Weil immer mehr Eltern ihre (oft noch recht kleinen) Kinder mit auf das Festival nehmen, wird es nächstes Jahr zum ersten Mal einen camp-eigenen Metallerkindergarten geben, in den man seine Kinder für ein paar Stunden abgeben kann.
So können Mama & Papa die Konzerte genießen ohne sich die ganze Zeit Gedanken über die Sprösslinge zu machen.
Irgendwie ne geile Idee, oder? Gibt es das auf anderen Festivals auch? Wär mir zumindest noch nie untergekommen – allerdings habe ich auch keinen Bedarf…
Ich frage mich nur wie die Babysitter mit einer Meute Schreihälse umgehen sollen, die alle Sprachen, nur nicht die ihre sprechen und wie alles organisatorisch ablaufen wird.
Und weil es so schön war, und diese zwei Videos von dem schrägen Zweigespann 2Guys1TV das Metalcampfeeling so treffend eingefangen haben, hier ein Rückblick auf ein erfolgreiches MC11!
Bei den Bildern kommt man doch glatt wieder in Festivalstimmung! 2Guys1TV besteht aus 2 Metalhead-Franzosen und besten Freunden, die es sich zur Aufgabe gemacht haben den Metal in ihrem Web TV zu presentieren. Nach diesen Videos wissen auch Leute, die noch nie da waren warum das Festival den treffenden Beinamen “Hell over Paradise” trägt.
Ich kann es nur immer wieder versichern: Einmal Slovenien – immer Slovenien! Wer gerne Festivals besucht wird nach dieser Location süchtig.
Ich habe mir ja, wie jedes Jahr, in Slovenien ein paar neue CD’s zugelegt. Meistens suche ich nach nichts bestimmten. Ab und zu kaufe ich einfach auf gut Glück und manchmal – wie in diesem Fall – gefällt mir einfach eine der auftretenden Bands auf Anhieb so gut, das ich lostigere um mir eine Platte zu besorgen. Da stellt sich vor der CD-gepflasterten Shopping “meile” nur noch die Frage, welches Album? In diesem Fall habe ich mich für das 2007 erschienene (2.) Album “Lupus Dei” entschieden. Ja, ich weis, es ist also bereits ein”älteres” Release, aber nachdem ich sie live auf der Mainstage schon geil fand, hat mich auch das, was vom Silberling kam zu Hause weiter begeistert. Gerade Power Metal gefällt mir nicht oft weil er mir meist einen tick zu happy klingt, aber diese deutsch-rumänische Powermischung findet sein Gleichgewicht zwischen Humor und musikalischen Qualitäten.
Powerwolf wurde 2003 von Matthew und Charles Greywolf gegründet. Später stieß der Rumäne Attila Dorn hinzu, der aufgrund seiner klassischen Gesangsausbildung von da an die Vocals übernahm und damit dem “gesamten Wolf erst die Power verliehen hat”;). Danach wurde das Lineup um Stéfane Funèbre (Schlagzeug) und Falk Maria Schlegel (Orgel) ergänzt und fertig waren Powerwolf.
Die Texte sind hauptsächlich in Englisch, aber auch lateinische Passagen, seltener sogar deutsche, finden in den Lyrics Verwendung. Inhaltlichdrehen sich die Songs hauptsächlich um Vampire und der Darstellung des Teufels in der Bibel. Dabei kann ich alle Twilight-geschädigten die beim Vampirteil zusammengezuckt sind beruhigen. Wir reden hier schließlich von keiner brechreiz-erregenden TeenieBand Marke “”Fukushima Hostel” sondern 5 talentierten Pandabären (=Corpsepaint) die im Studio und auf der Bühne alles geben. Aber am wichtigsten ist, wie immer: einfach mal reinhören, uns selbst entscheiden. Ich habe jedenfalls meine Freude mit meiner neuen Entdeckung und werde mir sicherlich bald ein weiteres Album zulegen.
Ich kann es nicht glauben. Das Northern Lights findet dieses Jahr ohne mich statt… Und warum? Zum einen weil das Line-up dieses Jahr nicht so besonders ist, zum anderen weil ich Kohle sparen muss und zu guter letzt weils in 17 Tagen endlich wieder so weit ist: das Event des Jahres, Metalcamp, Slovenien!
Ich will einfach in bestmöglicher, gesunder Verfassung dort ankommen, ab dann lautet das Motto swieso time to get wasted. Zum 5ten Mal hole ich dieses Jahr meine stetig gewachsene MCSurvival Checkliste raus und bereite mich auf eine Woche hardcore non-stop MetalParty vor!
Aber im Ernst jetzt, ich wäre wirklich gern aufs NL gefahren. Kein NL ohne Drama. Denn… Ironie, Ironie, von Anfang an prangte auf der Homepage der Veranstaltung der Satz “No Politics in Metal”. Und seit dem stehen die Veranstalter, die Bands und Festivalbesucher verstärkt unter politischem Beschuss. Die Anklage: Es handle sich um eine rechte Veranstaltung. Überraschung, das kenne ich schon von den letzten beiden Jahren. Ich will jetzt auch garnicht weiter auf den MühlviertlerMedienrummel eingehen, aber diese Leier wird langsam langweilig. Die letzten beiden Jahre hatte die Veranstalterin schon mit dieser “SchubladenProblematik” zu kämpfen und ich fühle mich ebenfalls als ob mir jemand einen Stempel aufgedrückt hätte, weil ich zu denen gehöre obwohl ich weis das wir alle hier ins falsche Licht gerückt werden. Manchmal gibt es einfach Themen bei denen man garnicht so viel essen kann wie man kotzen möchte. Deswegen widme ich meine Gedanken nun positiveren Dingen… und diese da wären zum einen das Metalcamp um mich wie jedes Jahr nach allen Regeln der Form zu zerstören und zum anderen ein 5Sterne ClubHotel was mir im Anschluss als Reha dienen wird und weil ich es kann;)
Also, ich wünsche den Festivalbesuchern ein regenfreies Wochenende, viel Spaß und keine rechtsradikalen sowie antifaschistischen Übergriffe!
Omas 80er
CD-Tipp Ewigheim "Bereue nichts"
CD-Tipp Eluveitie "Helvetios"
Stefan Sonntagbauer "Neulich im Mittelalter"
BodyArt: Der letzte Helix
BodyArt: der 3. Conch
Autorin
Hier spielt die Musik! Neben diversen Hobbys und Erfahrungsberichten im Bereich Bodyart findet ihr hier Film/TV/CD-Tips, Buchempfehlungen, Konzertberichte uvm. aus der Sicht eines weiblichen Metalheads. Und das zynische Alltagsgewäsch? Das gibts gratis obendrauf!