immer ausgleichen) und wenn mir anderswo gerade nach Klischee ist – dann bediene ich das auch.

Auf der anderen Seite schminke ich mich nicht, die Nägel wachsen einfach bis sie abbrechen und wenn die Schuhe dreckig sind, sind sie eben dreckig. Ich vergesse im Winter absichtlich die Beine zu rasieren, was ich wenn schon, auch nur bis zum Knie mache und zum Frisör gehe ich nur ungefähr jedes 10mal wenn meine Freundin meiner Mutter die Haare in unserer Küche macht. Umkleidekabinen sind ein Graus für mich und wenn ich in einen Klamottenladen gehe weis ich genau was ich brauche, hole mir das und stelle mich ohne Umweg an die Kasse. Blumen sind schön und ich freu mich wenn ich welche bekomme aber 15Sek. später weis ich schon nicht mehr wo hin mit dem nutzlosen Schrott. Dafür weis ich mehr über Werkzeug und seine Anwendung als mein Freund.

Und wisst ihr was? Ich bin verdammt stolz darauf das ich mich weder durch Gesellschaft noch Werbung dazu genötigt fühle darauf zu achten mit irgendwas konform zu gehen.

Und noch wichtiger: Ich fühle mich deswegen nicht schlecht. Ich habe keine Identitätskriese und es ist mir scheißegal wem das passt oder nicht.

  • Bin ich richtig gegendert?

Wozu?

  • Muss man eindeutig gegendert sein?

Nein.

  • Bin ich deswegen weniger Frau?

Nein.

Beweisführung abgeschlossen.

 

Was ist eure Meinung dazu?

Perchtenlauf in St. Georgen (a.d.Gusen)

Fotos gibts weiter unten ;)

picturing the world

Habe ich eigentlich schon mal erwähnt das ich Perchtenläufe liebe? Also nicht nur mag, sondern wirklich liiiiiebe? Ein Lauf ohne von midestens einem Percht „geknuddelt“ (oder geschlagen) zu werden ist für mich kein gelungener Lauf. Man muss das Brauchtum spüren! (und riechen, das ist unvermeidlich)
Jedenfalls dachten wir am Samstag, wir würden uns meine Lieblings-Perchten-Truppe, die Mühlviertler Rauhteufel, ansehen. Was wir im Vorfeld übersehen hatten war, das es ein Lauf mit mehreren Gruppen war, der im Endeffekt fast 2 Stunden mit kleinem Abschlussfeuerwerk gedauert hat.

„Krampus- Teufeltreffen der MRT“ (hieß es eigentlich)

Also ein Event mit (Schirch*)Perchten, Krampussen, Teufel, Hexen und Engel… (Gut, für die Engel & den Nikolaus interessieren sich die Leute kaum, gehören aber auch dazu!)

Taktisch wohl überlegt haben wir uns an eine Stelle gestellt die nur mit Absperrband abgetrennt war (anstatt dem typischen Eisengelände) – man will ja was erleben.

Mir viel auf das die LED-Augen immer mehr werden. Ich finde nicht das man sie unbedingt braucht, bei manchen sehen sie aber ganz schick aus.

Manche Vereine hatten auch wieder kleine (feuerschpuckende) Gefährte. Umgebaute Minitraktoren, Rasenmäher & Zugkarren.

Auch gehören Signalfeuer, Feuerschalen (die manchmal an einer Kette einfach nachgezogen werden), Fackeln und brennende Sensen und alles was ordentlich Rauch macht einfach dazu. Zeitweise hat es an unserem Standplatz ärger gestunken als an Silvester. Wobei für den Krach ja die Schellen und Glocken da sind, die auf den Rücken, oder um die Hüfte geschnallt werden. Fängt einer damit an zu hüpfen (oder modern: twerken) gibt mir der Lärm manchmal einen richtig heißen Adrenalinstoß aus Vorfreude.

Die einzige Sache die mir diesmal wortwörtlich weniger geschmeckt hat war, das der Boden nass war, weil es kurz zuvor noch geregnet hatte. An sich ja noch nix Schlimmes, aber die Ruten (die meistens Kuh- oder Pferdeschwänze sind) haben sich mit dem Dreck schön vollgesogen und immer wenn in der Nähe damit ausgeholt wurde, konnte ich wieder diesen erfrischenden Sprühregen an Dreck auf meinem Gesicht spüren. Nagut, nach ein paar Perchten, stört das auch nicht mehr.

Ansonsten haben die 3-4 jungen Burschen von der anderen Straßenseite die meisten Prügel eingesteckt. Die haben aber auch geradezu darum gebettelt und jeder deutlich hörbare, dumpfe Treffer wurde von „meiner Seite“ (nicht nur von mir) mit Johlen gefeiert. Ach ja, Schadenfreude – darf man absolut haben wenn der „Schaden“ im Sinne des Geschädigten ist ;) Manche Perchten haben ja auch bei mir ordentlich auf die Beine gedroschen. Alles im Rahmen, aber doch härter, als man erwartet bei 2 Hosen zu spüren.

Es war auf jeden Fall einer der besten Perchtenläufe, die ich bis jetzt gesehen habe. Dagegen finde ich Linz (OÖ) etwas lahm. Meine Lieblinge bleiben zwar trotzdem die Rauhteufel, aber auch bei den anderen Vereinen waren einige Masken zum Niederknien!

