Viele Fragen, kaum Antworten

Leute, es ist krank. Es ist einfach krank mit was wir uns in der heutigen Zeit herumschlagen müssen. 

In Frankreich diskutiert man über das Burka-Verbot, Videospiele verrohen und manipulieren die Jugend, Lehrer sind weltfremde Idioten und alles was du gerne tust, machst du doch nur weil es von dir erwartet wird obwohl uns alles offen steht.

Aber fangen wir von vorne an.

Als Bücher erschwinglich wurden hieß es sie würden die Jugend verderben. Junge Leute würden nur noch lesen und nicht mehr nach draußen gehen, sich zurückziehen und auf dumme Gedanken kommen. Klingt bekannt, nicht? Die selben Diskussionen haben wir nun mit Videospielen.

Also alles eigentlich kein Grund zur Sorge weil sich die Geschichte sowieso immer wiederholt – wäre da nicht die Frage: Wiederholt es sich oder entwickelt es sich (in eine negative Richtung oder nicht?) weiter?

Burkiniverbot: Frauen mussten sich das Recht Hosen tragen zu dürfen hart erkämpfen. Wiederholt sich dieser Kampf nun um das Recht sich zu verhüllen oder will das (verpönte und vom Matriachart angeprangerte) Patriarchat die Verhüllung? 

Wo ist der Konsens zwischen Tradition  (=weils schon immer so war [=die letzten 100 Jahre]) und Weiterentwicklung?

Besteht die Möglichkeit das eine Frau gerne für ihren Mann kocht/ putzt/ Kinder großzieht oder wurde sie nur so erzogen bis sie es selbst glaubt?

Hat eine Frau überhaupt eine beachtenswerte Meinung die sich nicht mit Gehirnwäsche oder Fehlleitung „erklären“ oder interpretieten lässt?

Kämpf wir nicht nach wie vor einen Kampf zwischen „ich will“ und „ich mach dich wollen“ zwischen den Geschlechtern?

Sind Lehrer heute wirklich so anders als zu unserer eigenen Schulzeit und warum hegen die heutigen Eltern solch Groll gegen diesen Berufsstand? Sind wir mit unserem Werdegang wirklich so unzufrieden das wir späte Rache nehmen müssen indem wir unseren Kindern Absolution erteilen und Fehler immer nur bei anderen suchen?

Müssen wir wirklich davon ausgehen das Menschen in unserem Umfeld so denken wie wir und jede andere Ansicht in Frage stellen weil WIR andere Antworten gefunden haben?

Warum ist es selbstverständlich das Frau die Pille nimmt und warum werden die Nebenwirkungen  (Emotionalität, Stimmungsschwankungen) als „typisch weiblich“ kritisiert, als Tatsachen akzeptiert oder ignoriert weil die Konsequenz des Protestes wäre unangenehme Verantwortung auf das andete Geschlecht zu übertragen?

Warum werden Schwule Männer von Gleichgeschlechtlichen dafür angefeindet weil sie keine „Mitbewerber“ sind? Wird die Angst einer theoretisch möglichen Vergewaltigung plötzlich zu real? Und warum ist heterosexuelle Vergewaltigung noch immer ein Kavaliersdelikt wärend im Straßenverkehr ein halbwegs berechtigter Stinkefinger schon ein Bußgeld nach sich ziehen kann?

Warum muss die Welt in Patriarchat und Matriachart aufgeteilt werden?

Warum wird sie im Alltag nochmal nach Glaubensrichtung aufgeteilt?

Warum muss der Glaube omnipresent in Erscheinung treten? Warum muss ich mein Innerstes auf Sozial Media nach außen tragen wenn ich gerade mal 50% (wenn überhaupt) meiner „Friends“ persönlich kenne?

Warum muss ich hinter jeder Ecke Intrigen vermuten sobald sie mit meiner heilen Welt kollidieren und warum sind Fakten irrelevant wenn ich anderer Meinung bin?

Chemtrails, Transgender, Religion, Kiffen…

Warum ist es nicht genug sich die eigene Meinung auf Grund von FAKTEN zu bilden? 

Warum bringen Landsleute und Polizisten auf den Philippinen Menschem um, nur weil sie Entscheidungen gefällt haben die mit den eigenen nicht konform gehen ohne Dritten zu schaden?

Warum?

MEINE Wahrheit ist: Es wird immer Menschen geben die gegen meine Ansichten handeln sowie meine Taten gegen die Prinzipien anderer verstoßen werden. So wenig wie ich mir mein Leben von anderen diktieren lassen möchte, so wenig habe ich über andere zu richten solange sie niemandem emotionalen oder physischen Schmerz verursachen. Etwas gesellschaftliche, äußerliche Anpassung dient dem Zusammenleben. Alles darüber hinaus ist meine Sache. 

Und sind wir mal ehrlich, wenn jeder in sich geht findet jeder einen Part in sich den „die Gesellschaft“ nicht akzeptieren würde. Ob es jetzt die Tatsache ist, sich als Frau partout nicht zu reproduzieren zu wollen, HausMANN zu sein, homosexuell zu sein, gerne zu kiffen oder seinen Lebtag vorm Pc oder unter der Burka/ im Kloster sein Leben zu verbringen.

Wir haben uns über die Jahrhunderte Vielfalt, freie Meinungsäußerung und Individualismus eingebrockt – also müssen wir nun auch damit ferig werden und andere akzeptiertieren. Und auch wenn wir manche Beweggründe schwer nachvollziehen können – egal wie „common“ unsere eigenen Verhaltensmuster sind, keiner von uns ist das sog. Alpha & Omega. Also: shut the fuck up – und lasst die scheiß Hetze gegen Menschen mit denen ihr nie zu tun haben werdet/ nicht tangieren und lebt euer Leben mit Toleranz und weniger Stress allgemein. Das Leben ist zu kurz um nur mit dem Finger auf andere zu zeigen.

Bezwingt euren irrelevanten Ordnungszwang die Welt betreffend. Geht wählen und werdet erwachsen. Es gibt so viele Wahrheiten. Warum soll eure/ deine/ meine die einzige sein die funktionier?

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