Guy Fawkes

„…remember, remember the 5th of November…“

 Guten Abend, Leute!

Wer von euch meinen Jahresrückblick gelesen hat, wird wissen dass ich ein Fan von dem Film „V for Vandetta“ bin. Der Film handelt von Intrigen und Selbstjustiz und dem Hauptcharakter „V“, der sein Gesicht den ganzen Film hindurch hinter einer Maske versteckt. Und über die Hintergründe zu dieser Maske, welche das Gesicht von „Guy Fawkes“ darstellt, möchte ich euch heute berichten.

Guido Fawkes wurde 1570 in Yorkshire als Einzelkind geboren. Im Alter von 16 Jahren konvertierte er zum Katholizismus. In seinen Jahren als Soldat erlernte er den Umgang mit Sprengstoff bis er sich 1593 in der Armee von Albrecht VII – Erzherzog von Österreich – verdingte. In den Niederlanden kämpfte er im 80-jährigen Krieg gegen die Protestanten und wirkte auch 1596 bei der Belagerung und Einnahme von der französischen Hafenstadt Calais mit.

Am 5. November 1605 versuchte er mit seinen Mitverschwörern das englische Parlament in Westminster (London) aufgrund der damals in der Politik sehr katholizismusfeindlichen Einstellung und der Verfolgung der Gläubigen zu sprengen. Er hatte 36 Fässer mit über 2 Tonnen Schwarzpulver in gemieteten Kellerräumen des Gebäudes deponiert. Heute wird auch von der „Schießpulververschwörung“ geredet (Gun Powder Plot).

Am Tag der Parlamentseröffnung im „House of Lords“ sollten König Jakob I, seine gesamte Familie, alle Parlamentsmitglieder, Bischöfe und anwesende Adelige durch die Sprengung getötet werden und anschließend politische Gefangene aus dem berühmten Tower of London befreit werden.

Einer der Mitverschwörer warnte jedoch in einem Brief an Lord Monteagle vom 26.Oktober vor dem geplanten Attentat. Die Verschwörer erfuhren zwar von den Schreiben, ließen sich jedoch nicht von ihrem Plan abbringen, nachdem Fawkes versichert hatte, das der Sprengstoff unberührt sei.

Am Morgen des 5.Noveber wurde Fawkes schließlich bei einer Inspektion der Keller unter dem Parlament vom Friedensrichter Thomas Knyvet samt Sprengstoff entdeckt. Man nahm ihn fest und brachte ihn in den Tower, wo er unter Folter sein Vorhaben gestand und die Identität seiner Komplizen preisgab. Diese wurden am 30. Januar 1606 durch Hängen, Ausweiden und Vierteilen hingerichtet. (Der Ablauf: zuerst hängen, aber so das man noch nicht stirbt, anschließend wird man wieder vom Galgen genommen, festgebunden/-gehalten und aufgeschlitzt, zum Ende noch – egal ob tot oder lebendig – gevierteilt. Also das volle Programm.)

Am 31. Januar sollte auch die Hinrichtung von Guy Fawkes statt finden. Als man ihm den Strick umlegte sprang er kurz vor dem Hochziehen der Schlinge vom Podest, brach sich das Genick und entging so der restlichen Tortur.

Auch heute wird in Großbritannien noch der 5. November als „Bonfire Night“ mit einem Straßenumzug gefeiert. Dabei wird eine Guy Fawkes Puppe verbrannt und Feuerwerk gezündet. Seit dem wird die jährliche Parlamentseröffnung auch mit der traditionellen Inspektion der Kellergewölbe durch den aktuellen Regenten begonnen.

Scherzhaft heißt es auch, dass Guy Fawkes der einzige Mann ist, der mit ehrlichen Absichten in das Parlament gegangen ist…

„Remember, remember the fifth of November Gunpowder, treason and plot. I see no reason why the gunpowder treason Should ever be forgot.“

Ich hoffe ich konnte euch den Abend oder auch einen Teil der Mittagspause (da ich weis das manche gerne in der Arbeit lesen;) etwas mit meinen kleinen Infos versüßen.

Langsam erwacht in mir wohl wieder der Bloggergeist;)

Ich ziehe meinen Hut zum Abschied und wünsche euch noch einen schönen Abend!

SVdL

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6 Kommentare zu “Guy Fawkes”

  1. danke, danke^^
    ich habe eben ein breites interessensgebiet;) man gräbt immer wieder etwas neues aus:p

  2. manche anregungen hab ich auch aus büchern. ja, ich bin eine bücherratte. und dann gibts da noch das internet;p

  3. V for Vendetta ist einfach genial, mir persönlich gefällt die revolutionäre Stimmung sehr (auch wenn der film an ein paar stellen unrealistisch ist).

    – die fatalen möglichkeiten der diktatur werden drastisch aufgezeigt, genau so wie der unsterbliche wille des einzelnen, sich dabei querzulegen …

    viva la revolution!

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