Ein kleiner Einblick in original Österreichisches Brauchtum gefällig? ;)

Für Diejenigen von Außerhalb, die sich auch gerne mal einen Lauf ansehen würden: Lasst euch auf die Beine schlagen, die Mütze runterziehen und durchs Gesicht wurschteln, der große, pelzige Kerl im Kostüm tut euch nicht wirklich viel. (Ein paar blaue Flecken hält jeder aus) Nur wenn ihr ihn an der Maske/den Hörnern anfasst, kann es sein das der Spaß ganz schnell vorbei ist, weil ihr dann nämlich nicht nur ein sauteures, handgeschnitzes Kunstobjekt begrabbelt, sondern auch den Träger verletzen könnt. Wenn man Glück hat, nimmt er nur die Maske ab und hält eine Standpauke, aber da gabs auch schon einige die dann wirklich erst richtig in ihrer Rolle aufgegangen sind…

Wer übrigens ein Abwehrmittel braucht weil er zwar zuschaun aber möglichst nicht angetatscht werden will: Wenn er euch schon mit fiesem Blick anvisiert, haltet einfach eine Kamera oder Handy vor euch. Er wird sich erst für ein Foto in Pose werfen und dann mit Glück weitergehen. Das ist auch der Grund warum mein Freund den Auftrag zu Fotografieren hat – mit Kamera in den Händen geht mich ja kein Percht an ;)

Außerdem sind sie auf Nachfrage immer auch gern zu nem Foto mit euch bereit. Die Läufe sind eine Mischung aus wilder (Feuer)Show, Züchtigung des Publikums, Krach und Zuckerl für die Kinder. Auf jeden Fall viel gute Laune mit ein paar blauen Flecken ;)

*österr. f. „hässlich“

Erwischt! III – Spatz

4Man merkt das Sommer ist wenn sich im Haus das Kleingetier häuft…

Heute habe ich einen Spatz für euch. Der kleine Kerl hat zu spät bemerkt das Kater Chalis sich wieder am Balkon rumtreibt. Jedenfalls wurde ich gerade von meiner schreienden Mutter alarmiert, die den flatternden Gesellen im Computerzimmer nicht zu fassen bekam.

Ich hatte ihn (Übung macht eben den Meister) relativ schnell dingfest gemacht. Im Gegesatz zur Bachstelze war dieser nicht so geschockt und sehr aufgeweckt.
Nach 2-3 Minuten durfte er schon wieder ab in die Freiheit und ist davon wie ein Pfeil. Diesmal blieben auch nur 2 winzige Federn zurück, die ihm Chalis ausgerupft hatte;)

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Erwischt! II – Bachstelze

Erwischt! geht in die nächste Runde. Diesmal mit Federvieh;)

Diese junge Bachstelze hier hatte unglaubliches Schwein, denn beinahe wäre sie zum Catkill geworden. Aber wie es der Zufall so wollte saß ich gerade vor dem Fenster und erlebte live mit wie sich unser 9kg Kater plötzlich wie ein weißer Tiger auf etwas Fedriges stürzte. (Ich bin immer wieder beeindruckt wie schnell und elegant diese Masse in Bewegung geraten kann)

20150622_200948Nach ein paar Metern habe ich unserer Killmachine dann rechtzeitig die Beute aus dem Maul gezupft. Zuerst dachte ich, es wäre schon zu spät, aber der Piepmatz hatte wohl „nur“ den Schock seines Lebens und musste sich erst fangen.
Die „Pumpe“ ging ihm jedenfalls ganz schön ;) Nach etwa 10min in der Hand, als das Herz schon ruhiger und der Vogel zappeliger war ließ ich ihn auf der anderen Hausseite von der Handfläche fliegen und siehe da: ich hatte die Hand nicht nur voller Vogel, sondern auch einen Haufen loser Federn, die vom Wind zurück durch die Tür und ins Haus geweht wurden, wo unser Katerchen mit Telleraugen meckerte…

Des einen Freud – des anderen Leid eben;)

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Erwischt! I – Zwergfledermaus

Laaange gabs hier nicht neues mehr, aber es geschehen ja doch noch Wunder…

Und dann gibts sogar noch eine neue Rubrik! Das hat den Hintergrund, das man, wenn man auf dem Land lebt, und 2 Kater da auch noch ihren Teil dazu beitragen, doch schneller ein Wildtier in Händen hat als man mit rechnet.

Es müsste eigentlich schon der Xte Eintrag dieser Sorte sein, aber eröffnen wir das Thema mit dem vorletzten Fall:

Nosferatu – die (vermutlich) Zwergfledermaus.

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Man beachte wie groß meine Hand aussieht… und ich habe kleine, zierliche Hände;)
Meine Oma hatte mich auf den kleinen Kerl aufmerksam gemacht. Er hing mitten am Nachmittag nur 20cm über der Erde an unserem Haussockel. Wir haben ihn erst nur fasziniert angeckuckt und hängen lassen. Ne Weile später war er aber auf den Boden geplumps. (Ist ja nicht so als ob ich in meiner Kindheit nicht alles von Mäusen bis Wespen – und ja, die Wespe macht man nur einmal –  mit der bloßen Hand gefangen hätte) Also aufgesammelt und ihm in nem Karton eine temporäre Bleibe eingerichtet.

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Er war so winzig und zerbrechlich, das sich keiner traute ihn zu untersuchen. Aber so etwas Flauuuuschiges habe ich ihm Leben noch nie berührt. Keine kleine Katze, Welpe, Hamster, Kücken kann DA mithalten.
Mein Freund, meine Mom & ich haben ihm abwechselnd mit der Pipette Wasser gegeben und nach 20h zum weiter Aufpäppeln beim Tierarzt abgegeben. Das war eines der wenigen Male, das alle Hausbewohner sich einig waren das etwas mit „-maus“ im Namen niedlich sein kann…

[Interview] Quis Ut Deus – Das Schmalzbrot der Götter

Hallo allerseits!

