Gedanken zu „I used to be fat“

Krankenstand macht irgendwie auch krank im Hirn… warum sonst beginnt man sich unter tags die dümmsten Sendungen reinzuziehen, die man finden kann. Nein, keine Richterin Salesch für mich, aber nach der zweiten Folge „I used to be fat“ komme ich doch ganz schön ins Grübeln. Nicht über mich, oder warum sich manche Leute generell gerne solchen TV Trash ansehen – jeder Mensch ist ein klein wenig voyeuristisch veranlagt – aber über die Menschen in der Sendung. Vorneweg die Mädchen. Sie wiegen meist weit über 100 Kilo und jetzt, wo sie bald auf eine neue Schule kommen, brennt plötzlich der Hut. Keine von ihnen ist/war bis jetzt wirklich konsequent was Sport angeht und 1x täglich Fast Food kann doch auch nicht so arg ins Gewicht fallen. Aber jetzt soll gefälligst abgespeckt werden. So schnell wie möglich!

Die Trainer, fit und durchtrainiert, drillen dann ihre SchweinchenSchäfchen Tag täglich (mit dem Versprechen sie schlank zu machen) bis sie heulen. Manche scheinen das zu brauchen, mit manchen bekommt man fast Mitleid. Ganz wichtig sei auch die richtige Ernährung. Ein gesünderer Lifestyle überhaupt! So weit – so gut.

Meistens kann man aber nur den Kopf schütteln. 40 Kilo in 3 Monaten? – „Kein Problem!“, „Das ist machbar!“ versprechen sie den verzweifelten Teenagern und der Zuschauer denkt „nie im Leben!“ Damit bleibt man auch schon auf dem Sender hängen. Weil man wissen will ob das Ziel wirklich erreicht wird. Und siehe da – mit viel Schweiß und Nervenzusammenbrüchen – schaffen sie es auch.

Am Schluss geht das Mädchen endlich shoppen und kauft sich all die Kleider die es schon immer tragen wollte. Der Kamera erzählt sie dann, wie glücklich und zufrieden sie mit ihrer neuen Wahnsinnsfigur ist. Toll. Denkt man. Meine ehrliche Meinung dazu ist: (abgesehen von der Tatsache, das es trotz gesunder Ernährung einfach nicht gesund ist SO VIEL in SO WENIG Zeit zu verlieren) Jetzt kann sie endlich die Klamotten tragen, sieht darin wirklich gut aus, ABER ausziehen kann sie sich trotzdem nicht, denn egal wie gut das Kleid sitzt, durch den zu schnellen Gewichtsverlust schwabbelt die leere Haut am ganzen Körper und schreit nach Operation. Also im Endeffekt doch kein Traumkörper?

Deswegen (und aus anderen Gründen) werden an dicken Menschen auch keine Fettabsaugungen vorgenommen. Die Haut kommt einfach nicht mehr hinterher. Egal wie beeindruckend ich es finde, das man wirklich so viel verlieren kann – wenn man am die 100Kilo wiegt und eine wirklich gute Figur erlangen will, sollte man nicht bereit sein sich ein paar Monate praktisch aufzuopfern – sondern sich lieber ein Jährchen Zeit nehmen und langsam mit viel Disziplin den Pfunden zu Leibe rücken.

Aber was maße ich mir mit einem BMI von 20 an dicken Leuten zu sagen wie und wie schnell sie abnehmen sollen? Da besinne ich mich lieber auf ein Sprichwort: Der Klügere gibt nach…

…und schüttle weiter meinen Kopf. Amen.

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