Mein Ziel ist es hier in Zukunft immer möglichst aufschlussreiche Reviews über Konzerte die ich besucht habe zu veröffentlichen. Ich habe mir vorgenommen die 100Band Marke 2008 zu knacken und eben gerade gestern konnte ich die ersten 5 Striche auf meiner Liste ziehen. Lasst und mal sehen was ich von gestern noch alles weis.
Das Event: Eisregen & Special Guests
Und bei diesen Speceal Guests beginne ich auch gleich. In der ersten Reihe hatte ich die beste Sicht, darum nehmen wir uns gleich der Reihenfolge nach, der erste Vorband her: BLOODFEAST.
BLOODFEAST
Onstage: Black Metal. Hübsche Aufmachung.
Sänger/ Gitarrist: zernitterter Lackrock, Netzshirt, Jackson Flying V Modell.
Gitarrist: Schlichte Lederkluft, Jackson Stratocaster Modell mit Violinresonanzlochairbrush. (vom Feinsten)
Bassist: ebenfalls Stratocaster wenn ich mich recht entsinne, aber hier verklärt sich alles wieder ein bisschen.
Drummer: War natürlich auch einer dabei, – aber auch hier muss ich passen, da sich diese elenden Kerle immer im letzten Eck hinter den Chellen befinden.
Show:
Meiner Meinung nach recht annehmbar. Die Musiker haben sich bewegt, drücken wir es mal so aus. Platzwechsel, sodass jeder der Seitenzupfer ein mal an jeder Stelle der Bühne stand. Wiederrum ein Plus für die Fans, die also nicht immer den selben Musiker vor der Nase hatten. Blickkontakt seitens des Sängers zu der Menge, ebenfalls vorhanden. Ich kann es nicht ab, wenn Musiker auf der Bühne die Leute regelrecht ignorieren und in ihrer eigenen kleinen Bühnenwelt unter gehen.
Es klingt ziemlich nüchtern und wenig schmeichelhaft wie ich es beschreibe, aber ich kann sagen dass es in meinen Augen ein guter Auftritt war. Das Opening eines Konzertabends zu machen ist in meinen Augen wirklich keine Ehre, da die meisten Besucher zu dem Zeitpunkt meist noch erschreckend nüchtern und steif sind. Hier der Link zur Homepage für Interessierte: Bloodfeast
Hier die Setlist von Bloodfeast
Ja, leider recht kurz. Aber wenn man bedenkt das an diesem Abend noch Zeit für 4 andere Bands sein sollte – was soll man machen?
Kommen wir zu der Band MELY
MELY
Die Musiker, 5 Stück der Guten:
Drummer,
Keyboarder/backing Vocals,
Sänger/Lead Gitarrist,
Bassist und
Rythmguitar/ Vocals
Also alles recht begabte Jungs allesamt, mit genialen Riffs und guten Solos. Sehr melodiös, also nix mit Black Metal (und das war auch gut so), Sehr gute Stimmen, mit lang anhaltendem glatten Ton und einem Hauch von Melancholy – wovon sich auch ihr Bandname ableitet. Und da ich den Saitenschredderer immer genau auf die Finger schaue;), kann ich auch sagen das sie auch in den Spielweisen vielsaitig sind. Im Gegensatz zu manchen 0815 Bands, können diese Jungs auch richtig mit einem Tremolosystem umgehen, Tabben und Vibes spielen anstatt immer nur die E, A und D Saiten zu rapen. Auch wenn ich einige Buh-Rufe gehört habe, kann ich diese Band nur sehr empfehlen. Rockiger Klang und ein Tough von Dornenreich und Blind Guardian.
