Rook ‘n’ Roll
Na gestern hab ich mich endlich getraut mir meinen heißersehnten Rook stechen zu lassen! Naja, was heißt getraut? Es magelte ne Weile an der Kohle weil ich sie in den letzten Monaten hauptsächlich in Tattoos investiert hatte, aber nachdem gestern auch 2 Tattoo-Baustellen feriggestellt wurden, bin ich vom Tätovierbereich gleich in den Piercingraum weiter gewandert;)
Dann saß ich da, auf dem selben Stuhl den ich in den letzten 8 Jahren schon unzählige Male bestiegen hatte und allmählich stieg die vertraute Aufregung in mir hoch. Den Kommentar meiner Piercerin “Der Rook ist eines der schmerzhaftesten Knorpelpiercings” hätte sie sich allerdings verkneifen können. In Zukunft hat sie die ausdrückliche Order mich in Bezug auf solche Sachen gefälligst anzulügen;)
Zuerst wurden die Einstichstellen wie immer angezeichnet und ich bekam den Handspiegel zur Kontrolle. Nannte mich meine Piercerin vorher immer pervers weil ich auch beim Stechen durch den Spiegel zusehen wollte, hatte sie diesmals nicht mal mehr versucht ihn mir abzunehmen und so war ich auch mit den Augen live dabei, als sie mit Zange und Nadel anrückte.
Das Stechen war in dem Fall wirklich schmerzhaft, hätte ich in der Intesität nicht erwartet. War aber auch schnell wieder vorbei. 1-2 Sekunden und die Nadel war längst durch. Das wirklich Furchtbare daran war wie immer das Reingeben des Schmucks. Nichtgepiercte fürchten sich vielleicht vor der Nadel, aber das wirklich Schlimme ist das Einfädeln des Steckers in den Plastikschlauch und das Durchziehen durch den Stichkanal. Da bin ich direkt dankbar das meine Mistress of Pain da so gnadenlos schnell ist. *Flupp* und drin war er, danach noch die Kugel (von oben) draufgemacht und ich konnte das Endprodukt bewundern.
Nach dem ganzen Prozedere kam ich also mit schmerzendem Oberschenkel, Hüfte und Ohr aus dem Studio. Tattoo-Tattoo-Piercing. Alles auf der rechten Seite. Der Besuch hat sich also wirklich ausgezahlt. Darum darf ich jetzt auch voll Stolz verkünden das mein rechtes Ohr nun komplett fertig gestellt ist und bald einen komplett neuen Satz Schmuck verpasst bekommt, wenn alles abgeheilt ist.
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Tätoviert wurde zuerst das letzte fehlende Stück an der Hüfte und anschließend noch auf der Oberschenkelrückseite die letzten Schattierungen hinzugefügt. Oberschenkel sind vom Schmerzpegel her wirklich die Hölle schlechthin, weswegen ich meine Nägel zum ersten Mal richtig in die Bank geschlagen und mein Gesicht reingepresst habe.
Er: “Krallst du dich gerade in den Polster?”
Ich, mit dem Gesicht im Polster: “ah-ah.”
”Sicher! Ich hörs doch!”
”ah-ah…”
Nächster Termin ist – wie passend – Freitag der 13. im Jänner;) Irgendwann werde ich auch hier mal Fotos der Tattoos reinstellen, aber bis dahin müsst ihr euch noch eine Weile gedulden…
Van Lure.



em Kissen ausfechten musste! Trotzdem hat es um die 3 Monate gedauert, bis ich so weit war um den Schmuck zu wechseln. Aber das Warten hat sich hier wirklich ausgezahlt, denn der 8mm Ring, in der Stärke 1,6mm könnte nicht perfekter sitzen! Perfekt gestochen nenn ich so etwas. Ich kann meine Stammpiercingbude Michi’s Piercingstudio nur allen Linzern (und Umgebung;) empfehlen! Die haben mich auf dem Gebiet noch nie enttäuscht und wenn der “Letzte Helix” endlich abgeheilt ist und ich wieder auf meinem rechten Öhrchen schlafen kann, werde ich mir links ebenfalls einen Conch verpassen lassen!
Ich hatte ja im Vorfeld schon oft gehört das dieses Piercing nicht schmerzt und man nur ein ekelhaftes Knacken beim Stechen hört aber dem wollte ich nicht so ganz meinen Glauben schenken, da ich bereits mit Knorpelpiercings (unschwer zu erkennen) Erfahrung habe und sich das jedes Mal weniger angenehm angefühlt hat, sprich: *au*

