Jekyll & Hyde – Oberösterreichische Erstproduktion

bühne

Am Landestheater Linz

N’Abend Leute!

Letzten Freitag war ich mal wieder im Landestheater zugegen um mir die Musicalinszenierung von Jakyll & Hyde anzusehen.

Die Handlung:

London im Jahre 1888: Der ambitionierte Arzt Dr. Henry Jekyll ist von seiner Mission, eine Medizin gegen Wahnsinn zu finden, geradezu besessen. Das Komitee des Krankenhauses, in dem er arbeitet, lehnt aber seine Forderung nach Erprobung am Menschen ab. Sein privates Glück, die Verlobung mit der bezaubernden Lisa Carew, wird durch die heftige Kritik an seiner Arbeit überschattet. Enttäuscht und frustriert sucht Jekyll seine Wut in einem verrufenen Londoner Pub zu ertränken, wo er der Prostituierten Lucy Harris begegnet, mit der er eine ungewöhnliche Beziehung beginnt. Jekyll trifft den folgenschweren Entschluss, das Experiment an sich selbst zu wagen. Allein in seinem Labor nimmt er das Elixier JH7 ein und wird zum unberechenbaren Edward Hyde. Zwei Seelen bestimmen von nun an sein Leben, beide fordern ihre eigene Welt. (Stückinfo Landestheater)

Zur Inszenierung:

Ich bin von der Aufführung ein klein wenig enttäuscht da ich am Landestheater schon einige Musicals gesehen habe und mir hier irgendwie das Herz bei den Liedern gefehlt hat. Die Stimmen der Akteure waren wie immer Wahnsinn aber es war eigentlich keine Nummer für mich dabei, die ein richtiges Musicalfeeling aufkommen lassen hat. Das kann man jetz der ernsten Story zuschreiben oder auch nicht. Ich lass das jetzt mal so im Raum stehen.
Bis zur Hälfte des Stücks hatte ich eher den Eindruck wir stehen noch am Anfang der Geschichte. War die Einleitung so lange, oder der Handlungsablauf einfach zu ruhig und unspektakulär, die Grenze dazwischen verschwimmt ein wenig. Die verhältnismäßig schwachen Lieder tun der Qualität der Spieler jedoch keinen Abbruch.

Was mir allerdings sehr gut gefallen hat – sogar am Besten von der ganzen Aufführung – waren die Tanzeinlagen und die Choreographien. Das war das erste Mal das irgendwie Interesse an Ballett gezeit habe. Die anmutigen, fließenden Bewegungen -und die dahintersteckenden Anstrengungen- haben mich richtig in ihren Bann gezogen.

Die Requisiten:

Requisiten waren eher wenige vorhanden. Zwar war die Kleidung, wie immer eine ausgewogene Mischung aus schrill und ungewöhnlich bis hin zu authentisch für dass Stück, aber neben nur dem Nötigsten an Gegenständen für den Handlungsablauf  war das auch schon der einzige Blickfang.
Natürlich durfte eine Nebelmachine auch nicht fehlen und der großzügige Einsatz von allen Seiten schuf eine sehr angenehme, wabbernde Atmosphäre auf der Bühne. Um das Bild ein wenig aufzupeppen, war an der hinteren Bühnenwand ein großer Bildschirm angebracht, auf dem kurze (alte) Filmausschnitte und grobe, sich bewegende Skizzen projiziert wurden. Besonders die Schlussszene hat es mir angetan, als mit den Nebelmachinen, dem Projektor und der Beleuchtung die Illusion eines Nebelschwadenversunkenen Weges geschaffen wird, der nach hinten in die Ferne führt.

Fazit: Die Handlung plätschert ein wenig zu ruhig vor sich hin und die Lieder reißen leider nicht so mit wie in anderen Landestheater-Produktionen. Die Choreographie hingegen und die Beleuchtung/Projektionen finde ich technisch und optisch genialst! Und schon allein deswegen bereue ich es nicht, mir die Aufführung doch noch angesehen zu haben. Allerdings hätte ich mir doch gewünscht man würde auch diesmal von der Drehbühne gebrauch machen um einen Szenenwechsel klarer zu deffinieren und die ganze Umgebung, die Zeit, in der das Stück spielt besser zu visualisieren.
Dafür gibts bei der Van Lure Wertung: ***** (3,5/5)Sterne.

Van Lure.

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