Film-Tipp: In my Skin

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In my Skin

*Störkanal Edition*

Genre: Independent/Drama

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Klappentext: Als sich die hübsche Analystin Esther bei einer Party verletzt, schenkt sie der Wunde zuerst keine Aufmerksamkeit. Doch mehr und mehr fühlt sie sich von ihrer Wunde fasziniert, und sie fängt an jene immer wieder zuöffnen. Aus anfänglicher Neugierde erwächst in der jungen Frau eine Obsession für ihr eigenes Fleisch und Blut, welche immer nach neuen Taten verlangt. Esther erkennt: Oftmals ist der Schmerz der einzige Freund und größter Feind den man hat. Der Anfang eines abgründigen Psychotrips.
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Zur Story  Was bei der jungen Frau (über hübsch kann man sich da streiten) als harmloses Experiment begonnen hat, wird schnell zum Zwang. So öffnet sie nicht nur ihre Ursprungswunde immer wieder, sondern fügt sich auch weitere Wunden an Oberschenkel und Arm zu um danach ihr Blut aus der Wunde zu lecken und an ihrem eigenen Fleisch zu knabbern.

Ihr Freund versteht sie nicht, er weis nicht wieso sie plötzlich nach einer zufälligen Verletzung am Bein zu solch selbstzerstörerischen Verhalten neigt. Esthers Antwort: Ich hatte einfach Lust darauf. Sie verspricht ihm zwar sich nicht mehr zu schneiden, versucht jedoch nicht mal gegen die Versuchung anzukämpfen. Ihre Faszination geht sogar so tief, dass sie Halluzinationen von ihrem amputierten, auf dem Tisch liegenden Arm hat, als sie bei einem Geschäftsessen im Resturant sitzt. Auch da wird der Drang zu groß und sie beginnt sich heimlich unter der Tischplatte am Arm zu ritzen.

Ihr Lebensgefährte ist alarmiert,  zieht bei ihr ein um sie zu überwachen und versucht ihr das neue Hobby auszureden, weswegen sie ihre Wunden auf immer kreativere Weisen, wie etwa einen vorgetäuschten Unfall zu erklären versucht. Von ihrer Obsession getrieben beschäftgigt sie sich sogar mit dem Verfahren des Gerbens um herausgeschnittene Hautteile haltbar zu machen…
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Meinung zum Film: Tja, die Neugierde hat auch bei mir gesiegt, als ich mir die DVD zugelegt habe. Dabei sind einige Szenen echt heavy der anderen Art, wenn Esther an sich selbst herumritzt, da alles sehr realistisch gemacht wurde.

Der Ernst mit dem diese blutigen Szenen in vollkommener Stille rüber gebracht werden haben mich auf jeden Fall nicht kalt gelassen. Dabei geht es mir nicht ums Blut, oder das Verletzen an sich, wie in Splatter- und Horrorstreifen àla SAW, sondern die schon fast als psychoerotisch zu bezeichnenden Selbstverstümmelung, bei der es mir alles zusammengezogen hat.

Es handelt sich hierbei um einen spanischen Film aus dem Jahre 2002. Die Story ist verstörend und der ganze Film auf jeden Fall einer der schrägen Sorte, der vielleicht dem einen oder anderen auf den Magen schlagen wird. Immerhin lässt sich eine solche Obsession sein eigenen Fleisch aufzubrechen schwer nachzuvollziehen. Trotzdem gibts hier bei der Van Lure Wertung, : ********** 6 von 10 Sternenen für die realistische Darstellung der Verletzungen und der guten Umsetzung der Story!
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Trailer

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In my Skin“ zeichnet das Bild einer Frau, die all ihrer persönlichen Grenzen anfängt niederzureißen. Hauptdarstellerin und Regisseurin Marina De Van inszeniert diese Tour de Force hierbei als fast schon intimes Kammerspiel, als psychologische Studie mit wohlgesetzten Höhepunkten. In my Skin“ ist kontroverses und anspruchsvolles Kino, welches zugleich berührt und abstößt.

Watch out!

Van Lure;)

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