Da flattert mir kürzlich doch ganz unverhofft ein wenig Musik zu, die ich euch hier natürlich auch nicht vorenthalten will! Diesmal nicht nur mal was deutschsprachiges, sondern sogar aus Österreich! Ich möchte euch heute den Entertainer & Liederschmied Quis ut Deus vorstellen, der mit seiner für einen musikalischen Freibeuter erstaunlich angenehmen Stimme und seinen lustigen Texten nicht nur im Studio Meutereien anzettelt;)

Nachdem er erst 2013 mit „Rumfassbar“ sein erstes Album rausgebracht hat, gibt es mit „Das Schmalzbrot der Götter“ am 30. April wieder was auf die Ohren.

Und weil ich schon vor dem 30. April ins Schmalzbrot der Götter beißen durfte, hier mein Resümee…

  1. LarpsongCOVER_BACK_INLET
  2. So dicht dran
  3. Scheiß egal
  4. Weil ich ein Ghul bin
  5. Tanz den Piraten
  6. Luftschiff
  7. Auf Mythodea
  8. Linser Garde
  9. Hurenzelt
  10. Schwarzes Eis
  11. Tross Taverne
  12. Schwarzer Kreis
  13. Eines Tages
  14. Danke

Gesamtlaufzeit 43:35min.

Als ich mir das gute Stück in den Player geknallt habe war ich beim ersten Lied schon überrascht von der geschmeidigen Stimme die mir da an und ins Ohr dringt. Mal sanft, mal klangvoll, auf „Das Schmalzbrot der Götter“ singt Quis ut Deus über verschiedene Themen die die Welt bewegen, wie etwa das Nichtvorhandensein von Klopapier, oder wo der ideale Ort zum Sterben zu finden ist.

Natürlich werden auch Piraten und neben diesen noch andere Gestalten wie Ghule und andere Schurken thematisiert. Den Musikstil würde ich als eine Mischung aus Neue Deutsche Welle und Piraten Rock/Pop beschreiben. Die Musik steht eher im Hintergrund wärend der Schwerpunkt bei den Vocals liegt. Das ist hier auch gut so, denn die Lyrics sind sehr catchy und laden nach 1-2 mal hören schnell zum Mitsingen ein, was ich durch einen akuten Ohrwurm am eigenen Leib erfahren musste;)

Neben der Ukulele, die in fast jedem Stück zu finden ist, kommen auch Dudelsack, Cojon und Tamburin zum Einsatz (Bis auf den Dudelsack spielt Quis ut Deus alle Instrumente selbst)

Bei dem Track „Eines Tages“ wird sogar die E-Gitarre ausgepackt und „Schwarzer Kreis“ liefert den Hörern eine neue Version des bekannten Kneipenklassikers „Alkohol du böser Geist“. Auch den Larp-Fans wurde mit „Larpsong“ eine Nummer auf der Platte gewidmet und für alle Tanzwütigen gibt es noch die Aufforderung „Tanz den Piraten“.

Mit insgesamt 14 Tracks und einer Gesamtlaufzeit von knapp 44min kann sich das neue Album also sehen lassen. Meine Lieblinge und gleichzeitig ein paar Anspieltips für euch sind „Hurenzelt“ (der Ohrwurm), „Tross Taverne“, „Tanz den Piraten“ & „Schwarzes Eis“.

Also, reinhören Leute!


Und weil er ein wirklich charmanter Klabautermann ist, hat er mir auch gleich noch ein paar Fragen beantwortet.

me: Du hast doch Kostümschneider gelernt? Wie lange hast du in dem Beruf gearbeitet und wann hast du gemerkt das es nicht ‚deins‘ ist?

Quis Ut Deus: 20 Jahre hab ich als Kostümschneider gewerkt und schon immer gewusst das ich das nicht für immer machen möchte. Doch erst vor einem Jahr ist mir der Ausstieg gelungen. Ohne diese Falsche Jobentscheidung hätte ich aber vielleicht nie damit begonnen MUSIK zu schreiben. Denn die Musik war für mich damals die Möglichkeit zur Flucht vor dem Alltag.

me: Also bereust du beruflich soweit nichts, weil du zufrieden damit bist wie es sich bis jetzt entwickelt?

Quis ut Deus: Ich würde wohl alles noch mal ganz genau so machen. Na ja, vielleicht nicht ganz genau so.

me: Du scheinst generell ein positiver Mensch zu sein.

Quis ut Deus: Ja, ich halte mich selbst auch für einen Optimisten. Ich halte mich an den Buddhistischen Gedanken. Ändere was du ändern kannst uns akzeptiere was du nicht ändern kannst.

me: Seit 8 Jahren machst du Musik und veröffentlichst bald dein 2. Album. Wie bist du auf den vollmundingen Namen „Schmalzbrot der Götter“ gekommen?

Quis ut Deus: Warum das SCHMALZBROT der Götter: ich wollte etwas richtig Fettes machen. Einen richtig Fetten Sound. Und was ist schon fetter als ein SCHMALZBROT? Aber nicht irgend ein SCHMALZBROT! Nein, das Schmalzbrot der Götter!

me: Haha, das ist gut! Warum bist du gerade unter die Piraten gegangen? Hätte es nicht auch ein Hofnarr oder Barde sein können?

Quis ut Deus: Die Rolle ist an mich heran getragen worden. Eine LARP-Piratengruppe fragte mich ob ich nicht ihr Barde werden will. Wie man sieht, wollte ich. Aber das daraus am Ende ne richtige Musikergeschichte wird, damit hab selbst ich nicht gerechnet.

me: Daraus hat sich auch dann dein Musikstil ergeben, dem du bis heute treu geblieben bist?

Quis ut Deus: Ich brauchte für die Rolle ein Instrument und bin so an meine Ukulele gekommen. Die war leicht zu lernen und es sah lustig aus wenn ein Riesen Kerl wie ich so ein kleines Instrument spielt. Der Sound wurde fortan so geprägt als das er zur Ukulele passt.

me: Wenn du also einen Auftritt hast lieferst du das volle Paket?

