BuchRezension: Piercing Is Not A Crime von Tarek Ehlail

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Schwarzkopf & Schwarzkopf

Piercing Is Not A Crime
– 33 bestechende Anekdoten aus dem Leben eines Bodypiercers

von Tarek Ehlail

Weil ich in Bezug auf Piercings gerne alle Infos zum Thema aufsauge wie ein Schwamm, bin ich auch um dieses Buch nicht rum gekommen, nach dem ich es per Zufall im Onlineshop entdeckt hatte.

piercing is not a crime

Zum Autor:
Der Hamburger Tarek Ehlail ist ein Schulabbrecher mit ungewöhnlicher Karriere. Nachdem er der Schule den Rücken gekehrt hatte wurde er durch Zufall Piercer und später Filmregisseur (Chaostage, Gegengerade).

„Piercing is not a crime“ ist sein erstes Buch, mit dem er jetzt auch unter die Autoren geht.

Zum Buch:
Der Piercer Tarek Ehlail gibt hier eine bunte Mischung an Storys aus Alltag und Job zum Besten. Urlaubstrips,  Gruselstorys über misachtete Pflegehinweise, Kreislaufprobleme, ein missglückter Raubüberfall und diverse Interviews mit  Leuten aus der Tattoo- und Piercingszene. Unter den Geschichten befinden sich sowohl Erlebnisse mit normalen Kunden als auch mit ein paar schrägen Exemplaren im und ums Studio..

Kommentar:
Was sich nach einer unterhaltsamen Übung für die Lachmuskeln anhört, liest sich für mich jedoch etwas flach. Hier scheiden sich bei mir die Geister. Die Beschreibungen klingen in der ersten Hälfte vom Buch eher unpersönlich.

Zwar finde ich es nicht zwingend notwenig das Piercer selbst gepierct sind, aber wenn man selbst nie gepierct wurde finde ich die Aussage das der Schmerz bei den meisten Piercings, auch unter Einbezug jahrelanger Erfahrung als Piercer, lachhaft ist etwas unpassend (furchtbarer Satz).

Auch die 15min, in denen er die Kunden mit Vorgespräch, Schmuckauswahl, Piercen und Bezahlung abfertigt und die er immer wieder zu unterbieren versucht, finde ich nichts wofür man sich rühmen müsste.

Außerdem verstehe ich nicht wieso ein Piercingstudio, das so gut geht wie i.B. beschrieben, nicht Kunden ablehnt, von denen bekannt ist, das sie damit unverantwortlichen bullshit anstellen? [Kunde Kurt]…

Ich zweifle nicht an, das der Autor ein guter Piercer ist, ich glaube sogar das er die Piercings sehr professionell setzt, aber mir sind ein paar Dinge und Ansichten immer mal wieder sauer aufgestoßen…

Im letzten Drittel werden die Storys dann doch nocht lustiger und man entwickelt irgendwo eine Art Sympathie. Nur die Interviews dazwischen, die wohl Laien einen Blick in die BodyArtSzene gewähren sollen nervenlangweilen ein wenig durch typische Interviewfragen und sind einfach die Extrawurst zum Seitenfüllen.

Fazit:
Der Titel versprichte ein wenig mehr als das Buch dann unterm Strich liefert. Einerseits musste ich schon ab und zu schmunzeln, richtig warm geworden bin ich mit Herrn Ehlail leider nicht. Auch wenn er persönlich sicherlich ein angenehmer Geselle sein wird, gebe ich seinem Buch:

6 sterne

6 Sterne. Damit will ich sagen das es weder gut noch schlecht ist. Ich empfehle euch eine Leseprobe im Laden oder Amazon. Jeder geht mit dem Thema Bodyart anders um und jeder sollte selbst entscheiden wieviel Unterhaltungswert darin steckt.

Van Lure.

„Piercing is not a crime“ auf Amazon.de

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