Zurück aus dem Land der „Deutschen Küche“ – Typisch Türkisch

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Wie versprochen, ein ausführlicherer Bericht über Urlaubsstation Türkei, Antalya.

Nach neun Jahren ausschließlich europäischer Sommer habe ich meinen einwöchigen Türkeiaufenthalt und das Meer mehr als genossen. Wir waren zu viert im fünf Sterne „Cäsars Hotel“ bei Antalya, all inklusive versteht sich;) Zwar hatten wir aufgrund des ungewohnt heißen Wetters unsere Höhen und Tiefen, wissen jedoch jetzt schon dass wir nächstes Jahr für mindestens 10 Tage buchen werden… Die knapp 7 Tage kamen mir zwar vor wie ein ganzer Monat, gegen Ende hin wurde uns jedoch allen die Zeit viel zu kurz.

  •  Flughafenwitz ade!

 Nun habe ich auch den endgültigen Beweis für euch: der Metalldetektor am Flughafen reagiert definitiv nicht auf Piercings, also spart euch die ausgeleierten Witze in Zukunft.

Sehr wohl geschrieen hat das Gerät allerdings bei meinen neuen Stahlkappen-Convers, die ich mir 2 Wochen davor in Slowenien gekauft hatte. Ich wollte auch hier testen ob es sich wirklich, wie beim Verkauf auf der Verpackung angegeben, um Stahlkappen handelt oder doch nur welche aus Hartplastik verwendet wurden.

Ich wurde anschließend noch etwas genauer gefilzt bis sich das Kontrollpersonal selbst davon überzeugt hatte das ich keine Waffen in meinen Schuhen gebunkert hatte, wirkliche Probleme gab’s allerdings nicht und ich konnte meine Reise fortsetzen ohne mich weiter auszuziehen. Also, an alle Leute die ihre Festival-Stiefel gerne mit in den Urlaub nehmen würden: Man wird euch die Schuhe am Airport schon nicht wegnehmen;)

  • Sonne, Sand und Service

Wir erreichten das Hotel per Bus etwa gegen 2Uhr früh, türkischer Zeit und „angenehm kühlen“ 30°C Außentemperatur. Unter Tags bewegte sich das Thermometer stets irgendwo zwischen 35 und 45°C, weshalb ich während der Mittagshitze lieber im klimatisierten Zimmer faulenzte oder mir die Zeit in hoteleigener Sauna und Hallenbad vertrieb um keinen Sonnenbrand davon zu tragen. Leider waren die anderen nicht so vorsichtig und jammerten abends über die knallroten und brennenden Schultern… Dabei war der Pool sogar bis 23:00 benutzbar und der Sandstrand begann etwa 20 Meter vor der Tür zu unserem Bungalow. Die ideale Lage also um nach dem Bad zum Ausruhen ins Zimmer zu flitzen.

Bei all den tollen, günstigen Angeboten kam ich außerdem nicht drum herum mir ein  90minütiges Massagepacket, eine Jeep & Rafting-Tour und einen Bazarbesuch mit Abendessen & Bootsfahrt in Antalya zu gönnen. Trotzdem hätte ich mir noch viel mehr Aktivitäten im Programm gefunden als ich Zeit dafür hatte. Eine Woche ist wirklich viel zu kurz!

  •  Türkisch-deutsche Küche

 Zum Frühstück, Mittag- und Abendessen besuchten wir das für diese Art Hotel typisch groß angelegte Buffet mit Essbereich auf einer weitläufigen Terrasse. Leider mussten wir hier zu unserer Enttäuschung feststellen dass die Nachspeise die einzige türkische Spezialität war die angeboten wurde. Es gab zwar eine riesige Auswahl an verschiedenen Gerichten, aber alles leider nur Zeug was man auch im deutschsprachigen Raum so findet: Frikadellen, Pommes, Hähnchen und Omeletts waren neben frischem Obst und Gemüse beispielsweise jeden Tag vertreten und dazu noch die „deutsche“ Variante des Kebab (orig. ohne Soße, anderes Brot). Aber bei dem großen Angebot an verschiedenen Speisen findet man ohnehin etwas für jeden Geschmack und solange es einen eigenen Tisch mit Baklava gab war auch ich vollkommen zufrieden mit der kulinarischen Verpflegung. Etwas später erzählte uns dann der Reiseleiter dass das Essen deshalb so „deutsche Küche-lastig“ sei weil es hier per Gesetz verboten ist in Hotels rein türkische Küche anzubieten…O.o

