Naja, eigentlich gibt es keine begrenzte Saison für den Bogensport, aber in der kalten Jahreszeit werde ich, was den Parcour angeht, immer etwas faul und suche mir lieber Beschäftigungen im Warmen.
Nach etwa 4 Monaten Pause war ich also heute das erste mal wieder auf dem Feld/im Wald unterwegs um auf ein paar Schaumstofftierchen zu schießen. Bei dem Wetter ja auch wirklich herrlich!
Obwohl die Sonne schien, haben mein Partner und ich uns aber dennoch lieber gut angezogen anstatt uns von den 20°C draußen zu luftigen Klamotten verführen zu lassen. Obwohl’s schon seeehr verführerisch war. Man konnte auf dem Weg zum Walhalla Bogensport zwar schon überall kurze Hosen und Shirts erspähen, aber gemäß dem (österreichischen?) Sprichwort sich nicht vom “Märzenkalb” stoßen zu lassen, beschlossen wir mal keine Erkältung zu riskieren. Auch wenn wir wegen der dunklen Kleidung nach ganzschön ins Schwitzen kommen sollten…
Wir kamen also gegen 14:00Uhr an und holten uns einen 30# Leihbogen für meine Bessere Hälfte, da es seine erste Runde auf dem Parcour war. Nach einer kurzen Einweisung am Einschussplatz, ein paar Tipps, kleinen Haltungskorrekturen und ein paar schnellen Schüssen auf den Heuballen marschierten wir auch schon los. Schließlich hatten wir noch eine Verabredung mit 30 Scheiben.
Die erste Hälfte lief mehr so mittelmäßig. Zumindest auf meiner Seite der Punktekarte. Es heißt ja allgemein das man besser trifft wenn man eine Weile nicht war, aber nach 4 Monaten – naja, das fällt schon wieder unter >aus der Übung sein<. Wärend es mir also gerade noch an Konzentration mangelte stellte sich mein Freund nichtmal so ungeschickt an. Man muss zwar dazu sagen das er von einem näheren Pfosten (gelb) als ich (blau) schoss, aber ich war doch ein wenig beeindruckt wie schnell er ‘den Bogen’ raushatte.
Nach den ersten 14 Stationen pausierten wir bei ‘der Hütte’ mit Sitz-/Rauchmöglichkeit und Getränkeautomat und genossen die warmen Sonnenstrahlen. Frisch gestärkt fand ich in der zweiten Hälfte der Runde meine Leistung dann schon um einiges besser. Normalerweise bin ich nach so einer Pause völlig unkonzentriert und ballere meist die nächsten 3-4 Scheiben komplett daneben wenn ich Pech habe, aber diesmal war genau das Gegenteil der Fall und ich schien mich langsam wieder etwas einzufinden.
Nach 2,5 Stunden waren wir dann schließlich wieder beim Ausgangspunkt angekommen um die Leihausrüstung zurückzugeben und noch einen Schluck zu trinken. Keinen Alkohol natürlich;) Und wie es der Zufall so wollte hatte ich noch die Idee auf einen Sprung in den Parcoureigenen Equipmentshop zu hüpfen, da ich meinem hellauf begeisterten Freund zeigen wollte was es so an Bögen gibt. Der kleine Sprung endete schließlich mit der Anschaffung eines 35# TakeDown Bogens, weinrot mit schwazen Wurfarmen und roter Sehne, Köcher, Spannschnur, Schutzausrüstung und Pfeilen. Dieser Sport hat wirklich ein hohes Suchtpotential im positiven Sinne! Sieht aus als würden wir nun öfter zusammen auf die Jagd gehen;)
eure Van Lure.

Vor grob geschätzt einem Jahr (und einem Monat;) habe ich das Bogenschießen für mich entdeckt. Mein Kumpel – dazumals selber gerade mit dem Bogenvirus infiziert – hatte mich eines sonnigen Sonntagnachmittags dazu überredet, mit ihm auf den Parcours zu gehen. Rückwirkend frage ich mich noch wie er das fertig gebracht hat… der Sonntag ist mir sonst zum Chillaxen und Faulenzen heilig.
ls ob ich mir versucht hätte die Nadel zu setzen, der Fleck durchlief wirklich das gesammte Farbspecktrum. Aber im Endeffekt kams, wies kommen musste und ich entdeckte den Bogensport für mich… Von da an rückten wir jedes Wochenende 1-2 zum Schießen aus. Vorerst noch mit einem 24# Leihbogen- & ausrüstung aber nicht nur mir wurde relativ schnell klar das wir unsere eigenen Bögen haben wollen. Ich hatte mich schließlich in einen traditionellen Jagdrecurve verguckt, weil mir die Take-Down Bögen (Also abnehmbare Wurfarme) nicht sonderlich gefielen. Leider wurde dieser erst ab 30# hergestellt. Also doch zuerst ein möglichst günstiges Take-Down Modell zum Kraftaufbauen. Nachdem ich mir über die nächsten Monate ganz easy immer schwerere Wurfarme aufstecken konnte, war es nach nicht mal einem halben Jahr so weit, das ich mir den Ragim Black Bear zulegen konnte.