Quis ut Deus: Das solltest du dir nicht entgehen lassen!

me: Das glaub ich dir und IHR solltet das auch nicht;)


– Steckbrief –

1234076_669158753096845_338694802_nQuis ut Deus:

Quis ut Deus ist Moderator und Entertainer. Mit seinem Hit „Klabautermann“ hat er schon tausende Leute auf Youtube begeistert. Seine Musik entführt euch in den Bauch eines Piratenschiffes draussen auf See oder in einer kleinen Hafenkneipe weit ab aller Gerichtsbarkeit. Seine Texte bringen euch zum Lachen und zum nachdenken.

Ob im Club, in der Kneipe, der Taverne oder dem Marktplatz. Quis ut Deus passt den Sound an jede Lokation an und überrascht mit kreativen Ideen und viel Humor.

Zusammen mit Dino Stelzl und Jürgen Leiche ist Quis ut Deus jedes Jahr auf dem wichtigsten Rollenspielevent “Tage der Tapferkeit” in der popolären Piratenkneipe “Chicken Twister” vertreten. Sowie auf allen Events und Veranstaltungen die einen tollen Musik-Event haben möchten.

Auf dem angesagten Webradio MMORPG – Radio könnt ihr Quis regelmässig als Moderator in der Quis Show hören.


 

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FB und seine Beziehungstücken

Ist mir kürzlich mal wieder was doofes passiert: Ich bin ja nicht so der passionierte FB-User und im Grunde war und ist es mir auch egal ob da überhaupt etwas unter Info über mich drinsteht, denn die wichtigen Leute müssen da nichts mehr nachlesen und die die mich nicht persönlich kennen… Aber nicht vorgreifen!

Stupst mich kürzlich doch jemand unbekanntes an, der ein paar Freunde mit mir gemeinsam hat – stups ich doch glatt mal zurück und bekomme 2 Minuten später die Freundschaftsanfrage. Uh! Ja, da hat die Alarmglocke schon geläutet. „Hier sucht wohl jemand nach ner Dame für mehr – aber ist ja egal, denn in meinem Profil steht ja eh… SINGEL!? Wahhhh!“

Stand also allen ernstes „singel“ bei mir drin. Vor dem Annehmen der Freundschaftsanfrage habe ich das dann ganz schnell noch auf „ist in einer Beziehung“ geändert (nach 3 Jahren & gemeinsamen Haushalt kann man diesen Schritt ja langsam wagen). Dazu braucht FB auch nicht das Datum unseres Jahrestages wissen oder ob mein Partner einen FB-Account hat…

…Prangt extra fett in meinem Profil: Van Lure ist seit heute in einer Beziehung!

Argh! Scheiß FB plärrt aber auch alles gleich durch sämtliche Kanäle!

Schnell diese Aktivität von der Pinnwand gelöscht. Also echt jetzt!

Kurz darauf Nachricht vom Unbekannten: „Du bist seit heute in einer Beziehung?“

 

Ist euch auf Facebook auch schon mal soetwas passiert?

 

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„arg“ oder „das alte Dokument“

Lange habe ich mich nicht mehr mit etwas Persönlichem zu Wort gemeldet, nun ist es wiedermal so weit…

Weil mein GMX Postfach ein begrenztes Limit an Speicherplatz hat, bin ich kürzlich mal auf die Idee gekommen die zig .zip-Dateien, die ich gerne in Mailentwürfen online gespeichert habe (damals gabs noch keine Cloud) mal runterzuladen und wieder am Pc zu sammeln.

Beim Durchstöbern am Computer stieß ich dann irgendwann auf ein Worddokument mit dem Titel „arg“.

Arg? Hm… eine meiner typischen Dateinamen, die ich schnell auf die Tastatur gedroschen habe wenn mir kein Titel einfallen wollte? So wie „asdedf“… Besonders wenn der Inhalt nur gespeichert wurde falls ich es doch noch brauchen sollte…

Ich dachte erst nicht das ich mit „arg“ auch „arg“ gemeint haben könnte. Also öffnete ich es mal ganz neugierig, um zu überprüfen ob ich da wiedermal Bilder oder Ideen auf die Schnelle abgeladen hatte…

Ich brauchte nur 2 Zeilen lesen und ich wusste wieder was ich vor mir hatte… aber ich weis nicht recht ob das die Öffentlichkeit verträgt…

Es war damals in der Berufsschule am Computer. Gott war mir in diesen 3 Stunden immer langweilig! Darum war ich auch oft in Chats unterwegs um mir die Langeweile bis zum Glockenläuten zu vertreiben.

Weil meine Freundin selbiges tat, machte ich mir erst einen Spaß daraus mich als erwachsener Mann (PrinzEisenherz) auszugeben, der zufällig den selben Beruf erlernt hat, den wir damals gerade erlernten und brachte sie mit meinen erfundenen Horrorszenarien über die LAP aus dem Häusschen. Was hat sie nicht lange gebraucht um herauszufinden das ICH das war! Wo sie doch gleich am Pc neben mir saß und mir alles was „der Prinz“ ihr schrieb gleich brühwarm weitergab :)

Aber dieser Trick funktioniert eben auch nur maximal 2mal (Gott, bin ich gut!) und ich musste mir wieder einen fremden Gesprächspartner suchen. Dabei wurde man gerade als Frau oft von mehreren gleichzeitig angemacht. Ja, angeMACHT.

Aus einer Eingebung/Laune/Idiotie heraus, die einem mit damals 19 so kommen beschloss ich mich mal als deutlich JÜNGER auszugeben und auch so zu schreiben.

UND JETZT KOMMEN WIR ZUM ARG!

