Montag eben, was sonst?

[Bürokratie („Herrschaft der Verwaltung“) ist die Wahrnehmung von Verwaltungstätigkeiten im Rahmen festgelegter Kompetenzen innerhalb einer festen Hierarchie. Eine Übersteigerung der Bürokratie wird als „Bürokratismus“ bezeichnet: eine bürokratisch überzogene Handlungsorientierung, welche die Vorschrift über den Menschen stellt und ihn weitgehend als Objekt behandelt…] Wikipedia [firma, lat. dauerhaft, fest, feststehend]

Das war heute mal wieder ein typischer Montag Morgen im Büro. Diesmal hat es die chefische Toilette erwischt. Aus irgendeinem Grund stand im Wc unten kein Wasser mehr und durch die Hitze am Wochenende hatte sich in der gesammten Büroeinheit im 8.Stock, in der neben dem (Senior)Chef auch Sekretärin Anna ihren Schreibtisch geparkt hat, ein besonders penetranter und wiederlicher Geruch verbreitet. Anna, ihres Zeichens eigentlich sogar Chefsekretärin und mit beinahe allen Wassern gewaschen, hatte gegen halb 7 die unerfreuliche Entdeckung gemacht, worauf sie beinahe auch noch dazugekotzt hätte… Also könnt ihr euch vorstellen wie „gottelendig“ dieser Gestank war!
Wie schon so oft war ich froh, dass sich mein Büro in einem anderen Stockwerk befindet. Frei nach dem Motto: Wer zu nahe an die Sonne fliegt, läuft erhöhte Gefahr sich zu verbrennen… oder wie heute: zu ersticken. Als erste Gegenmaßnahmen rissen wir sämtliche angrenzende Fenster und Türen auf – sogar die Eingangstür zum Treppenhaus. Sollten die anderen Mieter der Etage ruhig auch etwas von dem herben Aroma abbekommen, das wir hier drin hatten. In Phase 2 verteilten wir mit vereinten Kräften Unmengen an Lufterfrischer im Raum. Leider waren wir auch mit unseren Sprühdosen relativ machtlos gegen den Fäkalmuff. Zum Glück war Herr Bündig noch nicht da…

Meine Kollegin hat mir richtig leid getan als ich wieder in mein Büro im Siebten verschwunden bin, in dem es heute nur nach Klimaanlage und Zigaretten gerochen hat. Den ganzen Geruch sind wir leider nicht losgeworden und unser hartgesottener Brötchengeber ordnete nach seinem Erscheinen wegen der Hitze von draußen die sofortige Schließung aller offenstehenden Bauteile an. Im Muff gefangen schrieben sie dann in trauter Zweisamkeit Diktate für den Rest des Montages… und ich habe vorsichtshalber keinen Fuß mehr hinein gesetzt.

Also drückt mir die Daumen das sich das Disaster morgen nicht wiederhohlt, ich habe jedenfalls nichts von einem Klemptnerbesuch mitbekommen!

Van Lure.

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