Am Frontman hat man gemerkt das sich diese Leute in der Musik die sie spielen aufgeben und dies leben. Musiker mit Leib und Seele. Am Besten hat mir an der Bassist gefallen. Nun, ich spreche nicht von Äußerlichkeiten. Es kommt ja auf die inneren Werte an. Und in diesem Fall meine ich die Töne die er aus seinem Bass in bester Konzertmanier regelrecht rausgeprügelt hat. Will heißen: Der tiefe, röhrende Sound war einfach genial! Und da ich meist eher die Augen auf dem 6-Saitigen Holz habe, will das was heißen, dass mein Hauptaugenmerk auf ihn gerutscht ist;)
Auch hier wieder der Link zur Page: Mely
Sehen wir weiter im Programm. Als nächstes hätten wir hier Arcanum.
ARCANUM
Wieder der Leute 5,
Eine Wiener Deathcore Band, bestehend aus Bassist, Frontmann, 2 Gitarristen und Drummer, wobei ich mir nicht sicher sein kann ob der junge Sänger (18 Jahre) bereits fixer Bestandteil der Formation ist, da sich der Vorige zurückgezogen hat und die Band nach einem neuen sucht. Hoffen wir das sie Suche beendet ist, denn der kleine hat wirklich was zu bieten.
Der Auftritt war gut eingeübt, kann ich nur sagen. Ich analysiere auch immer gerne die Hintergründe und den Aufwand den ein Gig darstellt und so muss ich auch ein Wort dazu sagen das die Band gut aufeinander abegestimmt ist, was man am synchronen Abrocken der Leute gesehen hat. Für Leute die das Konzert besucht haben, ich meine damit zum Beispiel diese klizekleine Tatsache, das alle Musiker bei bestimmten Eckpunkten der Songs gleichzeitig gesprungen sind.
Nach ihrem Auftritt folgte, wie auch bei den beiden vorigen Bands das selbstständige Abbauen und -montieren der Schlagzeugchellen und der anderen Instrumente. Von daher kann ich sagen das es auch so sehr nette Leute sein dürften, da sie am Rande ein paar Worte mit uns (bzw. der anwesenden Linzer-Bagage @ first Row) gewechselt haben uns uns bereitwillig Plektren und Setlist überlassen haben;)
Wieder hier der Link: Arcanum Hier könnt ihr euch auch gratis 3 Mp3`s aus ihrem (ersten?) Album „What if you die tomorrow…“ herunterladen.
Und um uns nicht länger aufzuhalten: ISEGHAAL
ISEGHAAL
Nun ja was soll ich zu Iseghaal sagen. Ich bin ehrlich: Ich fand sie grottenschlecht. Aber das ist eben meine Meinung. Davon abgesehen dass die 4 Herren mit ihrem Corpsepaint an diesem Abend einfach fehl am Platz und die Bühne für ihr Ego zu klein waren, konnte ich nur einem Lied wirklich etwas abgewinnen. Aber egal.
Auch das Bühnenbild, was sie abgaben mochte mir nicht so ganz gefallen. Gut, wie gesagt, es kommt auf die inneren Werte an… aber auch da hats etwas gehapert. Davon abgesehen das es anscheinend sowieso Sinn des Black Metal ist, nicht mehr als ich hohes Gekreische zu verstehen, fand ich die Töne die aus dem Bass rausgewürgt wurden nur grässlich. Hier kritisiere ich jedoch auch nicht die Spielweise, sondern vielmehr die Einstellungen am Verstärker, Mischpult, – sucht euch was aus. Der Sound war irgendwie schmierig und dreckig, was mir auch den Rest der Stücke vermießt hat, obwohl ich immer versuche die einzelnen Komponenten eines Songs herauszuhören und seperat wie zusammen zu genießen.
Für reine Black fans, sicher interessanter als für mich und bevor hier noch eine richtige Schimpftirade entsteht – was ich verhindern will – hier der Myspace Link, sollte jemand reinhören wollen: Iseghaal
So, das waren mal die 4 Vorbands. Die Special Guests für bzw. vor Eisregen. Kommen wir endlich zum Hauptact!