In diesem Dokument hatte ich 2 Chatverläufe gespeichert… mit einem 45- und einem 19-Jährigen die sehr schnell eindeutig wurden. Damals sah ich das alles als eine Verarsche, die ich mit ihnen abzog… heute kann ich über diese Zeilen nur mehr wenig Lachen, weil es warscheinlich auch heute noch bittere (virtuelle) Realität sein wird. Vorneweg: ich habe niemanden von selbst angesprochen und wer jetzt hier weiter ließt, dem wird auch noch die Galle hochkommen…

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MsuJuGirlZumVoegeln: hi, wie jung bist du

hellokittygirl: 14 wieso?

MsuJuGirlZumVoegeln: weil ich junge girlis mag

MsuJuGirlZumVoegeln: von wo bist denn

hellokittygirl: von wien

MsuJuGirlZumVoegeln: ich auch, und von welchen bez?

hellokittygirl: 5ten

MsuJuGirlZumVoegeln: 15ter

hellokittygirl: wie lat bist?

MsuJuGirlZumVoegeln: 45

hellokittygirl: wow

MsuJuGirlZumVoegeln: magst ältere?

hellokittygirl: nasja

MsuJuGirlZumVoegeln: bin ja a nur a mann, ggg

hellokittygirl: wo is bei dir die altersgrenze?

MsuJuGirlZumVoegeln: ja eh so bei 14

hellokittygirl: das heißt 13 ist zu jung

MsuJuGirlZumVoegeln: nicht unbedingt, nehm ich auch, fg ggggg

hellokittygirl: echt?

MsuJuGirlZumVoegeln: ja, wennst willst

hellokittygirl: ich weis nicht recht. meine mamma hat mir verboten mich mir leuten ausn chat zu treffen

MsuJuGirlZumVoegeln: ja kann i scho verstehn, aber kennenlernen wirst dann auch nemanden, und zum vögeln kommst auch nicht, ggg

hellokittygirl: ich bin ja erst 14… eigentlich werde ich in 2 monaten 14

MsuJuGirlZumVoegeln: sie muß ja nicht alles wissen

MsuJuGirlZumVoegeln: ja und du möchtest gern vernascht werden?

hellokittygirl: ich glaube ich warte lieber noch ein wenig

MsuJuGirlZumVoegeln: ja bitte, wennst noch warten willst, dann mach das

hellokittygirl: ja, muss ich auch. mein dad würde mich umbringen

MsuJuGirlZumVoegeln: der muß es auch nicht wissen, mich würd er auch töten, fg

hellokittygirl: ah der würde es erfahren

hellokittygirl: der lässt mich kaum aus den augen

hellokittygirl: er ist sehr streng

MsuJuGirlZumVoegeln: ja dann hast zu viel pech,

hellokittygirl: leider

MsuJuGirlZumVoegeln: i bin aber a lieber

hellokittygirl: naja kann man nichts machen

hellokittygirl: und du?

MsuJuGirlZumVoegeln: arme maus

hellokittygirl: triffst du dich öfter mit mädchen?

MsuJuGirlZumVoegeln: nein

hellokittygirl: ich bin neugierig.

MsuJuGirlZumVoegeln: kommt ja keine

hellokittygirl: naja sie haben angst

MsuJuGirlZumVoegeln: sagen alle ja zu einen treffen und kommen nicht, wass soll manN da machen

hellokittygirl: das ist aber auch gemein

MsuJuGirlZumVoegeln: find ich auch

hellokittygirl: wenn man sich was ausmacht soll man später nicht so feige sein

MsuJuGirlZumVoegeln: meine rede

hellokittygirl: ich habe viele fanfictions von filmen gelesen wo immer ältere männer im spiel sind

hellokittygirl: warum ist das so?

MsuJuGirlZumVoegeln: weil wir ältere männer sehr auf junge mädls abfahren

hellokittygirl: wie ist das so?

(Hier gings nicht mehr weiter, er hatte wohl den Braten gerochen)

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automatykk: hı wıe gehts

hellokittygirl: hi!

hellokittygirl: wie gehts`

automatykk: gut

automatykk: und ır

hellokittygirl: auch super

hellokittygirl: außer das ich gerade in der schule sitze

automatykk: aso

automatykk: wıe alt

hellokittygirl: 14 etwas jung also

hellokittygirl: und du?

automatykk: 19

hellokittygirl: jetzt sagst du nix mehr

automatykk: ne

hellokittygirl: was machst du so?

automatykk: bıst solo

automatykk: chıllen

automatykk: bın ım ausland

hellokittygirl: ja bin ich

hellokittygirl: wo denn?

automatykk: türkeı

hellokittygirl: bist im urlaub?

hellokittygirl: oder wohnst du da?

automatykk: so gesagt

automatykk: ne

automatykk: ıch wohne ım wıen

automatykk: du

hellokittygirl: bist du türke? nur aus interesse

automatykk: ja wıeso

automatykk: störts dıch

hellokittygirl: nur so weil du gesagt hast das du in der türkei bist

hellokittygirl: wie ist das wetter da?

hellokittygirl: nö wieso?

automatykk: gehtsso

hellokittygirl: schön warm?

hellokittygirl: hier ist es eiskalt

automatykk: dfas nıcht

automatykk: bıst noch jf

hellokittygirl: nein

hellokittygirl: is das schlimm,

automatykk: ne

hellokittygirl: dachte das ist bei euch anders. hab ich jedenfalls gehört

automatykk: ne ıs nıcht schlımm

automatykk: woher

hellokittygirl: vorarlberg

automatykk: aso

hellokittygirl: das ist leider sehr weit weg:(

automatykk: beschreıb dıch mal

hellokittygirl: naja, meine haare sind naturblond, braune augen, 155cm groß

hellokittygirl: und du?

automatykk: schwarz auf gestellte haare braune augen 1.85 70 kg

hellokittygirl: auf was fürmusik stehst du?

automatykk: hıp hop

automatykk: du

hellokittygirl: eher pop

automatykk: versteh

automatykk: du bıst sıcher ur fesch

automatykk: hübsch

hellokittygirl: naja, ich will nich arrogant sein

automatykk: aber

hellokittygirl: aber?

