kirchliche Schweinereien

Nennt mich Atheist – ich nenne mich Heide! Denn dies ist der mittelalterliche Begriff für ALLE Nicht-Christen, unabhängig davon ob sie einem anderen Glauben angehören oder ohne Bekenntnis sind.

Ich habe entschieden mich doch wieder mal zum Thema Religion zu Wort zu melden. Seit einiger Zeit stöbere ich gerne im Atheist Media Blog, der  eine Fülle an Artikeln bietet, die offen aufzeigen, dass dieser ganze Verein – egal ob katholisch oder evangelisch – nicht mehr richtig tickt. Auf Facebook gibt es bereits einen Aufruf zum christlichen Boykott der Seite, was nur beweist, dass die Herren ihre eigenen Verfehlungen nicht gerne gebündelt und in der Öffentlichkeit breitgetreten sehen. Warum? Weil die Wahrheit weh tut und sich blinde Schafe leichter hüten lassen.

So gibt es zB. einen Fall, in dem einem Kind geschiedener Eltern die Taufe verweigert wurde – man beachte wie gekonnt sich jener Pfarrer (zum Wohle des Kindes) selbst ein Ei gelegt hat.

Oder die Verweigerung der kirchlichen Trauung gegenüber eines Querschnittsgelähmten, da sie in ihrer Verbindung ja keine christlich-katholischen Nachkommen zeugen könnten.. Beziehungsweise deren Einstellung zum Teufelswerk „Kondom“.

Liebe als Mittel zum Zweck. – Es ist kein Geheimnis das die Ansichten dieser Institution aus dem Mittelalter stammen, aber für mich klingt das, als ob es den Priestertumsträgern überhaupt am Liebsten gewesen wäre selbst bestimmen zu können wer wen heiraten darf um sich perfekt-fromme Christen zu züchten. Mittlerweile traue ich „ihnen“ leider Gottes schon alles zu, also warum sollten sie nicht gleich auf rein katholische bzw. evangelische Ehen bestehen?

An dieser Stelle möchte ich auch darauf hinweisen, dass gerade die Religion, die sich die Nächstenliebe zum Steckenpferd gemacht hat, offenbar auch kein Problem damit hat, selbst Bittsteller ihres eigenen Glaubens aus eigennützigen Gründen abzuweisen. So manch heiliger Patron der Vergangenheit würde sich hier wohl im Grabe umdrehen…

Trotz den regelrecht rassistischen Äußerungen des Vatikans werden Proteste Homosexueller gegen einen päpstlichen Besuch als Diskriminierung der Kirche angesehen und keiner der katholischen Würdenträger will kapieren das es zurück kommt wie man in den Wald hinein ruft. Es werden länderübergreifend immer mehr Missbrauchsfälle innerhalb der Kirche publik, aber Außenstehenden, die helfen wollen, will man weder Einblick in die Akten der Priester gewähren (D), noch wollen irische Priester das Beichtgeheimnis brechen, wenn es um Missbräuche geht.

Ich sage: was da und in aller Welt geschieht ist eine einzige Schweinerei. Aber ich werde jetzt keine Hasspredigt schwingen, nur weil die Wut über die Ungerechtigkeiten die sich die Kirche unter dem Banner der Herrlichkeit tag täglich erlaubt, in mir wieder einmal hoch kocht.

Ich stelle eher die Überlegungen an, das bei all dem Altagsrassismus den Bewohnern heißerer Länder gegenüber, der christliche Glaube seine Ursprünge im Abendland findet und von den Römern gewaltsam nach Europa gebracht wurde. Alte, die Natur respektierende Religionen mussten weichen, wurden blutig ausgelöscht, damit heute fast ebenso alte Männer in Kleidern mit weltfremden Ansichten von der Liebe ihres Gottes, oder dem Hinhalten der anderen Wange sprechen können. Traurig wie blind die Schafe glauben und folgen.

Deswegen empfinde ich kein Mitleid wenn ich von Christenverfolgung höre, denn die Christen haben sich damals auch einen feuchten Dreck um die Anhänger jener Kulte geschert, denen sie einst mit Hilfe von Krieg und Gewalt das Kreuz aufzwangen. Haltet eure andere Wange hin und betet zu eurem Gott, ertragt euer Los stillschweigend, so wie ihr es von anderen verlangt!

Dennoch bin ich kein schlechter Mensch. Ich bin mit mir selbst, auch ohne an einen Gott zu glauben, im Reinen und sollte es doch einen Schöpfer geben, vor den ich nach dem Tode treten werde – so ist meine Seele mit allen jemals ausgesprochenen Notlügen, schroffen, verletztenden Worten, vorehelichem Sex, Weltansichten und meiner Meinung über das Christentum dennoch nicht weniger rein, als einer seiner Anhänger. Denn was letztendlich zählt sind meine Taten und mein Charakter – und kein Pfaffe mit allen Rechten der Welt kann mir dies je absprechen, da niemald die Existenz eines göttlichen Wesens beweisen kann.

Van Lure

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