Dieses mal zum Monats Ersten serviere ich euch ein mehr als gelungenes Cover von Uriah Heep. Die Viking-Finnen von Ensiferum borgten sich für ihr 2007er Album “Victory Songs” den Hit “Lady in Black” von den britischen Hardrockern und verliehen dem Song einen geradezu heidnisch-guten Gitarrengroove! Pagan is what you make it – könnte man direkt dazu sagen, denn Text und Musik passen so gut, dass es fast scheint als stammten die Lyrics aus der Feder von Petri Lindroos (Vocals). Ich fand das Original schon gut, aber diese Version ist für mich einfach der Hammer!
Grüße aus der CD-Ecke! Hier gebe ich meinen Senf zu Neuveröfentlichungen, Neuentdeckungen und was mir ansonsten unterkommt unabhängig vom Veröffentlichungsdatum ab.
Etwas für die Paganfans unter euch: 4 Jahre nach ihrer letzten Veröffentlichung kehren die unterfrankner Paganmetaller 2011 mit ihrem dritten Werk “Finis Terrae” zurück…
Das war mal wieder eine Veröffentlichung auf die ich mich richtig gefreut habe! Würde sich das neue Album tadellos neben seinen beiden Vorgängern einreihen, oder erwartete mich etwas völlig neues? Immerhin bin ich mit hohen Erwartungen an das Werk herangetreten, in Erinnerung an vorangegangene ‘HumpaHits’ wie Folkthing.
Beim ersten Mal durchhören stechen allerdings sofort die Synthesizerparts in die Ohren, die sich nur mit Müh und Not in die eigentlichen Metalsongs einfügen. Außerdem vermisse ich großteils die gewohnten Humpermelodien aus den letzten beiden Alben. Dafür klingt der Sound nun schon eher etwas nach Eisregen mit ausgereiften, schnellen Gitarrenparts. Die Chorgesangsparts in “Moritvrvs Immortalis” hätte man sich wirklich sparen können und was um HimmelsHöllenPagansWillen haben sich die Herren bei “Egophaneia” bitte gedacht? Im Ernst jetzt, wenn ich mir ein fetziges Paganmetal Album in den Player knalle und durchlaufen lassen will, killen Tracks die aus einem Kindermonolog bestehen gewaltig die Atmosphäre!
Aber neben diesen Abstrichen hat Finis Terrae durchaus auch seine guten Seiten welche sich in Stücken wie “Nekropolis’ Fall”, “Mantikor” und “Ad Rvbiconem” zeigen. Bei Unschlüssigkeiten gilt immer: Einfach mal reinhören und selbst entscheiden.
Fazit: Gewöhnungsbedürftig und sicherlich nicht für jeden eingefleischten Fan der Hammer aber aufgrund der neuen Wege, die die Band mit ihrer neuesten Veröffentlichung beschritten hat durchaus als ein eigenständigens, gelungenes Werk zu betrachten. Meine Wertung: 3/5 Sternen.
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