automatykk: mıch bekommt nıcht jeder oder

hellokittygirl: mich auch nicht

automatykk: aber ıch wıll dıch

automatykk: bekomm ıch dıch

hellokittygirl: in vorarlberg?

automatykk: wıe meınst du das

hellokittygirl: ich wohn ja so weit weg

hellokittygirl: und ich kenn dich ja nich

automatykk: egal

automatykk: handy

automatykk: sms

automatykk: gehts schon

automatykk: du kannst ja mal zu mır kommen

hellokittygirl: ich weis nicht

automatykk: wıeso

automatykk: komm

hellokittygirl: meine eltern haben mir immer gesagt das ich die handynummer und solche daten nich im chat vergeben darf

hellokittygirl: aber wir können vieleich wider chatten

automatykk: ja das geht nıcht

automatykk: wann hattestdu das letzte mal

hellokittygirl: hm… das ist ein halbes jahr aus

hellokittygirl: aber auch das einzige mal

automatykk: ja dann schau

automatykk: kannst was lernen

hellokittygirl: *gg*

hellokittygirl: vieleicht irgendwann mal

automatykk: neeeeeeeee

automatykk: komm

hellokittygirl: das kann ich mir mit dem taschengeld nicht leisten

automatykk: nach wıen

automatykk: komm her

hellokittygirl: das geht nicht:(

automatykk: ıch zahl dır dıe rückfahrt

hellokittygirl: das ist zu teuer. das kann ich mir nicht leisten

hellokittygirl: ich will nicht das du geld ausgibst

automatykk: he mach dır übers geld keın problem

automatykk: ıch hab genug geld

hellokittygirl: aber meine eltern würden bemerken wenn ich nicht zu hause bin

automatykk: wır können auch shoppe

automatykk: gehn

hellokittygirl: das glauben die nie

automatykk: bekommst auch neue sachen und so

hellokittygirl: sie haben mich damals vor einem halben jahr erwischt

hellokittygirl: und vertrauen mit nicht mehr

hellokittygirl: ich muss jetzt leider gehen

automatykk: deıne eltern

hellokittygirl: ich sitze in der schule und habe jetzt mathe:(

automatykk: gıb mır deıne nummer

hellokittygirl: ein anderes mal vieleicht

hellokittygirl: ok?

automatykk: 0660 xxxxxxx

hellokittygirl: ich habe immer den selben nick

automatykk: melde dıch am 5 janner ok

automatykk: ruf mıch an

hellokittygirl: ich kann nichts verpsrechen

hellokittygirl: aber ich werde es versuchen

automatykk: bıtte

automatykk: ok

hellokittygirl: bis bald

automatykk: melde dıch ok

hellokittygirl: ja, ok

hellokittygirl: baba

hellokittygirl: bussi

automatykk: hab dıch lıeb

automatykk: prınzesın

hellokittygirl: da werd ich ja rot^^

automatykk: egal

hellokittygirl: so tschüss

automatykk: bıs dann


 

Und nun lasse ich das mal wirken und werde mich eventuell mal in einem anderen Post gründlich darüber echauffieren.

Ich geh jetzt kotzen!

Van Lure

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BuchTipp: Das Küstengrab von Eric Berg

Und wieder konnte ich mir ein gutes Buch auf Blog-dein-Buch sichern! Manchmal habe ich aber auch einfach zu viel Glück;) Diesmal habe ich mich wieder für einen Krimi beworben.bücherecke

*Kriminalroman*

Limes Verlag (Hier gehts zum Shop)

Das Küstengrab

von Eric Berg

© Derek Henthorn
© Derek Henthorn

Zum Autor:
Seit Jahren zählt der Autor Eric Walz zu den erfolgreichsten deutschen Autoren auf dem Gebiet der historischen Romane. Mit seinem Buch „Das Nebelhaus“ erfüllte er sich 2013 einen persönlichen schriftstellerischen Traum, einmal einen Kriminalroman zu schreiben und veröffentlichte diesen unter dem Pseudonym Eric Berg. Sein letztes Werk, „Das Küstengrab“, ist bereits die zweite Krimiveröffentlichung unter diesem Namen.

Zur Story: [Quelle: Limes Verlag]
„Eine abgelegene Insel. Eine verschworene Gemeinschaft. Eine gemeinsamedasküstengrab Vergangenheit, die sie verbindet.

Zum ersten Mal nach 23 Jahren kehrt Lea in ihr winziges Heimatdorf auf der Insel Poel zurück. Doch der Besuch endet in einem schrecklichen Unglück. Bei einem rätselhaften Unfall kommt Leas Schwester ums Leben, Lea selbst wird schwer verletzt und leidet seither an Amnesie.

Vier Monate nach dem Unfall reist Lea gegen den ausdrücklichen Rat ihrer Ärztin erneut nach Poel. Sie will herausfinden, was sie im Mai auf die Insel führte und wie es zu dem Unfall kommen konnte. Sie selbst kann sich an diese Zeit auf Poel nicht erinnern und ist auf die Hilfe ihrer alten Freunde angewiesen – doch deren Berichte widersprechen sich. Die Jugendfreunde scheinen ein Geheimnis vor Lea zu verbergen, das weit in ihre gemeinsame Vergangenheit reicht … „

Zum Buch/ meine Meinung:
Ich muss es gleich zu Anfang sagen: Bei Krimis versucht man als Leser oft den (eventuellen) Mörder bzw. den Ausgang der Geschichte schon vor der Enthüllung zu erraten. Mir ist es beim Lesen des „Küstengrabes“ nicht anders ergangen und habe Theorien gesponnen wie das Ende wohl aussehen würde. Zu meiner Überraschung lag ich am Schluss sehr weit daneben, was für mich auf jeden Fall schon mal ein dicker Pluspunkt für das Buch ist!

