Musiktipp: Gaë Bolg [- And the Church of Fand]

Guten Morgen, meine Lieben!

Heute habe ich wieder einen Musiktipp für euch, der aber nicht jedermanns Sache sein wird.

Hinter dem Namen „Gaë Bolg“ (= magische Lanze des Cucchulain*, mit der er seine Feinde besiegte) versteckt sich der Franzose Eric Roger der bereits bei „Sol Invictus“ an der Trompete mitgewirkt hat.

Seine Stücke lassen sich schwer beschreiben, doch sind sie sehr – oder sagen wir, viele von ihnen – von mittelalterlichen Klängen und kirchlichen Chören geprägt, wobei stimmlich ausgereifte Sänger natürlich nicht fehlen dürfen und wirken oft sehr andächtig bis feierlich.

Manche der Stücke kommen durch die verschiedenen, oft hohen (männlichen) Stimmlagen, Rhytmus und Musik in denen der Gesang eingebettet ist, etwas schräg/sprunghaft rüber, sind etwas gewöhnungsbedürftig und drohen manchmal zu einer gewaltigen musikalischen Kakophonie aus Klängen zu mutieren. Teilweise klingen die Lieder auch etwas – Mangels eines besseren Ausdruckes – „orchesteral angehaucht“

Musikalisch wird ein breites Spektrum an verschiedenen Instrumenten geboten die jedem einzelnen Werk eine ganz eigene Note verleihen. Eines der wichtigesten Instrumente – die Trompete, wobei diese in den Liedern jedoch nicht so aufdringlich ist, wie es sich hier vielleicht anhören mag.

Die Sprache, – natürlich Französisch. Aber der Info halber; inhaltlich drehen sich die Lieder um Helden, Schlachten, Saufgelagen und auf der aktuellen CD Requem um den Tod Eric Rogers Verwandte bzw. zollt er mit seinem neuesten Werk diesen Tribut.

Ich habe euch, da ich keine offizielle Homepage finden konnte mal den Myspace Link rausgesucht. Wobei mein Anspieltipp „Totentanz“ (Album Requiem) im dortigen Player jedoch nicht enthalten ist. Deshalb empfehle ich euch, bevor ihr euer endgültiges Urteil fällt eher das nächste Mal wenn ihr in einem Plattenladen seid, einfach die CD rauszuzupfen, dort in den Player zu legen und mal in die Stücke reinzuhören. „Totentanz“ ist meiner Meinung nach eine schöne Tanznummer bei der die Folkeinflüsse überwiegen, wobei die Lieder unter Myspace nach dem Lesen meiner Beschreibung hier etwas verwirrend sind. Wer sich allerdings nicht davon abbringen lässt: „Agnus Dei“ (ebenfalls Reqiem) ist ein sehr ruhiges, andächtiges Stück, das man sich am besten in etwas träumerischer Stimmung zu Gemüte führen sollte.

Wer hier röhrende Gitarrensounds und Doubblebase erwartet wird auf jeden Fall enttäuscht werden. Gaë Bolg ist nicht zum Bangen, Gaë Bolg ist zum Träumen;)

Gaë Bolg at Myspace

Label: Auerbach Tonträger (Sublabel v. Prophecy Produktions)

Ich wünsche euch noch einen schönen Dienstag;)

SVdL

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* Held der irischen Mythologie

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