  •  Bazare, Menschen & Handel

 Insgesamt war ich generell etwas überrascht wie weit sich die Einheimischen im Laufe der Jahre an die Unmenge an deutschen und russischen Touristen angepasst hatten. Das in den Urlaubsgebieten mindestens jeder Ladenbetreiber der deutschen Sprache mächtig ist, war nicht weiter verwunderlich, aber wenn man die fremdartige Landschaft bei Seite lässt und vom Bus aus die vorbeiziehenden Geschäfte mit ihren ebenso deutschsprachigen Reklametafeln, Slogans und Leuchtschriften betrachtet, könnte man fast auf die Idee kommen man wäre noch zu Hause. Aber eben nur fast…

Als wir am Donnerstag einen Tagesausflug nach Antalya unternahmen, fanden wir je näher wir der Stadt kamen, wieder zunehmend Reklamen in türkischer oder englischer Sprache. Dort besuchten wir zuerst einen alten Bazar bei dem mir die Kauflust leider recht schnell verging da ich es nicht ab kann wenn man alle 3 Meter angesprochen wird (natürlich auf deutsch) und man mir irgendwelche gefakten Metallicashirts, sonstige Kleidung und Ramsch vor die Nase hält. Im Endeffekt machte ich keine der Besorgungen die ich mir vorgenommen hatte. Ich erstand lediglich eine kleine Wasserpfeife und eine Knochenschatulle um insgesamt 10 Euro und war zufrieden damit nicht weiter zwischen den „verkaufswütigen“ Händlern herumirren zu müssen. Das Vorgehen der Verkäufer war mir damals vor 9 Jahren noch nicht so aggressiv vorgekommen, wenn auch nicht weniger aufdringlich. Ein original türkischer Kebab besserte anschließend meine Laune dann doch noch etwas auf und wir machten eine kurze Bootsfahrt die Küste entlang bevor ich das mit in begriffene (deutsche) Abendessen des Ausflugs an eine Katze mit 5 Jungen verfütterte…

  • Kultur, Flora & Fauna

…Als ich am Dienstag mit dem Jeep über die Berge zum Raften unterwegs war, erhielt ich doch noch einen Einklick in das „ländliche Leben“ der Bevölkerung. Man sah immer wieder kleine Hütten, rustikale Lattenzäune von denen man nicht wusste was sie ein- oder aussperren sollten, ein paar Gräber, hier und dort eine einsame Kuh oder Ziege am Wegesrand und winkende Kinder vor den etwas baufällig wirkenden Häusern die man bis in die unmöglichsten Höhen vereinzelt fand. Die Landschaft war heiß und trocken und das ohrenbetäubende Zirpen von tausenden von Grillen erfüllte die ganze Fahrt über die Luft.  Das Schönste dabei war die wahnsinns Aussicht auf das Taurus Gebirge und die ganz eigene Auffassung des Landes von Flora und Fauna…

Am Schluss bleibt mir nur zu sagen dass ich dieses schöne, heiße und exotische Land bereits jetzt vermisse. Ich war während meines dortigen Aufenthaltes dermaßen der Zeit entrückt das der ganze Stress von zu Hause komplett von mir abgefallen ist. Es waren Tage ohne wirkliches Zeitgefühl und für den gemütlichen wie auch den Action-liebenden Urlauber  perfekt geeignet. Bis nächstes Jahr also!

Van Lure.

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