Die bildhaften Beschreibungen der Umstände zur Zeit des Mauerfalles versetzten mich wirklich zurück in diese Zeit, ohne je in ihr gelebt zu haben. Ich konnte mir die alten Häuser mit ihrer altmodischen Einrichtung, genau wie das spätere persönlliche Elend der ehemaligen besten Freunde und die bedrückende Stimmung unter ihnen lebhaft vorstellen.

Der Schreibstil ist auch eine interessante Mischung aus Ich-Erzählsituation und personaler Erzählform. Eigentlich bin ich nicht wirklich ein Fan der Ich-Perspektive, weil das meistens bedeutet daß das ganze Buch nur „durch die Augen einer einzigen Person“ erzählt wird. In diesem Roman fiel mir das aber nicht mal unangenehm auf. Der Grund dafür war das die Geschichte nur teilweise von „Lea“ selbst erzählt wurde und der Rest aus objektiverer Sicht.

Die Geschichte selbst springt immer zwischen zwei Zeitpunkten hin und her: der Vergangenheit, kurz vor dem geheimnisvollen Unfall und der Gegenwart, in der die Hauptperson herauszufinden versucht was geschehen war. Der Autor hat es dabei trotzdem geschafft die Spannung zu erhalten und noch nicht zu viel zu verraten, damit man sich nicht alles gleich zusammenreimen kann. Die Handlung selbst ist durchdacht, die Schlüsselszenen gut eingebaut, nur irgendwann kam ich etwas mit der Reihenfolge der Vorfälle im berühmten Jahr 1990 durcheinander. Nämlich was die Tode von „Julian“ und Lea’s Eltern betrifft. Je näher ich dem Ende der Geschichte kam, desto stärker hatte ich das Gefühl etwas überlesen oder nicht ganz mitbekommen zu haben. Das ist aber nur eine Kleinigkeit was keinen ganzen Punkt Abzug rechtfertigt. Also gibt es als Fazit für „das Küstengrab“ volle Punktzahl! 10/10 Sterne!

Van Lure.

Das Küstengrab auf Amazon.de

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BuchTipp: Flammenwüste von Akram El-Bahay

Da war ich letztens wieder mal auf Blog-dein-Buch schmöckern und habe mich – zack! – spontan für einen Fantasy-Roman beworben und den Zuschlag erhalten! Yeah! Auch wenn ich hier zuvor noch keine Fantasy-Romane rezensiert habe, ist dies trotzdem immer noch mein Lieblingsgenre!

bücherecke

*fantasy*

Bastei Lübbe

Flammenwüste

von Akram El-Bahay

Zum Autor/ bzw. Autoren:
Akram El-Bahay hat seine Leidenschaft, das Schreiben, zumimage001 Beruf gemacht: Er arbeitet als Journalist und Autor. Als Kind eines ägyptischen Vaters – von dem er seinen orientalischen Namen erhalten hat – und einer deutschen Mutter ist er mit Einflüssen aus zwei Kulturkreisen aufgewachsen. Dies spiegelt sich auch in seinen Romanen wider: klassische Fantasy-Geschichten um Drachen und Magie, die ebenso sehr an den Herrn der Ringe wie an orientalische Märchen erinnern.

Zur Story:
Wegen der sich häufenden Funde verbrannter Karawsereien verbreiten sich die Gerüchte ein Drache wäre aus seinem tiefen Schlaf im Sand wiedererwacht um nun Tod und Zerstörung in die Wüste zu tragen wie ein Lauffeuer. Doch der Sohn des Sultans vermutet hinter den Angriffen den Anführer des Wüstenvolkes der Haschirim, Sarraka, den er mit seiner Garde vergebens zu fassen versucht. Währenddessen sind der Geschichtenerzählerlehrling Anûr und sein Großvater Nûr ed-Din aus der nördlich gelegenen Wasserstadt in die Wüstenstadt Nabija gereist um mit ihren Geschichten über die alten Fabelwesen ein wenig Geld zu verdienen. In einer Schenke kommt es zu einer Verwechslung weswegen Anûr mit Hilfe einer kleinen Lüge anstatt seines Großvaters in den Palast zum Sultan berufen wird um ein altes Familienrätsel zu lösen. Die Lösung dieses Rätsels hinterlässt für den jungen Anûr jedoch mehr Fragen als Antworten und beschert ihm gleichzeitig eine Drachenjagd wie sie noch in keiner seiner Geschichten vorkommt. Zusammen mit dem Prinzen Nabija’s, Masul, und einigen seiner Krieger zieht er in die Wüste um den Drachen aufzuspühren und zu töten. Durch einen Sandsturm wird er zwischendurch von der Gruppe getrennt, was ihm eine erste Begegnung von vielen mit einem unheimlichen Wüstenbewohner einbringt und er sich das erste Mal auf seiner langen Reise beweisen muss…

Zum Buch:
Die erste Hälfte habe ich mir etwas schwer getan mit den orientalisch angehauchten Namen und den Bildern der Umgebung die beim Lesen der Beschreibungen im Kopf entstehen. Diese Geschichte findet eben im Gegensatz zu vielen anderen Fantasy-Epen in der heißen Wüste anstatt grünen Wäldern statt und bleibt auch dort.

Neben Drachen wird man auch mit allerlei unbekannten magischen Wesen konfrontiert, die manchmal etwas besser beschrieben werden hätten können, wie zb. das Aussehen der Nori. Hier wird leider nur die Figur „Sarakka“ beschrieben, später, als klar wird das er dem Volk der Nori angehört, nicht mehr darauf eingegangen. Das hätte man sich gerne etwas detaillierter wiederholen lassen können um die Andersartigkeit besser zu verdeutlichen. Ebenso bei dem Volk der „Sammler“. Sie sind klein, sie sind nicht menschlich, aber wie sie denn nun aussehen kam leider nicht wirklich deutlich heraus, – genau wie bei „dem Ifriten“.

