…war heute unter meinen Google Hits und eigentlich auch eine berechtigte Frage, haben doch so manche Piercingträger so ihre Probleme mit der Selbstmontage dieser elenden Ball Closure Ringe. Ich zum Bleistift…
Hat man gerade kein Werkzeug zur Hand kann das im Eigenversuch schon mal ins Auge gehen – oder je nach Körperstelle auch mal ins Ohr, die Lippe oder sonstwo hin.
Also ganz von vorne: Kenne deinen Feind! Hier die verhasste Kugel mit den Einkerbungen für den Ring. In dem Fall eine 4mm Kugel für einen 1,6mm Ring, damit man am Foto auch was sieht.
Am Besten funktioniert die ganze Sache noch wenn man die Kugel vor dem ersten Anbringversuch so dreht wie auf dem Bild. Zwischen Daumen und Zeigefinger haltend, das Kügelchen so drehen dass das eine Grübchen nach oben und das gegenüberliegende (logischerweise ) nach unten rausschaunt.
Jetzt ist das doofe Ding aber ohne Handschuhe so rutschig dass es auch nicht so leicht ist sie in dieser Position beim Ring einzuklinken. Ich habe selbst die besten Erfahrungen gemacht indem ich die Finger zuerst mit etwas Wasser (oder wenns nicht unbedingt grad steril sein muss mit Spucke) anzufeuchten und so halb trocken zu wischen. Ein wenig Feuchtigkeit speichert die Haut ja trotzdem und gibt besseren Halt. Mit Schwitzehänden funzt es allerdings schon garnicht. Irgendwie auch logisch.
Alles klar? Dann einfach nur mehr einklinken! Haha, wenn es so einfach wäre! Denn meistens steckt der Ring ja noch irgendwo drin. Ohrläppchen unter anderem. Außerdem was ist wenn man – wie ich hier auf dem Bild – etwas längere Fingernägel hat? Oder es sich um einen feineren Ballclosure Ring handelt. So, 1,2mm mit einer 2,5mm Kugel?
An dieser Stelle empfehle ich eine Klemme wie sie auch in Piercingstudios zu finden ist. Guckt ihr hier. Gerade wenn man öfter den Schmuck wechselt oder mehrere Piercings hat zahlt sich so eine kleine feine Zange wirklich aus, da sie auch 3 Stufen zum Einrasten hat und den Ring praktisch von alleine fixiert. Mit dieser Zange haltet ihr also den Ring während ihr die Kugel hineinschiebt. Alles eine Sache des Gefühls. Zuerst versuchen schräg nur eine Kerbe mit dem Ringende zu finden, dann vorsichtig die Kugel hineinschieben. Probiert allerdings zuvor wie einfach oder schwer sich die Kugel am bloßen Stecker anbringen lässt bevor ihr den Ring druch den Stichkanal of Destiny führt. Manche Ringe sind wirklich mehr als tight und um sich den Kraftaufwand, schmerzende Fingerkuppen und andere Unfälle zu ersparen kann man den Ring auch sehr vorsichtig mit der Zange etwas aufbiegen.
Also, Problem gelöst? Ich schaffe es mittlerweile prima mir die Teile (auch mit den Nägeln) reinzumontieren. Handschuhe finde ich dabei nur hinderlich weil man kein Gefühl mehr für die Kugel hat. Vielleicht liegt das aber auch an der fehlenden Übung mit den Handschuhen oder dem Blickwinkel im Spiegel. Immerhin bin ich kein Piercer, nur jemand der sehr viele Piercings hat und sich so seine Tricks angeeignet hat.
Ich besitze auch ebenfalls eine Ringzange zum schließen der Ringe, funktioniert ganz gut, wenn man den Ring dabei in der Hand hält, habe allerdings noch nicht rausgefunden wie ich sie benutzen soll wenn der Ring in der Haut steckt. Heikle Stellen und kleinen Schmuck (Helixe zb) überlasse ich jedoch nach wie vor lieber den Professionellen;)
Die einfachste Variante ist und bleibt einfach: Ein Spaziergang zum Piercer eures Vertrauens, der euch das Teil dann reinmontiert. Ich seh das wie manche Damen den Besuch beim Friseur, platznehmen, zurücklehnen, genießen und dabei etwas tratschen;)
So… Ich hoffe manche fanden den Post hilfreich. Vielleicht ein kleines Feedback, solle es jemand aufgrund meiner Beschreibung schaffen die Kugel reinzubringen?
Güße,
Van Lure!



Na gestern hab ich mich endlich getraut mir meinen heißersehnten Rook stechen zu lassen! Naja, was heißt getraut? Es magelte ne Weile an der Kohle weil ich sie in den letzten Monaten hauptsächlich in Tattoos investiert hatte, aber nachdem gestern auch 2 Tattoo-Baustellen feriggestellt wurden, bin ich vom Tätovierbereich gleich in den Piercingraum weiter gewandert;)
Zuerst wurden die Einstichstellen wie immer angezeichnet und ich bekam den Handspiegel zur Kontrolle. Nannte mich meine Piercerin vorher immer pervers weil ich auch beim Stechen durch den Spiegel zusehen wollte, hatte sie diesmals nicht mal mehr versucht ihn mir abzunehmen und so war ich auch mit den Augen live dabei, als sie mit Zange und Nadel anrückte.
em Kissen ausfechten musste! Trotzdem hat es um die 3 Monate gedauert, bis ich so weit war um den Schmuck zu wechseln. Aber das Warten hat sich hier wirklich ausgezahlt, denn der 8mm Ring, in der Stärke 1,6mm könnte nicht perfekter sitzen! Perfekt gestochen nenn ich so etwas. Ich kann meine Stammpiercingbude Michi’s Piercingstudio nur allen Linzern (und Umgebung;) empfehlen! Die haben mich auf dem Gebiet noch nie enttäuscht und wenn der “Letzte Helix” endlich abgeheilt ist und ich wieder auf meinem rechten Öhrchen schlafen kann, werde ich mir links ebenfalls einen Conch verpassen lassen!
Ich hatte ja im Vorfeld schon oft gehört das dieses Piercing nicht schmerzt und man nur ein ekelhaftes Knacken beim Stechen hört aber dem wollte ich nicht so ganz meinen Glauben schenken, da ich bereits mit Knorpelpiercings (unschwer zu erkennen) Erfahrung habe und sich das jedes Mal weniger angenehm angefühlt hat, sprich: *au*
