BodyArt: Das Oberflächenpiercing

In der Regel werden „normale“ Piercings an natürlichen Hautfalten, wie etwa Nabel, Nippel, Lippe, Nase,… gestochen.

Als Oberflächenpiercing bezeichnet man jene Piercings, dessen Einstichsloch und Austrittskanal auf einer Ebene liegen. Da das Fleisch um den Stichkanal eher unter Spannung steht, als bei gängigeren Piercings, besteht jedoch immer eine erhöhte Gefahr einer Entzündung oder des Herauswachsens des Schmuckes. 

Deshalb wird meist gebogener, oder auch leicht eckiger Schmuck verwendet, um dies hinauszuzögern oder zu verhindern. Diese nennt man unter anderem Surface-Bars und sind meist aus Metall. Eine andere Möglichkeit stellt Schmuck aus PTFE dar – ein elastischer Stoff der sich der Stichkanalkrümmung anpasst. Dieser übt jedoch wieder etwas mehr Druck auf die frische Wunde aus, in seinem Bestreben wieder in die Ursprungsform zurück zukehren. Dazu kommt das hier meist die verschraubten Kugeln auf die Hauptoberfläche drücken. Das Ergebnis: es wächst heraus.

Egal für welche Stelle oder welchen Stecker man sich aber auch entscheidet, die präzise Arbeit eines erfahrenen Piercers ist dennoch sehr wichtig. Das Piercing darf weder zu tief, noch zu seicht gestochen werden und muss danach immer wieder sehr gründlich desinfiziert und gepflegt werden. In der Regel brauchen die guten Stücke aber erheblich länger um zu verheilen. Je nach Körperstelle stellt eine Heilungsdauer von 1 oder 2 Jahren keine Seltenheit dar. Die meisten Oberflächenpiercings wachsen jedoch laut Aussage von Piercern nach etwa 6 Monaten trotzdem heraus.

Beliebte Stellen sind zum Beispiel das Genick, der Hals, das Dekolleteè, Augenbraue, Bridge (zwischen den Augen), die Hüfte und auch die Schläfe.

Eine weitere Variante der Oberflächenpiecings sind zwei Reihen aus gestochenen Klemmkugelringen parallel den Rücken hinunter, um Bänder, Schleifen oder Ketten im Korsettstil über kreuz dazwischen zu schnüren. Hauptsächlich wird dies jedoch nur temporär für Shows und/oder Ausstellungen gemacht und danach gleich wieder entfernt. Diese Variante ist also leider keine dauerhafte Körperzier, da das Entzündungsrisiko zu hoch wäre und Gewebe und Kreislauf sehr beansprucht werden.

Eine weitere Idee ist das Befestigen von Strumpfhaltern mittels Oberflächenpiercings an den Hüften – jedoch auch kein Schmuck von Dauer. Hinzu kommt der permanente Zug der Halter, was eine Heilung verhindert und das Herauswachsen fördert (was auch bei zu straffem Schnüren zutrifft).

Ebenfalls als kritisch gelten Piercings auf der Körperrückseite, da man keine optimale Sicht darauf hat und den Heilungsprozess nicht mit verfolgen kann, bzw. Entzündungen schlechter versorgen kann.

Zum Thema habe ich auch ein paar Bilder für euch, als ich mir im Alter von 16Jahren (Dezember 2004 war das) ein Piercing im Genick stechen lassen hab. Der Nachteil daran war das sich diese Körperstelle schlecht bis garnicht betäuben lässt und man nicht weis wie man sich am Abend das Shirt oder den Pulli ausziehen soll ohne daran zu streifen. Die optimale Schlafposition zu finden ist also wirklich das geringere Problem;)

(zum Vergrößern klicken;)

desinfizieren davor 2.jpg stechen nach dem Stechen wird die Nadel durchgezogen und abgeschnitten. Zurück bleibt der Plastikschlauch fertig!

Am 2.September 07 habe ich mich dann schließlich davon getrennt, weil es sich nach langer Zeit wieder entzunden hatte und ich befürchtet habe das es nun herauswächst. Aber, hey! Es waren immerhin etwas über 3,5 Jahre die ich das Schmuckstück hatte. Daran gibt es nichts zu bereuen;)

So, das war ein Post für Piercingfreaks/-liebhaber, wie mich;)

Ich denke mittlerweile bereits wieder über ein neues Oberflächenpiercing nach, bin aber noch etwas unentschlossen… ich werde auch auf dem Laufenden halten;)

Gute Nacht!

SVdL

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3 Kommentare zu „BodyArt: Das Oberflächenpiercing“

  1. hey
    ich hatte oberflächen piercings in dekolté und am schlüßelbein links und rechts wobei ich das rechte schon 2x gestochen hatte… sie haben alle nciht lnage gehoben es sind alle weider raus. daher kasnnst du echt froh sine das deins 3,5 jahre gehalten hat, meine haben vll wenns hoch kommt n halbes jahr gehoben.

  2. hi!
    …und hmm… klingt gut. nur schade das sie dir raus gewachsen sind.
    wie lange haben deine denn zum verheilen gebraucht. bei mir war das ein harter kampf von ca 1 jahr. bekomm irgendwie lust es mir wieder stechen zu lassen…

  3. alsoooooo…
    ich hb mein absolutes Lieblingspiercing(Bridge) jetz schon seit 4-5 monaten und ich hb dauernd angst das was passiert weil ich steh voll drauf ^^
    und nja wie soll ich sagen…
    es is jetz endlich verheilt^^
    und das piercing im genick will ich mir undebingt machen lassen :)

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