EISREGEN
Endlich war es so weit. Die Rauchmachienen wurden angeschmissen und auf der Bühne stand Micheal „Blutkehle“ Roth. Und dem nach das wir alle Eisregen kennen, kann ich mir wohl den Großteil des Erzählens sparen. Es wurden Hits wie „Elektrohexe“, „Meine tote Russische Freundin“ und „1000 tote Nutten“ zum Besten gegeben, „in Deutschland verbotene Stücke“ wie „Futter für die Schweine“ und „Krebskolonie“. Sozusagen – alles was ich mir zu hören gewünscht hatte. Als besonderes Leckerli gabs vorab sogar noch ein Stück vom neuen Album an denen die Band gerade arbeitet, und ich verrate mal so viel: freut euch schon mal drauf!
Ein wenig verstörend war der Anblick der neuen Keyboarderin, die nicht gerade den Eindruck machte als würde ihr gefallen was sie da garade macht. Während der Liedpassagen, in denen kein Keyboard vorkam, stand sie herzlich unbeteiligt ein Stück von eben diesem entfernt im Hintergrund und… hat böse gekuckt. Naja, was soll man auch großartig sonst machen. Es hat nur nicht ganz zum Gesamtbild gepasst.
Das Nichtvorhandensein eines Bassspielers war anfangs für mich etwas eigenartig, aber fiel mein Auge wieder recht schnell auf das gewohnt hektische Geschrammel des (einzigen) Gitarristen, dessen Spieltechnik mich mehr und mehr zu interessieren begonnen hat, da er die Töne zusätzlich im Klang variiert hat, indem er mit dem Plektrum auch ein Stück die Mensur hinauf Riffs spielte.
Nach ein paar Zugaben war der Abend dann auch schon wieder gelaufen. Ich kann nur sagen, ich bin mit dem Konzert vollauf zufrieden!
Muss ich den Link zur Page noch posten? Ich machs anstandshalber: Eisregen
Stellt man also die ganzen Gitarristen des Abends nebeneinander, kommt doch eine recht bunte Mischung an persönlichen, kreativen Stilrichtungen heraus. Leider ist mir entfallen welche der beiden Vorbands die 5-SaiterBässe spielten. Aber das gilt eher meinem eigenen Interesse und ist hier weniger von Belang.
Ich hoffe es hat den einen oder anderen von euch interessiert, wie ich den Abend gestern erlebt habe. Leider musste ich euch ja – da ich meine Cam vergessen hatte – bei den Bildern enttäuschen.
Vielleicht stolpert hier ja jemand über den Post, der welche gemacht hat. In diesem Fall würde ich mich sehr freuen wenn dieser jemand mir in einem Kommentar ein paar Bilder posten könnte, oder mir die Icq Nummer zur Kontaktaufnahme hinterlässt, sodass ich hier vielleicht ein paar Bilder vom Abend nachposten kann.
Bitte, danke;)
SVdL
3 Kommentare
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Gruß
wollte hier nur richtig stellen dass das Lied „Crucified And Fucked Up“ heißt und ganz sicher keine Coverversion von VENOM ist (vor allem weil ich den Song selbst geschrieben habe und keiner von uns VENOM auch nur im entferntesten mag).
Dass es dir nicht gefallen hat tut mir leid, aber man kann halt auch nicht alles mögen…. Und große Egos haben wir eigentlich auch keine….
Gruß
Lord D./ISEGHAAL
hallo!
ich dachte ich schreib zurück, vllt. kuckst du ja noch mal vorbei.
ich habe das mit dem lied geändert. das versehen tut mir leid. dafür entschuldige ich mich.
Ich unterstelle euch auch nicht ein wahnsinns ego. ich meinte damit eher das die bühne zu klein war, um euch besser rüber zu bringen, weil ihr eingepfercht gewirkt habt. aber ich will mich nicht herausreden.
Mir hat der Gig wirklich nicht so gut gefallen. Ich fand euch nicht in das Line Up passend. Vielleicht als Vorband einer anderen Gruppe schon eher. Aber das ist eben nur meine Meinung und will dich auch nicht beleidigen.
Gruß zurück
SVdL
Kein Problem