Der Barbier von Sevilla

bühne

…oder „Die nutzlose Vosicht“, von Gioacchino Rossini.

Guten Tag!

Ja, reichlich verspätet aber doch, habe ich mich nun dazu durchgerungen endlich den Post hier zu verfassen! Am 31.01 waren ich und mein Schatz wiedermal am Landestheater zugegen. Komisch, ein Altstadtpäärchen das in 5 Monaten noch nie zusammen im Kino war, aber dafür schon 5 mal im Theater…

Gut, also, das Stück hieß Der Barbier von Sevilla. Eine Oper um genauer zu sein. Und dieser Post hier soll Lob und Tadel aussprechen. Doch bevor wir zur Aufführung kommen, widemen wir uns zuerst lieber etwas der Handlung.

Die Handlung:

Das ganze Stück spielt Ende des 18. Jahrhunderts in Sevilla. Graf Almaviva, ein Rosenkavallier hat sich in die schöne, junge Rosine verliebt. Dr. Bartolo, der eifersüchtige Vormund des Mädchens buhlt jedocht auch um deren Gunst, da sie eine reiche Erbschaft erwartet. So versucht der Graf mit Hilfe des Barbieren Figaro der Schönen näher zu kommen indem er sich als betrunkener Soldat Einlass in das Haus verschafft, – so gelingt es ihm ihr einen ersten Liebesbrief zuzustecken, landet jedoch selbst beinahe im Staatsgefängnis. Aber er kann sich davor noch einmal bewahren und nimmt den nächsten Anlauf als Musiklehrer, während auch Figaro seine Handwerkskünste in den Dienst Dr. Bartolo’s stellt um ihm zu Hilfe zu kommen. Hauptcharakter ist die Rolle des Figaro der Almaviva zu den Verkleidungen rät und Bartolo ablenkt während sich die beiden Jungen beim Musikunterricht näher kommen…

Zur Inszenierung:

Das Stück war auf italienisch, was wir leider nicht verstanden haben. Aber das tut der Sache nicht wirklich einen großen Abbruch, denn ein paar Schlüsselwörter versteht man immer und man konnte der Handlung auf der Bühne gut folgen. Man konnte auch an der Reaktion des Puplikums teilweise erkennen das ca. 80% im Saal kein Wort verstanden;)

Stimmlich absolut empfehlenswert und genial! Wie gesagt, es war eine Oper. Also, Oper = singen;) Am beeindruckensten war die Rolle des Figaro, der vom Spanier Isaac Galán gespielt wurde, der dem Charakter einen gewissen Witz und Charme verliehen hat und die Arien in seinem kräftigen Bariton schmetterte.

Aber ich will nicht lange von den Darstellern reden. Sonst würde ich noch Stunden hier sitzen und schreiben.

Zum Bühnenbild: Die Bühne selbst wurde etwas schräg gesetzt und eine leicht ansteigende Rampe parralell an der Vorderseite angebracht, sodass die Protagonisten und der Chor im „Zick Zack“ hinaufgehen mussten. Die Kulisse bestand aus weißen, fast raumhohen Platten, die als Andeutung von Wänden oder Hausmauern auf beiden Bühnenseiten aufgebaut waren. Während der Vorstellung wurden sie auch fallen gelassen und/oder duch Platten ergänzt, die man von oben herabließ.

Was mich beeindruckt hat, war das Spiel mit dem Licht. Der berühmte rote Vorhang öffnete sich und dahinter befand sich ein durchsichtiger, zahrt-grauer Schleier den man zuerst kaum warnahm bis man den roten Schimmer und die Falten darauf bemerkte. Es sah aus, als ob der rote Bühnenvorhang von vorhin lediglich immer durchscheinender wurde. Aber das muss man selber gesenen haben, denn es ist schwer das zu umschreiben. Alles in allem, ein guter Einfall.

Die Requisiten:

Bei dieser Theaterproduktion kann ich einmal die Fülle an Requisiten nicht bekritteln. Da wegen der aufgebauten Bühnenschräge die Drehvorrichtung nicht zum Einsatz kommen konnte, wurde das Problem bezüglich dem Wechsel der Kulissen, bzw. dem Wechsel der Requisiten durch eine in Anzüge gekleidete Crew gelöst, die die Objekte wähernd der Vorstellung austauschen. Das ist zwar ein kleines Manko, aber nur ein kleines, denn die Frage, wie es sonst hätte besser von statten gehen sollen kann auch ich nicht beantworten.

Ich könnte noch weit mehr darüber schreiben. Aber ich denke, wirklich Interessierte sollten sich das Stück besser selbst ansehen, als sich nur auf meine Kritik zu verlassen;) Es ist auf jeden Fall ein Muss für Opernfans und Theaterfreaks;) Lasst euch vom Italienisch nicht abschrecken.

SVdL

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