Beim „fliegenden Teppich“ scheiden sich für mich dann die Geister. Einerseits passt er für meinen Geschmack ganz gut zum 1001 Nacht-Flair des Buches aber weniger ins eigentliche Fantasygenre, wo man bärtige Zauberer und tote Teppiche gewohnt ist. Leider war dieser Teppich m.o.w. wichtig für die Story und darum nicht ignorierbar.

Die Geschichte selbst braucht eine Weile um richtig interessant zu werden – bis man irgendwann merkt das man schon mitten drin und am Mitfiebern ist. Auf dem Weg dort hin nimmt die Story ein paar unerwartete Wendungen, was ich sehr gut finde, weil es etwas Abwechslung mit sich bringt. Es gibt immerhin nichts Schlimmeres als wenn man nach ein paar Seiten schon seine End-Theorie hat, die sich dann auch noch bestätigt.

Auf jeden Fall klingt das Ende des Buches nach einem nächsten Band und ein Wiedersehen mit Anûr und seinen Freunden!

Fazit:
Das Buch hat mir wirklich sehr gut gefallen und ich würde/werde mir auch auch eventuell darauff folgende Bände besorgen. Ich gebe dem Roman von Akram El-Bahay 8 vom 10 Sternen! Lediglich einen Stern habe ich abgezogen weil im Buch einige Schreib- und Satzzeichenfehler (eher mehr Satzzeichenfehler) zu finden sind, die mich immer mal etwas gebremst haben und einen Stern für die oben erwähnten Beschreibungen die etwas genauer hätten sein können;)

8-sterne

Van Lure.

Flammenwüste auf Amazon.de

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Mittelaltermarkt Eggenburg 2014

picturing the worldWieder ist ein Jahr um und wieder waren wir am Eggenburger Mittelaltermarkt zugegen. Diesmal zum 20jährigen Jubiläum vom Fest! Leider war das Wetter dieses Jahr nicht wirklich top. Die Sonne hatte beschlossen sich nicht blicken zu lassen und ab und zu hat es auch etwas getröpfelt. Am ersten Tag hatte das zwar den positiven Nebeneffekt das man sich (wegen weniger Leuten) ungehindert am Markt bewegen konnte, die Kälte war dagegen nicht so optimal.

Natürlich kauft man sich als Besucher auch gerne den ein oder anderen Plunder Schatz und ich bin da keine Ausnahme:

20140916_190202

Was braucht man mehr? Met, Schnapps, Naschereien, ein Stempel, Gürtelschnalle, Conchos, Schmuck, ein riesiger Kuhzahn, eine Ocarina, Schere, Seife… und eine Axt. Die hängt jetzt schön brach neben der Machete an der Wand. Ich bin gleichzeitig pleite und zufrieden mit meiner Beute;)

Hier habe ich natürlich auch noch Fotos vom Markt für euch:

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Headbangers Desaster III 2014 – Rückblick

image001So, die dritte Runde Headbangers Desaster ist vorüber und ich kann nur sagen – klein, fein und vor allem geil wars! Auch wenn man das über das Wetter weniger sagen konnte. Der Zeltplatz war wetterbedingt nur recht überschaubar besiedelt und spätestens am zweiten Tag herrlich matschig. Der guten Laune der Festivalbesucher hat das allerdings wenig geschadet da die Konzerte sowieso in einer kleinen Halle zelebriert wurden. Es dauerte zwar eine Weile bis sich das Gelände im ländlichen Suben gefüllt hatte aber die zuerst eher ungewöhnlich klingende Lokation „Wirtshaus Huberhof“ war schon mal perfekt gewählt!

Innen waren neben der Bühne 2 Bars und Merchandisestände, Sitzgelegenheiten um die müden Nacken auszuruhen und saubere Sanitäranlagen zu finden. Draußen vorm Eingang konnte man sich am Kebap-Stand mit Fressalien versorgen, oder sich in einem Bodyart-Wohnwagen die Haut verschönern und/oder durchbohren lassen;) Obendrauf das gesamte Gelände ein einziger Raucherbereich! – in der Hinsicht also sogar komfortabler als der Linzer Posthof, hat man sich an die Verzehrkarten für die Getränke erst mal gewöhnt.

Je später die Stunde, desto mehr Besucher rückten zum ausgelassenen Feiern an. Aus dem Bereich Death Metal gaben sich REAP, Epsilon, Collapsed Minds, GodHateCode, FOB, Mastic Scum, Nervecell und Asphyx die Ehre. Luna ad Noctum und die ortsansässigen Svartsorg mischten den Laden mit etwas Black Metal auf während Antipeewee,  Cemetery Dust, Exumer und Seek & Destroy die Thrash Metal-Sparte bedienten. Durch die Auswahl der Bands war man was die Gäste angeht also eher „unter sich“.

Die Akustik in der Halle war im zweiten Stock leider besser als direkt vor der Bühne, was wohl dem Platzmangel geschuldet war. Die Lichttechnik war dafür anstandslos außer das es bei Antipeewee – warum auch immer – gar kein Scheinwerferlicht gab. Die Bühne selbst war weder besonders groß noch hoch aufgebaut, der Backstagebereich eher ein Provisorium, bei dem die Musiker erst durch die Halle stiefeln mussten. Das verlieh dem Festival, neben der musikalischen Auswahl einen angenehm metallisch-intimen Touch den man auf großen Events nicht findet.

Zum Abschluss hier noch eine kleine Auswahl an Bildern vom Festival und ein fettes Danke & metallische Grüße an das as Innviertler Headbangers Team, das organisatorisch ganze Arbeit geleistet hat! Ich hoffe wir sehen uns nächstes Jahr!

Van Lure.